GewerbeViele Familien im Berggebiet finden ausserhalb der Landwirtschaft ihr Auskommen. Lokale Gewerbebetriebe spielen eine wichtige Rolle für das Wirtschaftsleben in den Bergen. Besonders wertvoll sind aber Unternehmen, die ihre Produkte auch ausserhalb der Region absetzen oder exportieren können. Wir unterstützen Projekte, die Arbeitsstellen schaffen und fördern Vorhaben, welche die Standort- vorteile der Berggebiets optimal nutzen wollen.
Beispiele von Projekten
 | San Carlo/GR «Meine Vorfreude ist riesig»Eine Million Liter Milch verarbeitet der erfolgreiche Käser Tony Giacomelli pro Jahr. Dafür ist die Käserei San Carlo im bündnerischen Val Poschiavo viel zu klein. Mit Unterstützung der Schweizer Berghilfe entsteht derzeit eine neue Käserei.  |
 | Pragel-Bödmeren/SZ «Das Raclette-Mobil ist ein Renner»3900 Käselaibe hat Toni Holdener den Sommer über in der neuen, von der Schweizer Berghilfe mitfinanzierten Alpkäserei Pragel-Bödmeren auf der Schwyzer Seite des Pragelpasses hergestellt. In den nächsten Monaten vermarktet er seine Produkte im Tal.  |
 | Alt St. Johann/SG: Altes Handwerk neu belebtWas tun, um als Ferien- und Ausflugsziel wahrgenommen zu werden? Die Toggenburger Tourismusfachleute gingen eigene Wege, indem sie eine Klangwelt schufen. Eine besondere Note bringt die Klangschmiede ein, in der man Schellenschmieden bei der Arbeit über die Schulter schauen kann.  |
 | Krinau/SG: Die Brotversorgung ist gesichertAls der Dorfladen verschwand, organisierten einige Krinauer Frauen Brotlieferungen, um speziell der älteren Bevölkerung das Leben zu erleichtern. Inzwischen ist es das Brotangebot von Nachbarin Rita Grob, das mithilft, den Bedarf zu decken. Die junge Mutter kann sich dabei auf die Dienste eines neuen Ofens verlassen, den die Berghilfe mitfinanziert hat.  |
 | Gonten / AI: «Käsen ist jeden Tag eine neue Herausforderung»Die Verarbeitung von Ziegenmilch ist die Spezialität von Mathias Koch. In den letzten Monaten hat er seine veraltete Käserei durch einen Neubau ersetzt. Dadurch konnte sich der Appenzeller seine Existenz und jene von knapp 30 regionalen Bergbauern sichern, die täglich ihre Ziegenmilch abliefern.  |
 | Ebnat-Kappel/SG: Kräuterfrauen setzen auf QualitätIm Hochsommer haben die «Kräuterfrauen» mit dem Pflücken alle Hände voll zu tun. Um die Auslastung besser übers Jahr zu verteilen, setzen die fünf initiativen Frauen aus dem Toggenburg neu auf das Trocknen von Gemüse – mit Unterstützung der Berghilfe.  |
 | Gadenstätt/GR: Käthys Backstube im ehemaligen KuhstallDas knappe Land, auf dem das Ehepaar Buol zehn Grauvieh-Mutterkühe hält, reicht nicht zum Leben. Nur gut, dass Käthy Buol ihre Backkunst nie aufgegeben hat. Als Pionierin der Bündner Spezialitätenmarke «Scarnuz Grischun» produziert sie Tag für Tag Köstlichkeiten, die sie auf dem Markt oder übers Internet verkauft.  |
 | Ganterschwil/SG: Zündende Idee aus Toggenburger HolzElementholzhäuser sind im Trend. Der findige Holzbauer Hans Gisler hat dafür ein Luftkammersystem entwickelt, das durch hervorragende Dämmwerte besticht. Mit Unternehmergeist ist es so gelungen, Arbeitsplätze im sanktgallischen Berggebiet zu erhalten.  |
.jpg) | Ardez/GR: Vielfältige Wollprodukte locken in den neuen Schaf-LadenWas haben Neuseeland und das Unterengadiner Bergdorf Ardez gemeinsam? An beiden Orten leben mehr Schafe als Menschen, wie Claudia Janett weiss. Weil der Erlös aus der Wolle äusserst gering ist, hat die engagierte Bäuerin den Faden aufgenommen und acht Frauen für die Verarbeitung des wertvollen Rohstoffs zu einzigartigen Produkten gewonnen.  |
