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Krinau/SG: Die Brotversorgung ist gesichert Link

Rita Grob: „Es kommt viel Positives zurück“

Wo früher die Wohnstube der Schwiegereltern war, bäckt Rita Grob heute Brote. Der neue Ofen, den die Schweizer Berghilfe mitfinanziert hat, ermöglicht der jungen Familie Grob ein wichtiges Zusatzeinkommen und der kleinen Gemeinde Krinau/SG eine verlässliche Brotversorgung.

Heute sind Sie die „Dorfbäckerin“ der kleinen Gemeinde Krinau. Was schätzen Sie an dieser Rolle?
Dass ich zu Hause arbeiten kann und je nach Auftrag, den ich erhalte, flexibel meine Arbeit einteilen kann. Es kommt oft vor, dass ich noch in die Backstube verschwinde, wenn meine drei Kinder einmal im Bett sind.

Aber die Krinauer rechnen an fixen Tagen mit Ihren Broten, oder?
Genau. Inzwischen liefere ich das Brot immer am Mittwoch und Samstag ins Gemeindehaus, wo es vom Frauenverein verkauft wird. Ich stehe dann jeweils ab drei Uhr morgens für einige Stunden in der Backstube, um den am Vorabend vorbereiteten Teig zu verarbeiten.

Sind Sie alleine für die Brotversorgung zuständig?
Ja. Dass ich die Grundversorgung für Krinau übernehme, war eine Voraussetzung für die Beteiligung an den Kosten für den Ofen.

Was ist mit dem neuen Ofen anders geworden?
Das Wichtigste ist seine Grösse. Im Vergleich zu früher, als ich den Ofen in der Küche benutzte, brauche ich für die gleiche Menge Brote und sonstige Backwaren nur halb so lange. Nur darum ist es mir überhaupt möglich, neben der Arbeit auf unserem Milchbetrieb, dem Haushalt und den Kindern die Brotlieferungen zu garantieren.

Backen Sie nach Gefühl oder nach Lehrbuch?
Ich backe schon meist so, wie ich es während meiner Ausbildung zur Bäckerin-Konditorin gelernt habe. Damals hat man Wert darauf gelegt, mit wenigen Zutaten – also nur mit Wasser, Mehl, Hefe und Salz – verschiedene Brotsorten zu kreieren.

Wie kommt Ihr Angebot im Dorf an?
Grundsätzlich kommt viel Positives zurück. Die Geschmäcker gehen zwar auseinander, aber in der Regel mögen die Leute meine Brote.

Haben Sie in letzter Zeit Ihre Brotauswahl erweitert?
Neu habe ich Hefestollen und Mandelfische ins Sortiment aufgenommen. Am wichtigsten ist und bleibt aber eine breite Auswahl an Vollkornbroten. Ebenfalls gefragt sind am Samstag die Zöpfe und manchmal auch Desserts.

Gibt es bei Ihnen eine Sommerspezialität?
Nein, das nicht. Aber generell backen die Leute im Sommer weniger selber als in der kalten Jahreszeit. Deshalb lege ich im Moment an jedem Samstag noch ein paar Zöpfe mehr dazu.

Wie weit können Sie Ihr Angebot noch ausbauen?
Der Ofen ist bereits gut ausgelastet, denn zwischendurch backe ich immer mal wieder für besondere Anlässe. Zum Beispiel steht das Jubiläum des Frauenvereins im Juni auf dem Programm. Beliebig lässt sich die Produktion aber nicht steigern.

Warum nicht?
Im Gegensatz zu einer normalen Bäckerei komme ich zum Beispiel ohne einen Gärschrank für den Teig aus. Auch würde ich ein Platzproblem bekommen, wenn ich noch mehr Teig herstellen würde.

Projektstatus: realisiert

Bilder zum Projekt

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Rita Grob in ihrer Backstube.
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