Berglandhof
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BerglandHof

Der BerglandHof verbindet einen Landwirtschaft- und Hotelbetrieb mit einem Generationenhaus. Nach dem alten Prinzip einer Gutsgemeinschaft beteiligt sich jeder an den anfallenden Arbeiten und erhält dort Hilfe, wo er alleine nicht weiterkommt.

Juli 2019 / 

Ein Begegnungsort für Einheimische und Gäste, Bewohnerinnen und Mitarbeitende, Wanderer, Gourmets und Kulturschaffende inmitten der traumhaften Kulisse des Walliser Binntals. Kaum jemand hätte erahnt, was einst aus ihrer Wohngemeinschaft heraus entstehen würde, als sich fünf Unterländer vor rund dreissig Jahren in Ernen niederliessen. Ihr Ziel war, in der Forstwirtschaft Geld zu verdienen, um dereinst einen Hof zu kaufen. Philipp Birri mietete mit zwei befreundeten Paaren ein altes Erner Haus, zu dem ein Stück Land gehörte.

Der Gemüsegarten und eine kleine Schafherde bildeten die Grundlage für ihren biologisch-dynamischen Landwirtschaftsbetrieb. Schliesslich konnten sie immer grössere Grundstücke in Ernen übernehmen, und aus den anfangs als Hippies belächelten Aussteiger wurden Bio-Pioniere und ernstzunehmende Hersteller landwirtschaftlicher Produkte. Für zusätzlichen Rückhalt im Dorf sorgte die Heirat Philipps mit der damaligen Posthalterin Ingrid Schmid, die sich den «Bergländern» anschloss. Fast gleichzeitig begann die Wohngemeinschaft, Gäste zu beherbergen und fand darin einen neuen Betriebszweig. Ingrid hatte die Gästebetreuung im Blut und führt heute den Hotelbetrieb im Generationenhaus.

Neue und altbewährte Konzepte der Zusammenarbeit

«Wir haben erkannt, dass die demografische Entwicklung neue Arbeits- und Wohnkonzepte fordert», sagt Philipp Birri. So entstand nach jahrelanger Planung ein Neubau mit Hotelzimmern, Wohnungen, einem Restaurant und grosszügigen Verarbeitungs- und Mehrzweckräumen. Das Generationenhaus soll gerade älteren Menschen eine Möglichkeit bieten, möglichst lange aktiv an der Gesellschaft teilzunehmen. Der Agrotourismusbetrieb bietet dafür ein vielfältiges Betätigungsfeld. Der BerglandHof umfasst heute 60 Hektaren Land und beschäftigt rund 20 Personen. Ausserdem bringt das umfassende Aktivitäten- und Kulturprogramm des BerglandHofs seine Gäste mit dem lokalen Gewerbe zusammen und bietet zahlreichen Kulturschaffenden der Region eine Plattform.

Jury-Mitglied Sandra Weber: «Die Idee eines Generationenhauses wird zurzeit in vielen Gemeinden diskutiert. Die Basis für den Erfolg eines solchen Projekts liegt in der Vernetzung und dem Rückhalt in der Region, und diese hat sich der BerglandHof sorgfältig aufgebaut».

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Steckbrief

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Weitere Informationen:

 

BerglandHof

Ernen/VS

Philipp Birri

1989

11 Vollzeitzeitangestellte, 9 Teilzeitangestellte

Landwirtschafts-, Hotelbetrieb und Generationenhaus

www.berglandhof.ch

 

 
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Der BerglandHof in Ernen vereint einen Agrotourismusbetrieb mit einem Generationenhaus.
Gegründet wurde der BerglandHof von fünf Freunden aus der Zentralschweiz. Dreissig Jahre später sind die drei Gründerfamilien und ihr Betrieb ein wichtiger Bestandteil von Ernen.
Die Basis für den BerglandHof bildete ein kleiner Landwirtschaftsbetrieb, der inzwischen rund 60 Hektaren Land umfasst.
Ruedi Schweizer und Daniela Corbellini sind heute für den Bereich Landwirtschaft verantwortlich.
Daniela Corbellini organisiert unter anderem die Maultiertrekkings für die Gäste des BerglandHofs.
Seit Beginn hatten die «Bergländer» Zimmer in ihrem gemeinsamen Wohnhaus an Gäste vermietet. Es entstand die Idee eines grossen Generationenhaus mit Hotel- und Restaurantbetrieb.
Ingrid Schmid ist gebürtige Ernerin und leitet heute den Hotelbetrieb im Generationenhaus.
Vreni Stohler ist mit der Idee einer gemeinschaftlichen Wohnform fürs Alter ins Generationenhaus eingezogen. Sie arbeitet ihren Möglichkeiten entsprechend im Garten mit und hat die Bibliothek aufgebaut.
Nach dem alten Prinzip einer Gutsgemeinschaft arbeiten Jung und Alt zusammen und helfen sich gegenseitig aus. In der Landwirtschaft sind besonders viele Hände gefragt.
Klaus Leuenberger führt das hauseigene Restaurant «ErnerGarten» und wohnt mit seiner 10-jährigen Tochter im Generationenhaus.
Leuenberger: «Als Koch ist es besonders wertvoll, die Lebensmittel direkt vor dem Fenster wachsen zu sehen, frischer und saisonaler geht’s kaum.»
Verschiedene Produkte des BerglandHofs kann man direkt im eigenen Hofladen kaufen, der von bei Pia Heller geführt wird.

Fotogalerie: BerglandHof