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Joseph und Valentin Queloz: „Der Tierarzt hat weniger zu tun“

Für Joseph Queloz hat sich dank dem Neubau des Stalls alles zum Guten gewendet: Die Milch seiner 20 Kühe kann er seit Januar endlich nach Saignelégier liefern, wo der bekannte „Tête de Moine“ daraus hergestellt wird. Seinem Sohn Valentin wird er eines Tages einen funktionierenden Betrieb übergeben können.

Inzwischen hat ihr Vieh schon zwei Winter im neuen Stall verbracht. Fühlen sich die Tiere wohl in ihrer neuen Umgebung?
Joseph Queloz:  Der Tierarzt hat bei uns viel weniger zu tun als früher. Das ist für mich der beste Beweis dafür, dass es dem Vieh im Neubau sehr gut geht.

Woran liegt das?
Valentin Queloz: Im Stall hat es jetzt viel mehr Platz. Licht und Luft sind mit der Situation in den früheren Einrichtungen nicht zu vergleichen. Das alles wirkt sich positiv auf die Tiere aus, genauso die Tatsache, dass sie nun ins Freie gehen können, wann immer sie es wollen.

Warum war der Bau des neuen Stalls derart wichtig für Ihren Betrieb?
Joseph Queloz: Dank ihm haben wir jetzt das ganze Vieh zusammen. Früher unterhielten wir drei Ställe, was die Arbeitsabläufe enorm behinderte. Diese Infrastruktur entsprach auch nicht mehr den geforderten Normen.

Der Neubau ermöglicht Ihnen Milchlieferungen für den „Tête de Moine AOC“. Was stand dem vorher im Weg?
Joseph Queloz: Wir konnten das Heu früher aus Platzgründen nicht lagern und mussten deshalb auf Silofutter ausweichen. Die Richtlinien für den „Tête de Moine“ sind strikt: Silofutter kommt nicht in Frage.

Die Schweizer Berghilfe hat die Heutrocknungsanlage im neuen Stall mitfinanziert. Wie wichtig ist diese Anlage für Ihren Betrieb?
Joseph Queloz: Da wir uns auf einer Höhe von 1000 Metern befinden und schwierige klimatische Verhältnisse haben, ist die Heutrocknung für uns entscheidend. Wir können die Wärme unter dem Stalldach speichern und daher sogar leicht feuchtes Heu einbringen. Das haben wir den Spendern der Berghilfe zu verdanken.
Valentin Queloz: Der grosse Vorteil liegt darin, dass das Futter dadurch seine Nährstoffe behält. Dem Appetit der Kühe merkt man an, dass das Heu von bester Qualität ist.

Was hat sich im neuen Stall sonst noch verändert?
Valentin Queloz: Der neue Stall verfügt auch über einen Rollkran, um das Heu aus der Trocknungsanlage hervor zu holen. Dazu kommt ein sehr funktioneller Melkstand.

Valentin Queloz, welchen Einfluss hatte der neue Stall auf Ihre Entscheidung, den Hof einmal zu übernehmen?
Valentin Queloz: Auf jeden Fall ist er eine grosse Motivation für mich, weil nun die Arbeit rationeller erledigt werden kann. Ich denke, dass es wichtig ist, neue Technik einzusetzen, um den heutigen Anforderungen zu genügen.

Das Einrichten einer Gästeunterkunft im ehemaligen Wohnhaus ist für die ganze Familie eine Herzensangelegenheit. Wie weit ist das Vorhaben schon gediehen?
Joseph Queloz: Zurzeit stecken wir mitten in den Renovationsarbeiten. Rein finanziell ist es nicht möglich, alles auf ein Mal zu realisieren, so nehmen wir eine Etappe nach der anderen in Angriff.
Valentin Queloz: Das Dach und die Fenster des alten Wohnhauses machen uns im Moment am meisten Sorgen. Sie müssen ersetzt werden. Das sind Arbeiten, die wir nicht selber erledigen können und die deshalb teuer werden. Hoffentlich können wir aber schon im Sommer 2011 erste Gäste bei uns begrüssen, auch wenn noch nicht alle Renovationsarbeiten abgeschlossen sind.

Projektstatus: realisiert

Bilder zum Projekt

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Noch steckt Valentin Queloz mitten in der Ausbildung zum Landwirt.
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