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Spende bleibt im Weisstannental

Sie wollten, dass ihre Spende in der Region bleibt. Jetzt bleibt sie sogar im Tal.

Juni 2017 / 

Er sieht neu aus, der Stall auf der Alp Kloster im Weisstannental, das helle Holz blendet richtig in der Frühlingssonne. Er ist ja auch neu. Wegen des milden Winters konnten die Arbeiter seit dem Alpabzug im vergangenen Jahr durchgehend bauen. Und jetzt, beim Besuch im April, fehlt nur noch ein Teil der Inneneinrichtung. Bis die Alpsaison beginnt, ist alles fertig.

Einen Teil zum guten Gelingen haben auch die drei Frauen beigetragen, die breit lachend aus der Stalltüre lehnen: Barbara Tschirky, Rösli Vetsch und ­Cheiry Aggeler. Sie haben dazu aber weder Hammer noch Säge in die Hände genommen, sondern Weihnachtsdeko­ration und Kaffeekannen.

Die drei Frauen, die alle im Weisstannental leben, organisieren seit drei Jahren den traditionellen Weihnachtsmarkt in der Weisstannener Mehr-zweckhalle. An vielen Ständen gibt es Selbstgemachtes zu kaufen, und in der Kaffeestube sitzt man gemütlich zusammen. Der Anlass ist weitherum bekannt und zieht jedes Jahr Gäste auch von ausserhalb des abgeschiedenen Tals an. «Gegen 300 Besucher sind es jeweils schon, den ganzen Tag über. Das ist deutlich mehr als die komplette Bevölkerung des Tals», lacht Rösli Vetsch. Die Besucher sind nicht knausrig, und so kommt jeweils ein ansehnlicher Gewinn zusammen. Weil die drei Frauen den Anlass privat durchführen und nicht in einem Verein organisiert sind, können sie mit dem Gewinn machen, was sie wollen. Und sie wollen ihn komplett einer guten Sache zukommen lassen. Jedes Jahr wird eine andere wohltätige Organisation aus der Schweiz berücksichtigt. Vergangenen Winter war es die Schweizer Berghilfe. «Wir wünschten uns, dass das Geld in der Region bleibt», sagt Vetsch. «Und tatsächlich hatte die Berghilfe gerade ein Projekt, das nicht mal 5 Kilometer vom Mehrzweckraum entfernt lag: den neuen Stall auf der Alp Kloster.» So blieb das Geld nicht nur in der Region, sondern sogar im Tal.
 

 
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