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«Das Raclette-Mobil ist ein Renner.»

3900 Käselaibe hat Toni Holdener den Sommer über in der neuen, von der Schweizer Berghilfe mitfinanzierten Alpkäserei Pragel-Bödmeren auf der Schwyzer Seite des Pragelpasses hergestellt. In den nächsten Monaten vermarktet er seine Produkte im Tal.

August 2011 / 

Was macht ein Alpkäser in der Winterzeit?
In Muotathal habe ich auf einem Bauernhof eine Wohnung gemietet. Auf dem Hof verbringe ich mit meiner Frau und meinen beiden Kindern den Winter. Die meiste Zeit benötige ich für den Verkauf des Alpkäses. Ich gehe beispielsweise in der Region an Märkte, um meine Produkte anzubieten.

Wie arbeitsintensiv ist der Direktverkauf des Käses?
Da steckt mehr Arbeit dahinter als man denkt. Der Käse muss geschnitten, vakuumiert, etikettiert und ausgeliefert werden. Ich mache wöchentliche Touren. Wenn ich in kleinere Läden liefere, stelle ich meine Produkte auch noch selbst ins Gestell. Jede Woche gehe ich zusätzlich auf die Alp, um den Käse zu pflegen und nach Bedarf Nachschub zu holen.

Wie setzt sich Ihre Kundschaft zusammen?
Der grösste Teil geht an Coop. Das Absatzvolumen macht rund 40 Prozent meines Umsatzes aus. In der Region bediene ich etwa 15 kleinere Läden sowie rund zehn Restaurants. Zusätzlich verkaufe ich an viele Privatkunden, denen ich den Käse – manchmal bis in den Kanton Aargau – vorbeibringe. Und ich verkaufe auch ab Hof in Muotathal.

Wie wissen das die Leute?
Ich mache in der Lokalpresse Werbung, manchmal erscheint ein Artikel über mich, zusätzlich habe ich einen Prospekt hergestellt und unterhalte eine Website. In der Zwischenzeit gehen via http://www.pragelboedmeren.ch/ fast täglich Bestellungen ein.

Wie viel Käse verkaufen Sie im Winter insgesamt?
Etwa drei Viertel der hergestellten 20 Tonnen. In der kalten Jahreszeit ist Alpkäse sehr gefragt – und natürlich Raclette-Käse und Fondue-Mischungen, die ich hier in Muotathal herstelle. Etwa 2,5 Tonnen konnten wir in diesem Sommer direkt auf der Alp an Wanderer verkaufen.

Sie haben einen Anhänger zum Raclette-Mobil umgebaut. Wie funktioniert das?
Ich besuche damit private Anlässe und kann so für ganze Gruppen Raclette zubereiten. Das hat sich in der Zwischenzeit zum Renner entwickelt. Im Durchschnitt wird dieser Service zwei- bis dreimal pro Monat gebucht. Sogar der Schwyzer Kantonsrat hat mich schon gebucht.

Wie kamen Sie auf diese innovative Idee?
Das entstand aus dem Gedanken heraus, dass ich für Märkte eine attraktive Verkaufsplattform benötige. Wenn ich auf einem Markt mit meinem Mobil Halt mache, bereite ich vor Ort Raclette zu. Der feine Duft lockt die Leute an den Stand. Und während sie warten, bis ihre Portion fertig ist, kaufen sie meistens zusätzlich auch noch Alpkäse. So kann ich pro Winter rund zwei Tonnen Raclette-Käse, der sich Urwald-Schmelzer nennt, verkaufen.

Kommentare

Seiler Paola | 3. Oktober 2016 - 6:03
guten Tag ich habe Interesse an Ihrer Idee Raclette-Mobil, für einen Anlass von ca. 80-100 Personen in Horgen/ ZH, können Sie mir bitte angeben, wo ich Informationen darüber finde? besten Dank jetzt schon, freundliche Grüsse Paola Seiler
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Schweizer Berghilfe | 3. Oktober 2016 - 8:30
Grüezi Frau Seiler Am besten melden Sie sich bei Famile Holdener: 079 470 27 53 Beste Grüsse
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