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Hanspeter Gander: „Viele Gäste bleiben gleich eine Woche“


Das Safiental ist im Sommer bei Wanderern und im Winter bei Skitourengruppen sehr beliebt. Übernachtungsmöglichkeiten sind im abgelegenen Gebirgstal aber Mangelware. Das neue Agrotourismus-Angebot von Hanspeter Gander fällt daher auf fruchtbaren Boden und beschert seiner fünfköpfigen Bergbauernfamilie eine neue Perspektive.


Wie gut ist Ihr neues Agrotourismus-Angebot zurzeit ausgelastet?
Jetzt in der Sommerferienzeit haben wir viele Gäste, von denen die meisten auch gleich eine Woche bei uns bleiben. Im ganzen August und auch in der ersten Septemberhälfte sind wir ausgebucht.

Im Juni 2010 vermieteten Sie den umgebauten Stall zum ersten Mal. Sind Sie mit der Nachfrage seit dem Start zufrieden?
Ja, wir hatten von Anfang an zahlreiche Gäste. Einzig im Januar und Februar hätte ich mir mehr erhofft. Denn für Schneeschuhwanderer und Skitourengänger ist unsere Unterkunft dank der guten Isolation bestens geeignet. Aber es hatte einfach zu wenig Schnee.

Was hat Sie dazu bewogen, auf den Agrotourismus zu setzen?
Gerade in der Ferienzeit kommen viele Gäste ins Safiental, um Ruhe und die Nähe zur Natur zu suchen. Weil es nicht genügend Übernachtungsmöglichkeiten gibt, bleiben die meisten aber nur für einen Tag. Wir waren also überzeugt, dass unser Angebot gut ankommt.

Wie gingen Sie Ihr Vorhaben an?
Am Anfang wollten wir einfach nur Schlafen-im-Stroh anbieten. Aber auch dafür hätte es aufwändige Umbauarbeiten gebraucht, denn das Dach und die Mauern waren in einem sehr schlechten Zustand. So haben wir uns gesagt: wenn wir schon ein Angebot auf die Beine stellen, dann machen wir es gleich richtig.

Worauf mussten Sie beim Umbau speziell achten?
Uns wurde die Auflage gemacht, dass wir das äussere Erscheinungsbild nicht verändern dürfen. So haben wir beispielsweise Schindeln verwendet, die im Tal hergestellt werden. Arbeiten wie diese konnten wir zusammen mit einem Nachbarn selber ausführen, während wir bei Elektro- und Sanitäraufgaben auf Profis angewiesen waren.

Weshalb baten Sie die Schweizer Berghilfe um Unterstützung?
Wir haben in der Vergangenheit immer wieder in unseren Betrieb investiert. Als Folge davon verfügen wir über wenige Ersparnisse. Die Kosten für den Umbau konnten wir alleine nicht tragen. Gleichzeitig mussten wir schnell handeln: Hätten wir den Umbau nicht angepackt, wäre der Stall zerfallen.

Woher stammen die Gäste, die Sie jetzt bei sich begrüssen dürfen?
Oft sind es Familien aus der Schweiz aber auch aus Deutschland. Die interessieren sich sehr für den Alltag auf dem Betrieb und wollen auch mithelfen. Speziell beim Heuen nehmen wir diese Hilfe auch gerne an.

Wie erleben Sie Ihre neue Rolle als Gastgeber?
Ich finde es interessant, mit verschiedenen Leuten in Kontakt zu kommen. Man merkt auch, wie unterschiedlich die Ansprüche der Gäste sind. Einige wollen sich eher zurückziehen und die Ferien für sich geniessen. Andere helfen wie gesagt mit. Allen gemeinsam ist dafür, dass sie sich für unsere hofeigenen Produkte interessieren.

Hat sich Ihr Angebot inzwischen herumgesprochen?
Ja, die Mund-zu-Mund-Propaganda funktioniert. Einige der Gäste haben auch angekündigt, dass sie uns wieder besuchen wollen. Aber am wichtigsten ist immer noch die Webseite safiental.ch. Von dort werden regelmässig Buchungsanfragen an uns weitergeleitet.

Projektstatus: realisiert

Bilder zum Projekt

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Das Safiental lädt zum Wandern ein.
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