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Für eine Viertelmillion gestrickt und genäht

Handgemachtes kaufen und dabei die Bergbevölkerung unterstützen? Aber klar doch: am Basar der Reformierten Kirchgemeinde Paulus in Bern.

November 2016 / 

Mehr als 30 Jahre lang haben die Frauen des Arbeitskreises der Reformierten Kirchgemeinde Paulus im Berner Länggass-Quartier gestrickt, gehäkelt, genäht und gebastelt. Das Ergebnis der Arbeit wurde am jährlichen Basar verkauft und die Einnahmen der Schweizer Berghilfe gespendet. So sind über die Jahrzehnte mehr als eine Viertelmillion Franken Spenden zusammengekommen. Aus Altersgründen hören die Frauen jetzt auf. Am Samstag, 12. November, findet von 9 bis 16 Uhr der letzte Basar statt.

Angefangen hatte alles in den 1980er Jahren mit einem Wandbehang für einen neuen Gemeinschaftsraum der Kirchgemeinde. Dutzende Freiwillige erschufen damals in Handarbeit ein riesiges Patchwork-Bild mit einem Sujet aus der Geschichte von Paulus. Als der Wandbehang fertig war, hatten viele Gefallen an der gemeinsamen Handarbeit gefunden und wollten weiterhin zusammen kreativ tätig sein. So entstand vor über 30 Jahren der erste Basar im Kirchgemeindehaus. Seither findet er jeden Herbst statt – und jedes Jahr gehen die Einnahmen an die Schweizer Berghilfe. Über die Jahre hinweg konnten so dutzende Familien aus dem Berggebiet bei wichtigen Investitionen unterstützt werden. «Ich lisme sehr gerne. Und wenn es für einen so guten Zweck ist, macht es noch mehr Spass», sagt Heidi Magnin, die seit Beginn dabei ist.

Dennoch sind die Tage des Basars gezählt. In den vergangenen Jahren wurde die Gruppe immer kleiner, fast alle Mitglieder sind über 80 Jahre alt, viele mussten aus gesundheitlichen Gründen aufhören. Weil es nun auch Ottilia Hofer, der Initiantin und Leiterin des Arbeitskreises körperlich nicht mehr so gut geht, haben die Frauen beschlossen, aufzuhören. Aber vorher findet noch ein letztes Mal der Basar statt. Am Samstag, 12. November, ist es soweit. Im Kirchgemeindehaus Paulus an der Freiestrasse 20 in Bern wird von selbstgestrickten Pullovern über Wollsocken bis hin zu Babykleidern alles Mögliche verkauft. Auch ein grosses Kuchenbuffet steht bereit. Und die Einnahmen gehen, wie jedes Jahr, an die Schweizer Berghilfe.

 
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Die Basarfrauen der Kirchgemeinde Paulus vor dem Wandbehang, mit dem vor über 30 Jahren alles angefangen hat.
Kurz vor dem letzten Basar sind die Frauen des Arbeitskreises an den letzten Vorbereitungsarbeiten. Fleissig werden Waren sortiert und Preise angeschrieben.
Im Angebot ist alles, was man stricken, häkeln oder nähen kann. Von Wollmützen...
...über Babykleider...
...bis hin zu fein gehäkelten Pullovern.
Einmal im Monat haben sich die Frauen getroffen, um gemeinsam für den Basar zu arbeiten. Dabei kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz.
Die Namen vieler Arbeitskreis-Frauen stehen auf der Rückseite des riesigen Wandbehangs, der vor mehr als 30 Jahren entstanden ist. Weil sie weiterhin zusammen kreativ tätig sein wollten, trafen sie sich weiter. So entstand die Idee für den ersten Basar.

Fotogalerie: Basar Kirchgemeinde Paulus