Landwirtschaft
Die Landwirtschaft in den
Bergregionen steht vor grossen Herausforderungen. Wir unterstützen
Betriebe und Gemeinschaften, die zukunftsträchtige Projekte umsetzen
wollen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. In vielen Fällen kann
eine Neuausrichtung des Betriebs oder ein Zusammenschluss einzelner
Regionen oder Talschaften den Grundstein für eine Erfolg versprechende
Zukunft legen.
Beispiele von Projekten
 | Disentis/GR: «In der Surselva herrscht Aufbruchstimmung»Vor vier Jahren wurde der Klosterstall in Disentis ein Raub der Flammen. Die Zukunft eines der grössten Landwirtschaftsbetriebe in der Surselva war danach ungewiss. Der Neubau, der von der Schweizer Berghilfe unterstützt wurde, dient nun als «Schaufenster» für eine ganze Region und ihre Qualitätsprodukte.  |
.jpg) | Hundwil/AR: «Traditionen sind uns wichtig»Von den Mühen, neben dem Haushalt auch bei der Versorgung von 25 Kühen anzupacken, kann die fünffache Mutter Vreni Brunner ein Lied singen. Wo die Tiere vorher auf drei Standorte verteilt waren, sorgt ein neuer Stall neben dem Wohnhaus jetzt dafür, dass der Bäuerin mehr Zeit für ihre Familie bleibt, in der Traditionen eine wichtige Rolle spielen.  |
.jpg) | Emmenmatt/BE: «Wir dachten nie ans Aufgeben»Der Telefonanruf war ein Schock. «Ihr Hof brennt lichterloh», erklärte ein aufgeregter Nachbar. Tatsächlich brannte der Hof der Bergbauernfamilie Kunz in Emmenmatt/BE vollständig nieder. Sie verloren praktisch alles, auch die Tiere. Mit dem neuen Hof hat Johanna Kunz die Zuversicht zurückgewonnen: «Jetzt geht es wieder aufwärts!»  |
.jpg) | Evolène/VS: «Der neue Schafstall ist eine grosse Erleichterung»«Ohne die Berghilfe hätten wir es nicht geschafft», sagt die Walliser Bergbauernfamilie Pralong erleichtert. Anstelle von drei weit auseinander liegenden Ställen verfügen Pralongs endlich über einen neuen, zentral gelegenen Stall, in dem sie ihre Schafe versorgen können. Das erlaubt es ihnen, den Schafbestand von 66 auf 75 Tiere aufzustocken, was für ihr Auskommen unverzichtbar ist.  |
.jpg) | Achseten/BE: «Die Haussanierung ist für uns ein Weihnachtsgeschenk»Noch vor Kurzem war das Wohnhaus der Familie Wäfler alles andere als praktisch: Der Gang aufs WC führte ins Freie, die Räume waren zu niedrig und gerade den Kindern fehlte der Platz. All diese Mängel konnten durch eine gründliche Sanierung jetzt behoben werden. «Gerade rechtzeitig vor dem Wintereinbruch», sagt Mutter Yvette Wäfler.  |
 | Schüpfheim/LU: Teebeutel bringen zusätzlichen ErtragDer Teeanbau ist ein wichtiger Nebenerwerb für die Bergbauern im Entlebuch. Die Anbaugenossenschaft in Schüpfheim produziert und verarbeitet jedes Jahr über drei Tonnen hochwertiger Kräuter. Dass nicht nur der Inhalt, sondern auch die Verpackung zählt, beweist der Erfolg der neuen Portionenbeutel.  |
 | Buchs/SG: Bunte Ziegenherde verleiht der Alp Malschüel neuen SchwungTrotz grosser Nachfrage nach Ziegenprodukten gab es im Kanton St. Gallen bisher keine grösseren Ziegenalpen. Der Verein Ziegenfreunde gab Gegensteuer und baute die Alp Malschüel mit Unterstützung der Schweizer Berghilfe um. «Unseren Alp-Ziegenkäse verkaufen wir direkt auf der Alp oder über Händler in der Region», sagt Vorstandsmitglied Sven Baumgartner.  |
 | Unterschächen/UR: «Die Seilbahn ist nicht wegzudenken»Nur dank der sanierten Seilbahn Ribi-Wannelen können sieben Familien mit Kind und Kegel die schwer zugängliche Alp Wannelen weiterhin bewirtschaften. Auch Wanderer nutzen die Bahn und stärken den lokalen Tourismus. «Die Einnahmen ermöglichen den Unterhalt der Bahn», erzählt Josef Müller, der Präsident der Seilbahngenossenschaft.  |
 | Grône/VS: Pferd und Rind halten die Alp im SchussDie zerfallenen Hütten auf der Alp Tsartsey konnten nicht mehr als Hirtenunterkünfte genutzt werden. Dank der Sanierung hat die Alp eine neue Zukunft. Eringer-Rinder und Pferde weiden nun nebeneinander und bewahren das romantische Vallon de Réchy vor der Vergandung.  |
