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Käthy Buol: «Dank der Backstube kann der Weihnachtsrummel kommen»

Bis im letzten Jahr glich die Küche der Familie Buol einer Grossbäckerei. Nun macht sich gerade in der Vorweihnachtszeit der Umbau des alten Kuhstalls in eine Backstube bezahlt. Bergbäuerin Käthy Buol ist erleichtert und blickt motiviert auf anstrengende Wochen, die vor der Tür stehen.

Bald beginnt die Weihnachtszeit. Spüren Sie bereits den Rummel?

«Langsam zieht es an. Ende Oktober war der letzte Markttag in Klosters. Danach hiess es erst einmal, die Backstube gründlich zu putzen, bevor ich jetzt hinter die Herstellung der Teemischungen, Teigwaren und des Sirups für den Weihnachtsverkauf gehen kann.»

Mit dem Backen erwirtschaften Sie einen wichtigen Beitrag zum Familieneinkommen. Welche Bedeutung haben dabei die Wochen bis Weihnachten?
«Es ist die wichtigste Zeit im Jahr. Einen Viertel der Verkäufe mache ich im Advent. Ab Mitte November kommen immer mehr Bestellungen, und anfangs Dezember bin ich fast rund um die Uhr mit Backen beschäftigt. Schlafen und Backen, das ist dann mein Rhythmus.»

Machen Sie das alles alleine?
«Ja. Als ich begann, für ‹Scarnuz Grischun› zu produzieren, wurde ich von den Bestellungen manchmal überrumpelt. Da half mein Mann Martin, die Bestellungen auszuliefern. Doch inzwischen weiss ich, was auf mich zukommt und bin entsprechend vorbereitet.»

Dank der Unterstützung der Schweizer Berghilfe waren Sie schon im letzten Jahr fürs Weihnachtsgeschäft parat. Mit welchen Gefühlen gehen Sie in die zweite Saison?
«Seit wir die neue Backstube haben, ist eine grosse Sorge weg. Wir haben uns lange den Kopf darüber zerbrochen, wie wir sie finanzieren könnten. Wenn ich mich jetzt jeden Morgen darin an die Arbeit mache, empfinde ich grosse Freude und Dankbarkeit. Dank der Backstube kann der grosse Weihnachtsrummel kommen.»

Haben Sie bei der Einrichtung der Backstube inzwischen weitere Veränderungen vorgenommen?
«Nein, alles war von Anfang an vollständig eingerichtet, mitsamt den beiden Backöfen und dem Chromstahltisch für die Zubereitung.»

Wie hat sich die Backstube generell auf die Arbeitssituation zuhause ausgewirkt?
«Früher passierte es regelmässig, dass ich in der Küche noch am Backen war und gleichzeitig schon das Mittagessen zubereiten sollte. Erst kürzlich meinte mein Sohn, er könne sich beim besten Willen nicht mehr vorstellen, wie das damals überhaupt funktionieren konnte.»

Führen Sie ein spezielles Advents- oder Weihnachtssortiment?
«Natürlich sind die Guetzli etwas vom Wichtigsten, neben den Nusstorten und dem Biräbrot. Ich backe 14 verschiedene Sorten. Auf Wunsch kommen Sie in den ‹Scarnuz›, also den Geschenksack, der übers Internet bestellt werden kann. Mittlerweile hat es sich zudem herumgesprochen, dass ich backe, und so füllen immer mehr Leute ihre Guetzlidose direkt bei mir in der Backstube.»

Welche Rolle spielt die Spezialitätenmarke «Scarnuz Grischun» im Weihnachtsgeschäft?
«Eine sehr wichtige. Ungefähr 90 Prozent der Bestellungen kommen durch Vermittlung unserer Prättigauer ‹Scarnuz›-Gruppe zustande. Im restlichen Jahr ist es etwa die Hälfte. Ohne die Gruppe würde vor Weihnachten Flaute herrschen, weil der Markt in Klosters vorbei ist und die Skitouristen erst auf die Festtage kommen.»

Projektstatus: realisiert

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Im steilen Gelände gilt es für Martin Buol, das Optimum aus dem Flecken Erde zu holen.
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