Barbara Seiler
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Gross raus auf Kleinformat

Ich bin immer noch völlig baff•», sagt Barbara Seiler. «Meine Illustration auf einer Briefmarke, tausendfach gedruckt und in der ganzen Schweiz in Verwendung. Unglaublich.»

März 2018 / 

Angefangen hat alles mit einem Telefonanruf. «Ein Herr von der Post war dran und hat gefragt, ob ich Lust hätte, an einem Gestaltungswettbewerb für eine Briefmarke mitzumachen», erinnert sich die junge Illustratorin. «Ja klar», antwortete sie, «aber wie sind Sie ausgerechnet auf mich gekommen?» Ganz einfach: Internet-Recherche. Den Ausschlag gegeben hat schliesslich Barbaras Herkunft. Zwei von drei Illustratoren, die für die neue Briefmarke der Schweizerischen Post mit ihren Entwürfen gegeneinander antreten dürfen, waren schon bestimmt. Einer kam aus Zürich, der andere aus Bern. «Sie wollten noch jemanden aus dem Berggebiet, sagte der Mann von der Post. Für einmal war es also ein Vorteil, im Wallis aufgewachsen zu sein und hier etwas abseits von den grossen Zentren zu arbeiten», so die gelernte Polygrafin.

An einer gemeinsamen Sitzung mit den beiden anderen Illustratoren erfuhr sie, dass die Marke für das 75-Jahr-Jubiläum  der Schweizer Berghilfe produziert werden soll. Die Berghilfe hatte sich bei der Post um eine eigene Briefmarke beworben und diese wegen ihrer nationalen Bedeutung auch zugestanden bekommen. Bezahlen muss die Stiftung dafür nichts. Barbara kannte die Berghilfe vorher nur vom Hörensagen, und in relativ kurzer Zeit musste sie sich überlegen, wie ein einziges Bild diese Organisation möglichst gut abbilden könnte. Im Miniaturformat, wohlgemerkt. «Ich wusste schnell, was ich mit meiner Illustration zeigen wollte: eine Person aus den Bergen und eine aus der Stadt, die gemeinsam etwas Verbindendes bauen. So bin ich auf die Brücke gekommen.» Von Anfang an klar war für Barbara auch, dass das kleine Format nach einem plakativen Stil rief. So liess sie also ihre feinen Bleistifte im Etui und arbeitete von Anfang an auf ihrem an den Computer angeschlossenen Zeichnungs-Pad.

Nur schon am Gestaltungswettbewerb teilnehmen zu dürfen, sei für sie ein Glücksfall gewesen, sagt Barbara. Nicht zuletzt, weil ihr Aufwand von der Post auch fair bezahlt wurde. «Im Berufsalltag eines Illustrators ist so etwas leider die Ausnahme.» Zum richtigen Volltreff•er wurde der Auftrag, als ihr Telefon erneut klingelte: Sie hatte sich mit ihrem Vorschlag gegen die zwei anderen durchgesetzt. Das bedeutete einerseits weitere gut bezahlte Arbeit für einen Sonderstempel und für eine Vignette, andererseits natürlich auch Publizität. Nicht jeder Illustrator kann seinen potenziellen Kunden eine gestaltete Briefmarke vorweisen. Das Schönste kommt für Barbara jedoch noch: In Zukunft jeden ihrer Briefe mit ihrer eigenen Marke frankieren zu können.


Die Sondermarke ist in allen Postfilialen der Schweiz und auf postshop.ch erhältlich.

 

Kommentare

Ira Nussbaumer | 22. Juni 2018 - 9:21
Guten Tag Schweizer Berghilfe Ich wollte diese schöne Jubiläums-Briefmarke besorgen. Gemäss ihren Angaben sollte sie auf postshop.ch erhältlich sein. Bedauerlicherweise ist sie dort unauffindbar. Das ist schade. Ich werde es werde es bei einer Postfiliale versuchen. Freundliche Grüsse Ira Nussbaumer
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