 | Alp Hohkien/BE: Dank Holzfeuerung zurück in die ZukunftVon Känels stellen auf der Alp Hohkien den Berner Alpkäse AOC her. Dass das wertvolle Gütesiegel auch in Zukunft verwendet werden darf, ist dem Bau einer neuen «Chäsi» zu verdanken, in der wieder mit Holz gefeuert wird. «Fast wie zur Zeit meines Grossvaters», erzählt Fritz von Känel.  |
 | Oberfrittenbach/BE: «Wir mussten schmal durch»Um auf ihrem Betrieb weiterhin eine Zukunft zu haben, hat die Bergbauernfamilie Mosimann begonnen, Bio-Gemüse anzubauen – und das mit Erfolg. Im neuen Verarbeitungs- und Lagerraum wird das Gemüse für den Markt vorbereitet, auf dem Mosimanns dreimal in der Woche anzutreffen sind.  |
 | Melchtal/OW: Fleissige Familie von Flüe auf sicheren WegenDer ungemein steile Naturweg zum Hof der von Flües war im Winter und nach Gewittern jeweils gefährlich und sehr schwer befahrbar. Eine sicheres, betoniertes Zufahrtssträsschen lässt die sechsköpfige Familie nun aufatmen.  |
 | Simplon-Dorf/VS: Neue Hoffnung nach StallbrandEinen Schicksalsschlag haben Paul und Susanne Escher als Chance wahrgenommen. Nach der vollständigen Zerstörung des Stalls durch einen Brand haben sie ihren Bergbetrieb neu ausgerichtet. Mit Mutterkuhhaltung schafft sich die tapfere Familie nun neue Perspektiven.  |
 | Semione/TI: Polenta aus der letzten Mühle im BleniotalVorwärts mit Elan: Dank dem Ausbau ihres kleinen Bergbetriebs erwirtschaften Zanettis ein genügend hohes Einkommen. Im Hofladen werden selber produzierte Bio-Lebensmittel angeboten – unter anderem aus Mehl, das Zanettis mit einer alten Wassermühle herstellen.  |
 | Venthône/VS: Heilkräuter-Pionier setzt auf SonnenenergieMaurice Masserey baut auf seinem Bergbetrieb im Wallis Kräuter an, die für pflanzliche Erzeugnisse verwendet werden. Die Heil- und Gewürzpflanzen tragen nicht nur zum Wohlbefinden bei, sie werden auch umweltschonend produziert.  |
 | Alp Robiei/TI: Neue Einrichtung sichert künftigen AlpbetriebGiorgio Speziale produziert zuhinterst im Maggiatal begehrten Alpkäse aus Ziegen- und Kuhmilch. Dennoch hätte er ohne die Erneuerung der hoffnungslos veralteten Einrichtung auf der Alp Robiei aufgeben müssen. Dank dem neuen Alpgebäude blickt der Tessiner Bergbauer optimistisch in die Zukunft.  |
 | Biasca/TI: «Grande Passione» für gefrässige GrautiereDas uralte Nutztier Esel ist wieder zusehends gefragt in der Berglandwirtschaft. Silvana Caprara hegt und pflegt die sensiblen Grautiere, die zur Säuberung von Alpweiden eingesetzt werden. So bleibt fruchtbares Land erhalten, davon profitieren auch Landwirtschaft und Tourismus.  |
 | Biasca/TI: Jungbauer haucht veraltetem Betrieb neues Leben einPaolo Rodoni ist Landwirt aus Leidenschaft. Der innovative Jungbauer hat eine Marktlücke entdeckt, die er mit seinen Käsespezialitäten erfolgreich ausnützt. Mit der Sanierung kann er seinen Hof für die Zukunft definitiv fit machen.  |
 | Wasen/BE: Strenger Alltag mit süsser VergangenheitWo früher Zucker hergestellt wurde, erarbeitet sich heute ein junges Paar eine Existenz als Bergbauern. Mit viel Herzblut erneuern Simon und Lara Fuchs einen völlig veralteten Betrieb. Willkommen auf der «Zuckeralp» in Wasen im Emmental.  |
 | Achseten/BE: Bergauf mit der neuen SeilbahnAuf die abgelegene Otternalp kann das Material nur per Seilbahn transportiert werden. Als diese nicht mehr funktionierte, war der Alpbetrieb gefährdet, konnten doch die Bergbauern die Sanierung nicht aus eigener Hand finanzieren. Mit einer erneuerten Anlage geht’s jetzt bergauf mit der Käseproduktion auf der Otternalp.  |
