Preisträger Prix Montagne 2017 Wyssen Avalanche Control
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Jetzt bewerben für den Prix Montagne 2018

Projektträger, die im Schweizer Berggebiet auf beispielhafte Weise zur ökonomischen Vielfalt und Beschäftigung beitragen, haben erneut die Chance, den mit 40 000 Franken dotierten Prix Montagne zu gewinnen. Zudem wird bereits zum zweiten Mal der Publikumspreis Prix Montagne von 20 000 Franken verliehen, der von der Schweizerischen Mobiliar gestiftet wird. Bis zum 30. April können erfolgreich umgesetzte Projekte eingereicht werden.

Bern/Adliswil, 13. März 2018 – Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) und die Schweizer Berghilfe verleihen 2018 zum achten Mal den Prix Montagne. Seit 2011 zeichnet dieser Preis Personen im Berggebiet aus, die mit ihrer wirtschaftlichen Aktivität seit mindestens drei Jahren Erfolg haben und damit zur Beschäftigungsentwicklung und Wertschöpfung in der Region beitragen. Für den mit 40 000 Franken dotierten Preis dürfen sich Trägerschaften verschiedenster Projekte bewerben, wovon die Jury unter der Leitung von Ex-Skirennfahrer Bernhard Russi sechs für den Prix Montagne 2018 nominiert. «In den letzten acht Jahren wurden 45 sehr unterschiedliche Unternehmen, Vereine und Kooperationen nominiert», sagt Bernhard Russi. «Sie alle verbindet jedoch das tatkräftige Umsetzen einer tragfähigen Idee und ein aussergewöhnliches Engagement für ihre Region.»

Der letztjährige Prix Montagne ging an die Wyssen Avalanche Control AG aus Reichenbach im Kandertal. Das Unternehmen bietet Lawinendetektionssysteme, Softwarelösungen und Dienstleistungen zur Sicherung von Verbindungsstrassen, Eisenbahnlinien oder Skipisten an. Mit der Entwicklung dieser Produkte sind in Reichenbach 13 Personen beschäftigt.

Publikumspreis Prix Montagne
Erstmals in der Geschichte des Prix Montagne wurde 2017 zusätzlich der Publikumspreis Prix Montagne verliehen, der von der Schweizerischen Mobiliar gestiftet wird. Der mit 20 000 Franken dotierte Preis konnte sich das Internationale Pfadfinderzentrum in Kandersteg sichern. Dank dem Pfadfinderzentrum bevölkern jährlich 12 000 junge Menschen das Dorf und verhelfen so vielen lokalen Gewerbetreibenden zu einem zusätzlichen Umsatz.

Preisverleihung Anfang September
Unternehmen und Organisationen aus dem Berggebiet werden nun aufgefordert, sich bis zum 30. April für den Prix Montagne zu bewerben. Sieben Jurymitglieder prüfen anschliessend die eingereichten Projekte auf ihre Wirkung auf die Wertschöpfung, Arbeitsplatz­entwicklung, Diversifikation der Wirtschaftsstrukturen in der Bergregion sowie auf deren Modellcharakter. Am 5. September findet in Bern die Preisverleihung statt, bei der aus der Reihe der Nominierten die beiden Siegerprojekte erkoren werden.

 

Prix Montagne: Die Kriterien

Für den Prix Montagne können erfolgreich umgesetzte Projekte eingereicht werden, die im Schweizer Berggebiet ihre Wir­kung entfalten. Beurteilt werden die Projekte im Wesent­lichen danach, ob sie

  • seit mindestens drei Jahren wirtschaftlich erfolgreich sind.
  • einen Beitrag zur Wertschöpfung und Beschäftigung oder zur wirtschaftlichen Vielfalt in einer Bergregion leisten.
  • das Potenzial haben, von anderen aufgenommen und weiterentwickelt zu werden (Modell­charakter).