 | Sonogno/TI: «Mein Herz schlägt für die Käserei»Zuhinterst im Verzascatal betreibt die Familie Patà einen Bergbauernhof mit Ziegenhaltung. Mit Unterstützung der Schweizer Berghilfe konnte sie Wohnung, Käserei und Tiere – vorher auf drei Standorte verteilt – unter einem Dach vereinen. Bergbauer Fabrizio Patà schwärmt: «Mein Herz schlägt für die Käserei».  |
.jpg) | Girenbad/ZH: Ziegenkäserei im Zürcher Berggebiet bleibt erhaltenNur mit einer zeitgemässen Einrichtung konnte das Ehepaar Schuppli es wagen, die letzte Geissenkäserei im Zürcher Oberland zu übernehmen. Dank der Unterstützung der Schweizer Berghilfe konnte der Bau einer neuen Ziegenkäserei realisiert werden. Das ermöglicht einem Dutzend Bergbauern ihre Ziegenmilch weiterhin in die «Chäsi» zu bringen und ihr Einkommen zu sichern.  |
.jpg) | Sta. Maria Val Müstair/GR: «Wir haben alles auf den Kopf gestellt»Die Tessanda ist eine der letzten Handwebereien in der Schweiz. Dank viel Elan und Kreativität finden die Weberinnen von Santa Maria/GR weit über das abgelegene Val Müstair hinaus Abnehmer für ihre hochwertigen Stoffe. Mit dem Ausbau des Kellergewölbes können nun auch Kurse angeboten und der direkte Draht zu den Kunden verbessert werden.  |
 | Brünisried/FR: Frisches Brot und Pizza aus dem OfenhausIm historischen Ofenhaus der Familie Stöckli schmecken die frischen Holzofenbrote und Pizzas besonders gut. Wenn der jüngste Sohn den Milchwirtschaftsbetrieb eines Tages übernimmt, können die Eltern sich weiter um die Gäste kümmern. Denn die Stöcklis haben die dringend notwendige Sanierung ihres Bauernhauses als Chance genutzt.  |
 | Mosigen/LU: Zusammenschluss von Käsereien schafft starken BetriebAus drei mach eins: Aus der Fusion von drei Käsereien entstand ein leistungsfähiges, modernes Produktionsunternehmen. So bleiben in der Entlebucher Milchwirtschaft Arbeitsplätze und Wertschöpfung erhalten.  |
 | Linden/BE: Mit Unternehmergeist zum erfolgreichen GlaceverkaufDas initiative Emmentaler Paar David und Simone Blum
stellt Glace her, verkauft diese erfolgreich direkt ab Hof und über
regionale Lebensmittelläden. Zum Erfolgsrezept gehören Fachwissen,
professionelle Einrichtungen und unternehmerischer Geist.  |
 | Ilanz/GR: Dank der Krippe bleiben Familien in der BergregionAuch im Berggebiet sind Kinderkrippen gefragt: Ohne die «Mäuseburg» in Ilanz/GR würden viele Familien aus der Surselva wegziehen. Das Betreuungsangebot stärkt die Region als Arbeits- und Wohnort.  |
 | Lumbrein/GR: Frischer Alpen-Fisch als neue EinnahmequelleDie Nachfrage nach einheimischem Fisch steigt. Diese Tatsache macht sich der innovative Jungbauer Curdin Capeder zunutze, der eine Fischzucht startet. Die professionelle Umsetzung seines Projekts verspricht Erfolg.  |
 | Mund/VS: Der Laden garantiert das Einkaufen im «Safran-Dorf»Das Überleben des Dorfladens in Mund/VS war wegen der defekten Kühlanlage akut gefährdet. Nun kann die Bevölkerung im «Safran-Dorf» aufatmen. Die Grundversorgung ist nach einer Erneuerung der Kühlung sichergestellt.  |
 | Safien Platz/GR: Die neue Metzgerei als Chance für das SafientalBis Mitte des Jahres 2008 gab es im abgelegenen Safiental keine Metzgerei. Damit ist nun Schluss: Die Region profitiert von der Initiative junger Leute, die mit dem neuen Metzgereibetrieb ein Zeichen gegen die Abwanderung setzen wollen.  |
 | Unterwasser/SG: Erneuerung der Käserei verschafft solide Existenzgrundlage Im Jahr 2006 war die Käserei der Familie Stadelmann im Toggenburg gefährdet: Die Einrichtungen war völlig veraltet. Dank der Erneuerung haben nicht nur Stadelmanns, sondern auch die regionalen Milchproduzenten eine solide Existenzgrundlage.  |