 | Avegno/TI: Gute Aussichten dank hochwertigem Fleisch aus dem MaggiatalUm den Absatz ihrer Produkte zu fördern, haben initiative Maggiataler Biobauern ein neues Label geschaffen. Dank einem professionellen Auftritt konnten sie sich schnell einen Kundenstamm für ihr Spitzen-Fleisch aufbauen. Das Label bringt frische Perspektiven ins Maggiatal – nicht nur der Landwirtschaft.  |
 | Spiringen/UR: Bessere Aussichten für Bergbetriebe dank neuen WegenOhne intakte Strassen hat die Landwirtschaft im Schächental keine Zukunft. Dank der Sanierung des veralteten Wegnetzes ist gleichzeitig eine effizientere Bewirtschaftung der Betriebe möglich. Auch der nächsten Generation wird die erneuerte Infrastruktur zu Gute kommen.  |
 | Tenna/GR: Jungbauer Stefan Joos sieht seine Zukunft im SafientalIm abgelegenen Safiental führt der engagierte Jungbauer Stefan Joos einen Bio-Mutterkuhbetrieb. Die Erneuerung des Wohnhauses ist eine wichtige Voraussetzung, damit der Hof erhalten bleibt.  |
 | Le Peuchapatte/JU: Bald weidet das Vieh wieder auf den WiesenWegen fehlender finanzieller Mittel konnte die kleine Gemeinde Le Peuchapatte ihr sturmgeschädigtes Land nicht wieder in Stand stellen. Mit einem vorbildlichen Projekt werden die Weiden wieder nutzbar gemacht. Erstmals arbeiten dabei die Behörden aus Wasserschutz, Forst- und Landwirtschaft zusammen.  |
 | Rona/GR: «Geissenfrau» kann ihren Betrieb in die nächste Generation führenMarliese Poltera stellt Bio-Geissenkäse her. Doch ihr Hof ist zu klein, um der Familie das Auskommen zu sichern. Durch die Vergrösserung des Betriebs steht die Zukunft der Familie nicht mehr auf wackeligen Beinen.  |
 | Furna/GR: Alpsanierung rettet die Existenz von 20 BauernVeraltete Installationen bedeuteten für den Käsereibetrieb der drei kleinen Furner Alpen fast das Aus. Nach der Sanierung der Betriebe und dem Zusammenschluss der drei Käsereien zu einer einzigen modernen können die Furner Bauern aufatmen.  |
 | Krösenbrunnen Trub/BE: Dank Wohnung auf dem Hof bessere Bewirtschaftung des BetriebsFamilie Zürcher hat anfangs 2006 den elterlichen Hof in der Gemeinde Trub übernommen. Das alte Bauernhaus, in dem auch die Eltern wohnen, war jedoch für zwei Familien zu klein. Der Bau eines neuen Wohnhauses auf dem Hof erleichtert die Arbeit und die Tierbetreuung.  |
 | Alpe Lagh/GR: Neues Leben auf der verwilderten AlpDie Alpe Lagh wurde jahrelang nicht mehr genutzt. Nach grossen Bemühungen der Gemeinde Verdabbio kann sie seit 2004 wieder bewirtschaftet werden. Mit der Haltung von seltenen Tierrassen wird ein vielfältiger ökologischer Nutzen erzielt.  |
 | Leggia/GR: Bauernhaus auf Hof sichert Betrieb langfristigAlessandra und Martin von Wyl mussten viele Jahre einige Kilometer entfernt von ihrem Landwirtschaftsbetrieb leben. Da die volle Präsenz des Landwirts aber notwendig ist, bauten von Wyls ein Haus beim Hof. Nun haben sie mehr Zeit für Tiere, Arbeit und Familie.  |
 | Sufers/GR: Ständige Behirtung dank neuer Hütte auf der Alp SurettaDamit die Tiere auf der Alp Suretta ständig betreut werden können, brauchte der Hirte für das weitläufige Gelände eine zweckmässige Schäferhütte. Mit ihr können die Tiere auch bei Wetterumstürzen rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden.  |
 | Vermes/JU: Zuversichtlich in die Zukunft mit einem tierfreundlichen StallDer Bergbauer Flück aus Vermes/JU konnte seinen Tieren keine artgerechte Haltung mehr bieten. Der Neubau garantiert der Familie nicht nur ein sicheres Einkommen, sondern bietet dem Hof endlich auch Wachstumschancen.  |
 | Sessa/TI: Ein Dach für die Pflanzen von Beerenbauer KrähenbühlHerbert Krähenbühl hat sich mit über 50 Jahren seinen Lebenstraum einer Beerenplantage verwirklicht. Der Regen vernichtete aber einen beträchtlichen Teil seiner Ernte. Dank eines Schutzdachs hat er heute einen grösseren Ertrag und ist seinem Ziel einen Schritt näher.  |
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