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Stans (Nidwalden)


Stans/NW: Auf den Hufspuren der Sbrinz-Händler

So exotisch die Säumerei in der motorisierten Gegenwart sein mag – der Nutzen für die Bergbevölkerung ist ganz konkret: Die durchreisenden Gäste beleben das lokale Gewerbe. Die Schweizer Berghilfe trägt mit einem Beitrag zur weiteren Bekanntmachung der Angebote bei, die vom Förderverein Sbrinz-Route initiiert wurden.

 

«Ihren» Weg kennen Sepp Scheuber und Werner Grossniklaus vom Förderverein Sbrinz-Route in- und auswendig. «Die Sbrinz-Route war im Mittelalter das, was die Gotthardachse heute ist», erklärt Vereinspräsident Grossniklaus, «und die Säumer, die zwischen dem Vierwaldstättersee und Domodossola in Italien pendelten, waren so etwas wie die heutigen ‹Lastwägeler›». Der lang haltbare Sbrinz war ein Exportschlager und sein Transport auf Pferderücken über die schmalste Stelle des Alpenkamms bis ins 19. Jahrhundert ein gefährliches, aber lohnendes Abenteuer. Die Faszination hält bis heute an. «2003 fand in Giswil das erste Säumerfest statt», erzählt Sepp Scheuber, der Initiant des Vereins. «Seither ist das Interesse immer mehr gewachsen.» Heute müssen sich Besucher nicht mehr aufs Zuschauen beschränken: Im gemächlichen Rhythmus der Pferde können sie die vielfältige Alpenwelt auf der geschichtsträchtigen Wanderroute hautnah erleben, am Stück oder in Etappen, Übernachtungsmöglichkeiten und ein Gepäcktransport inklusive.

Funke der Begeisterung springt

Die Etappenorte der Wanderer von heute sind die gleichen wie die der Säumer von damals. Und auch hier lebt die Geschichte weiter: In Wiler bei Innertkirchen etwa führt eine Familie schon seit Jahrhunderten die dortige Herberge! Gastronomie, Hotellerie, Gewerbe und Landwirtschaft im Berggebiet sollen entlang der Route verstärkt von den durchreisenden und übernachtenden Gästen profitieren. Deshalb hat die Schweizer Berghilfe beschlossen, das naturnahe Tourismusprojekt, das mit viel Freiwilligenarbeit seitens des Fördervereins aufgebaut wurde, für die weitere Bekanntmachung unter der Dachmarke «Kulturwege Schweiz» zu  unterstützen. Die Anstrengungen der Initianten gehen weiter. «Wir sind in ständigem Kontakt mit den Gemeinden, durch deren Gebiet die Sbrinz-Route verläuft», erklärt Sepp Scheuber. «Während unserer jährlichen Säumerwoche engagieren sich diese zum Beispiel im Rahmen von Volksfesten und machen damit nachhaltig auf sich aufmerksam. So springt der Funke der Begeisterung weiter.»


Projektstatus: realisiert

Bilder zum Projekt

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Auf den Spuren der Säumer führt die Via Sbrinz in eine vergangene Zeit.
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