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Ohne Berge keine Lara

Martina Spiess hat drei Gottikinder. Jedem überweist sie pro Monat zehn Franken aufs Konto. Zehn weitere Franken gehen im Namen des Kindes an eine wohltätige Organisation. Bei Gottimädchen Lara ist es die Schweizer Berghilfe. Denn ohne die Schweizer Berge gäbe es Lara gar nicht.

September 2016 / 

Komm Gotti, wir gehen auf den Spielplatz», sagt Lara und nimmt Martina Spiess an der Hand. Fünf Minuten später lässt sich die 3-Jährige kopfüber und vor Freude kreischend von ihrem Gotti durch die Luft schwingen. Die beiden verstehen sich prima, auch wenn sie sich nicht so oft sehen, wie Martina sich das wünschen würde. Lara lebt mit ihren Eltern im luzernischen Sursee, Martina wohnt in Dietikon/ZH. «Nach der Arbeit mal kurz vorbeischauen ist leider nicht möglich», sagt sie.

Dass Martina Laras Gotti wird, stand für Laras Eltern in dem Moment fest, als sie wussten, dass sie ein Kind bekommen. Denn Lara gäbe es gar nicht ohne Martina. Und auch nicht ohne die Schweizer Berge. Angefangen hat alles damit, dass sich Martina zu ihrem 30. Geburtstag selbst ein Geschenk machte. Sie nahm sich drei Wochen frei und wanderte in 22 Etappen von Martina im Unterengadin auf den Üetliberg in Zürich. Auf jeder Etappe liess sie sich von Freunden und Verwandten begleiten. Auf der Etappe von der Punteglias- in die Muttenseehütte waren zwei von Martinas Freunden angemeldet. Zwei, die sich nicht kannten. Und die danach ein Paar wurden: Laras Eltern.

Die Berge blieben das verbindende Element zwischen Martina und Laras Eltern. Sie gingen gemeinsam Bergsteigen, machten Skitouren, kletterten zusammen. Als sich Martina dann schon vor Laras Geburt auf die Suche nach einer wohltätigen Organisation machte, die sie in Laras Namen unterstützen könnte, landete sie darum rasch bei der Berghilfe. «Schon nach einer kurzen Recherche im Internet war für mich klar: das passt.» Seither überweist sie Lara jeden Monat 10 Franken auf ihr Konto – und 10 Franken an die Berghilfe. «Ich finde das eine gute Art, etwas für mein Gottikind und gleichzeitig für die Gesellschaft zu tun», sagt sie. Und vielleicht könne sie Lara auf diese Weise sogar etwas von ihrer grossen Liebe zu den Schweizer Bergen mitgeben, sagt Martina. Obwohl: «Dafür sorgen ja eigentlich schon ihre Eltern.»

 
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Martina Spiess und ihr Gottikind Lara sind beste Freunde.
Lara bekommt von ihrem Gotti jeden Monat zehn Franken aufs Konto. Zehn weitere Franken gehen an die Schweizer Berghilfe.
Die Wahl der Berghilfe fiel Martina leicht: Ohne Schweizer Berge gäbe es Lara nicht, denn ihre Eltern haben sich auf einer Bergtour mit Martina kennengelernt.

Fotogalerie: Martina Spiess und Lara