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Mojolan GmbH

Mojolan bringt schnelles Internet in die Randregionen des Jurabogens. Das 2009 gegründete Kleinunternehmen hat mittels Funktechnologie inzwischen über 300 Gebäude von Unternehmen und Privatpersonen an sein Netz «Réseau rural» angeschlossen.

Juli 2019 / 

Schnelles Internet für Kunden in abgelegenen Regionen, die von den üblichen Anbietern vernachlässigt werden: Das ist das Ziel der Neuenburger Firma Mojolan. Angefangen hat alles 2005, als sich Marc-André Mojon damit zu befassen begann, wie man einen Internetanschluss via Funk weiterleiten und so gemeinsam nutzen kann. Den ersten Versuch unternahm Marc-André, indem er seine eigene Internetverbindung dem Nachbarn weiterleitete. Als Antenne diente damals eine einfache Kakaobüchse. Ihm wurde schnell klar, dass man über ein Funknetz viele Haushalte und Unternehmen mit einer schnellen Internetverbindung versorgen könnte. Nach zahlreichen weiteren Experimenten und Recherchen gründete er 2009 schliesslich die Mojolan GmbH und begann das eigene Netz «Réseau rural» aufzubauen.

Das «Réseau rural» als unverzichtbarer Service

Marc-André Mojon schätzt, dass rund 10 Prozent der Bewohner der Bergregionen des Juras über keine leistungsfähige Internetverbindung verfügen. Dies ist zunehmend ein Problem, zumal sich durch die fortschreitende Digitalisierung immer mehr Bedürfnisse und Möglichkeiten ergeben. «Personen, die sich überlegen, in die Region zu ziehen, wollen häufig als Erstes wissen, ob eine Breitband-Internetverbindung verfügbar ist», erzählt Marc-André Mojon. Besonders für Unternehmen geht heute ohne eine schnelle, zuverlässige Internetverbindung so gut wie gar nichts mehr. «Für die Standortattraktivität von Regionen oder Gemeinden ist eine zeitgemässe Infrastruktur zentral», weiss Marc-André. Mehrere Gemeinden haben sich mit dem Auftrag an seine Firma gewandt, abgelegene Ortschaften ans «Réseau rural» anzuschliessen.

In den letzten zehn Jahren hat Mojolan mehr als 300 Gebäude, die über den ganzen Jurabogen verteilt sind, an ihr Netz angeschlossen. Die Firma ist mittlerweile auf sieben Mitarbeitende angewachsen. Besonders beeindruckt hat Marc-André Mojon im Laufe der Jahre, wie solidarisch sich die Mitglieder seines Netzes zeigen. «Viele Kunden erklärten sich bereit, eine zusätzliche Antenne auf ihrem Gebäude zu installieren und so weiteren Privathaushalten oder Firmen den Netzzugang für schnelles Internet, Telefonie oder digitales Fernsehen zu ermöglichen».

Jury-Mitglied Hans-Rudolf Heinimann: «Mojolan bietet mit dem Aufbau des «Réseau rural» einen für Randregionen unentbehrlichen Service. Das Unternehmen trägt so dazu bei, dass sich die digitale Kluft zwischen Stadt und Land schliesst».

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Steckbrief

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Weitere Informationen:

 

Mojolan GmbH

Les Ponts-de-Martel/NE

Marc-André Mojon

2009

7 Mitarbeitende mit insgesamt 5 Vollzeitpensen

Breitband-Internet für Randregionen

www.mojolan.ch

 

 
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Mojolan versorgt Randregionen im Jurabogen mit schnellem Internet.
Bereits über 300 Gebäude von Unternehmen und Privaten haben sie mittels Funktechnologie an ihr Netz angeschlossen.
Jedes Gebäude erhält eine Antenne, die das Signal via Funk von der nächsten Relayantenne mit Sichtkontakt empfängt. Mit einer zusätzlichen Antenne kann das Signal zum Beispiel an Nachbarn verteilt werden.
Die Relay-Antennen funken zielgerichtet mehrere Duzend Kilometer weit. Das einzige Kriterium ist der direkte Sichtkontakt.
Strategisch gut platziert, können mit wenigen Antennen abgelegene Gebiete erschlossen werden, die von den grossen Internet-Anbietern nur schlecht abgedeckt sind.
Jürg Beck ist Betriebsleiter der Werksiedlung in Renan/BE: «Mit nur einem Anschluss konnten wir alle Gebäude, die zur Werksiedlung gehören, mit einer leistungsfähigen Internetverbindung versorgen.»
Von einem Anschluss von Mojolan konnte auch das Asylempfangszentrum in Belfond/JU profitieren.
Joël Vallat: «Vorher hatten wir bloss einen Computer mit Netzzugang. Mit der Lösung von Mojolan können sich nun alle Bewohner unabhängig übers WLAN einloggen, und so mit ihren Familien in Kontakt bleiben.»
Gründer Marc-André Mojon hat sich zum Ziel gesetzt, die digitale Kluft zwischen Stadt und Land zu schliessen.
Er gründete das Unternehmen mit Sitz in seinem Wohnort Les Ponts-de Martel im Jahr 2009.
Das Kleinunternehmen beschäftigt 7 Mitarbeitende aus der Region und stösst seit der Lancierung seines Angebots auf grosses Interesse.
Gerade für junge, spezialisierte Fachkräfte ist ein Arbeitgeber wie Mojolan eine willkommene Option zur Abwanderung in die nächst grössere Stadt.

Fotogalerie: Mojolan