 | Trachslau/SZ: Haushaltservice ermöglicht Bäuerinnen einen wichtigen ZusatzverdienstMit dem Schwyzer Haushaltservice ist eine vorbildhafte Idee Tatsache geworden: Bäuerinnen setzen ihre vielseitigen Fähigkeiten ein, indem sie stundenweise in anderen Haushalten reinigen, nähen, bügeln, kochen oder Kinder und ältere Menschen betreuen. Das bringt ihnen einen zusätzlichen Verdienst.  |
 | Thusis/GR: Aufschwung für regionale Produzenten dank neuem LadenDer ViamalaMarkt ist das Ergebnis der mutigen Initiative von regionalen Produzenten. An gut frequentierter Lage haben sie eine Verkaufsstelle eröffnet, die an 365 Tagen im Jahr Spezialitäten aus der Region anbietet. Das Projekt ist vielversprechend gestartet.  |
 | Bischofszell/TG: Die Schafwolle findet den Weg ins TalDank dem Abholservice der Sozialfirma Fiwo können Schafhalter auch in entlegenen Berggebieten ihre Wolle sinnvoll verwerten. Möglich machts ein neuer 4x4-Transporter. Die Landwirte erhalten aus dem Verkauf der Wolle einen wichtigen Zusatzverdienst. Und der Rohstoff Wolle wird sinnvoll genutzt.  |
 | Eggiwil/BE: Eine Zukunft für die letzten Alphornmacher im EmmentalIn Eggiwil/BE hat Walter Bachmann den kleinen Betrieb seines Vaters übernommen. Mit der zum Hof gehörenden Alphornmacherei erzielt die vierköpfige Familie ein wichtiges Zusatzeinkommen. Doch sie kann die Arbeit nur mit Mühe bewältigen. Der alte Stall ist baufällig. Deshalb muss er er dringend saniert werden.  |
 | Süderen/BE: Mit Fleisch ab Hof fit für die ZukunftEin Abwasseranschluss, eine neue Zufahrtstrasse und ein grösserer Verarbeitungsraum drängte sich für Familie Witschi auf. Nun ist ihr innovativer Bauernbetrieb bereit für die künftigen Herausforderungen. Und er bietet auch der nächsten Generation eine attraktive Perspektive.  |
 | Saland/ZH: Von der Milchkanne auf den Dessert-TellerEine Erfolgsgeschichte aus dem Zürcher Oberland ist das Label «natürli»: Von der professionellen Vermarktung der hochwertigen Milchprodukte profitieren zahlreiche Bauern und Käser. Die «natürli»-Produkte sind weitherum gefragt. Sogar in Stadtzürcher Szenelokalen.  |
 | Undervelier/JU: Aufschwung für den einheimischen Rohstoff WolleEin grosser Teil der Schweizer Wolle wird wegen zu tiefer Absatzpreise vernichtet. Um dieser Verschwendung ein Ende zu bereiten, haben sich im Jura Schafzüchter und Wollverarbeiter zusammengeschlossen. Sie bringen der lokalen Bevölkerung den kostbaren Rohstoff in Kursen näher und kurbeln die Wollverarbeitung an.  |
 | Ebnat-Kappel/SG: Toggenburger Kräuterfrauen expandieren dank neuer TechnikBirgit Kratt und Karin Wenk bauen mit Erfolg Bergkräuter an. Diese sind längst kein Geheimtipp mehr und finden auch Absatz in Restaurants oder Läden. Dank einer neuen Trocknungsanlage können sie der gestiegenen Nachfrage nun nachkommen.  |
 | Le Brassus/VD: Ausbau der Käserei bietet Bauern mehr ErtragIn der Käserei von Le Brassus wird aus der Milch von 15 Bauern Gruyère AOC hergestellt. Durch die Erweiterung der Produktionskapazitäten wurde eine neue Vollzeitstelle geschaffen. Von den Mehreinnahmen der Käsereigenossenschaft profitieren auch die Bauern.  |
 | Kanton Graubünden: Stopp dem LädelisterbenIn den Berggemeinden des Kantons Graubünden kämpfen viele Dorfläden ums Überleben. Die Schweizer Berghilfe unterstützt elf Läden, damit die tägliche Versorgung der Bevölkerung gewährleistet ist und die Arbeitsplätze in den Verkaufsstellen gesichert bleiben.  |
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