Die Be­werbungsdossiers können ab sofort mit dem Vermerk «Prix Montagne 2018» an die Geschäftsstelle der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB), Seilerstrasse 4, Postfach, 3001 Bern, und eine digitale Kopie an info@sab.ch, gesandt werden.

 

Prix Montagne: Die acht Siegerprojekte 2011 bis 2017

Preisgewinner 2017: Wyssen Avalanche Control AG, Reichenbach / BE
Die Firma aus Reichenbach im Kandertal entwickelt hochwertige Systeme zum präventiven Sprengen von Lawinen. Mit der Herstellung dieser Produkte sind am Hauptsitz in Reichenbach insgesamt 13 Mitarbeitende beschäftigt.

Publikumspreis Prix Montagne 2017: Int. Pfadfinderzentrum, Kandersteg / BE.
Das internationale Pfadfinderzentrum beherbergt jährlich 12 000 junge Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus aller Welt, die dem 1200-Seelen-Dorf besonders in den Sommermonaten ein unerwartet internationales Flair verleihen.

Preisgewinner 2016: Gomina AG, Niederwald / VS
Die Gomina AG stellt hochpräzise Sägeblätter und Raspeln für die Knochenchirurgie her und bietet in einer Randregion 35 Mitarbeitenden eine Arbeitsstelle. Die von ihr gefertigten Präzisionsinstrumente werden an über 45 Schweizer Spitäler und in 14 Länder verkauft.

Preisgewinner 2015: Haushaltservice der Urner Bäuerinnen, Altdorf / UR
Unter dem Namen «Haushaltservice der Urner Bäuerinnen» bieten 77 Urnerinnen ausserhalb ihrer Höfe professionelle Dienstleistungen an: Sie kümmern sich um Jung und Alt, helfen bei der Hausarbeit oder beliefern Anlässe mit selbstgemachten Spezialitäten.

Preisgewinner 2014: «La Cavagne», Troistorrents / VS
La Cavagne nennt man im Dialekt des Val d’Illiez einen geflochtenen Holzkorb. Unter diesem Namen haben sich 40 Produzenten aus dem Unterwallis zusammengeschlossen und verkaufen in zwei gemeinsamen Verkaufslokalen Produkte aus der Region.

Preisgewinner 2013: Festival Musikdorf Ernen, Ernen / VS
Das Festival Musikdorf Ernen ist in den vergangenen 40 Jahren zu einem Treffpunkt von Künstlern und Musikliebhabern aus aller Welt geworden. Für das sechswöchige Literatur- und Musikfestival wurden im Jahr 2017 über 6000 Eintrittskarten verkauft.

Preisgewinner 2012: Erlebniswelt Muotathal, Muotathal / SZ
Die Erlebniswelt Muotathal GmbH bietet naturnahe und hochwertige Tourismuserlebnisse. Kernstück sind begleitete Touren mit Schlittenhunden inmitten der eindrücklichen Natur. Die Erlebniswelt Muotathal beschäftigt heute 8 Vollzeit- und über 35 Teilzeitmitarbeitende.

Preisgewinner 2011: Braugerstenanbau Gran Alpin, Tiefencastel / GR
Was mit ursprünglich 35 Bergbauern begann, ist heute ein Zusammenschluss von knapp 100 Getreideproduzenten. Die Genossenschaft Gran Alpin baut oberhalb von 1000 Meter über Meer erfolgreich Bio-Braugerste für die Bierproduktion an.

 

Prix Montagne: Die Jury

  • Bernhard Russi (Präsident), ehemaliger Skirennfahrer, Berater
  • Jean-Claude Biver, VR-Präsident Hublot SA
  • Hans Rudolf Heinimann, Professor für Forstliches Ingenieurwesen ETH Zürich
  • Peter Niederer, Vizedirektor und Ressortleiter Regionalentwicklung SAB
  • Jean-François Roth, Präsident Schweiz Tourismus
  • Sandra Weber, Gemeindepräsidentin Hasliberg BE
  • Kurt Zgraggen, Leiter Projekte und Partnerschaften Schweizer Berghilfe