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Der Schwyzer Haushaltservice schafft eine ideale Verdienstmöglichkeit für Bäuerinnen, die stundenweise in Haushalten arbeiten können. Das Angebot geht von Reinigung über Kinderbetreuung bis zum Kochen. Die tüchtigen Schwyzerinnen sind gefragt. «Die Kunden schätzen es, dass die Bäuerinnen die Arbeit selbst sehen, ohne dass ihnen alles erklärt werden muss», erzählt Käthi Blum, Präsidentin des Schwyzer Haushaltservice, im Interview.

Wie entstand die Idee für den Schwyzer Haushaltservice?
«Da das landwirtschaftliche Einkommen zurückgeht und es in einigen Regionen schwierig ist, einen Nebenerwerb zu finden, suchten wir nach zusätzlichen Verdienstmöglichkeiten für Bäuerinnen. Der Haushalt ist ein Tätigkeitsfeld, in dem die Bäuerinnen grosse Kompetenzen mitbringen. Mit dem Start unseres Angebots wollten wir auch ein Zeichen setzen, dass die Bäuerinnen aktiv und innovativ sind.»

Welche Bedeutung hatte die Unterstützung der Schweizer Berghilfe für die Lancierung dieses Projekts?
«Die Schweizer Berghilfe stellte uns das Startkapital zur Verfügung. Nur so konnten wir die Dinge finanzieren, die für die Betriebsaufnahme nötig waren – von der Büroeinrichtung in der Geschäftsstelle bis hin zu Werbematerial.»
 
Die Bäuerinnen geniessen viel Vertrauen bei den Kunden. Warum?
«Man kennt die Bäuerinnen, sie sind präsent im öffentlichen Leben, engagieren sich in Vereinen und in der Dorfgemeinschaft. Diese aktiven Frauen gelten als fleissig und zuverlässig. Als vertrauenswürdig wird auch unsere Bäuerinnenvereinigung gesehen.»

Was sind die Vorteile dieser Art von Teilzeitarbeit?
«Im Bereich Hausarbeit sind die Bäuerinnen Profis, hier können sie ihre vielseitigen Fertigkeiten einsetzen. Den Frauen, die zumeist Familie haben, kommen die flexiblen Arbeitsbedingungen entgegen. Die Bäuerinnen arbeiten selbständig und in ganz unterschiedlichen Arbeitspensen. Zudem bezahlen wir einen fairen Lohn inklusive Sozialleistungen.»

Wie sind die Rückmeldungen der Kunden?
«Die Zufriedenheit ist hoch. Die Kunden schätzen es, dass regelmässig dieselbe Person in ihren Haushalt kommt. Sie betonen, dass die Frauen die Arbeit selbst sehen, und ihnen nicht erst alles erklärt werden muss. Eine Bäuerin erzählte mir, sie würde jeweils mit den Worten 'Schön, dass Sie wieder kommen' begrüsst. Einige Frauen bekommen nach geleisteten Einsätzen sogar Dankes-SMS.»

Wie entwickelt sich das Angebot und wie sind die Zukunftssaussichten?
«Bisher hat sich der Haushaltservice so gut entwickelt, dass momentan die Nachfrage  das Angebot übersteigt. Bekannt wurde unser Service durch gute Werbung, Medienberichte anlässlich des Starts und dann vor allem auch durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Für die Zukunft wäre sicher eine Ausweitung der Dienstleistungen möglich. Vorerst schenken wir aber dem Aufbau und dem Betrieb des Haushaltservice unsere volle Aufmerksamkeit.»
 
Findet zu diesem Thema ein Austausch zwischen den Bergkantonen statt?
«Ja, ähnliche Angebote existieren auch in anderen Kantonen. Wir tauschen Erfahrungen aus und geben uns gegenseitig wertvolle Ratschläge.»
 
Welche Tipps können Sie Personen geben, die ein ähnliches Angebot auf die Beine stellen wollen?
«Es lohnt sich, einen Haushaltservice zu lancieren, denn die Nachfrage besteht ganz klar. Was nicht unterschätzt werden darf, ist der Aufwand für die Rekrutierung der Mitarbeiterinnen. Gegenüber den Kunden muss zudem das Angebot genau festgelegt werden, das erspart Diskussionen. Ein Einführungskurs für die neuen Mitarbeiterinnen, wie wir ihn durchführen, lohnt sich. Er gibt ihnen die nötige fachliche Sicherheit, und die Qualität der Dienstleistung kann so sichergestellt werden.»

 

Projektstatus: realisiert

Bilder zum Projekt

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Für Bäuerin Heidi Müller, hier bei der Badezimmer-Reinigung, stellt der flexible Einsatz bei Kunden eine ideale Verdienstmöglichkeit dar.
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