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Bereit für die nächste Generation

Noch arbeitet Loïc Sprunger auf dem elterlichen Hof im Jura als Angestellter. In ein paar Jahren wird er ihn aber übernehmen. Er will wie sein Vater Ernest auf Milchkühe setzen, weil Sprungers bei der Gruyère-Käserei im Nachbardorf bald mehr Milch liefern können. Das bedeutet aber auch, dass der Stall ausgebaut werden muss. Helfen Sie mit, und sichern Sie die Zukunft des Bergbauernbetriebs.

Alle Bauern klagen über den tiefen Milchpreis. Alle Bauern? Nein, wer wie Familie Sprunger aus Montfaucon an die Gruyère-Käserei in Les Reussilles liefern kann, bekommt für die Milch immer noch einen anständigen Preis. Die Käsereigenossenschaft, die im Besitz der lokalen Bauern ist, hat die Preise nicht gesenkt, nimmt dafür aber nur so viel Milch an, wie sie in Form von Käse wieder verkaufen kann. Wer wie viel liefern darf, ist vertraglich geregelt. Hört ein Bauer auf, kann er seine Milchmenge einem Kollegen übertragen. Auf diese Weise kam Familie Sprunger aus Montfaucon kürzlich zum Recht, künftig rund einen Viertel mehr Milch an die Käserei liefern zu können.

Eine Chance, die eine grosse Familiensitzung ausgelöst hat. Denn mehr Milch liefern kann man nur, wenn man mehr Kühe hat. Und mehr Kühe brauchen mehr Platz. Und Platz ist auf dem Hof Le Gros Bois Derrière in den Franches Montagnes. Also muss gebaut werden. Das kostet Nerven, bedeutet viel Arbeit und zusätzliche Schulden. Das nimmt man nur auf sich, wenn die Zukunft des Hofs gesichert ist. Der 24-jährige Loïc, der sich zur Zeit auf die Meisterprüfung als Landwirt vorbereitet und als Angestellter auf dem elterlichen Betrieb arbeitet, versicherte seinen Eltern, dass er seine Zukunft in Le Gros Bois Derrière sieht. «Ich wollte nie etwas anderes als Bergbauer werden. Und jetzt, mit der zusätzlichen Milchmenge, spricht auch wirtschaftlich nichts mehr dagegen.» Auch seine Schwester, die 23-jährige Maëlle, möchte dem elterlichen Hof treu bleiben und den bisherigen Betriebszweig Pensionspferde mit Reitstunden und touristischen Angeboten ausbauen.

Also wurden Pläne gezeichnet, Bücher gewälzt und die Finanzen durchleuchtet. Ein Neubau des Stalls war wegen zu hohen Kosten und mangels geeignetem Bauland schnell vom Tisch. Blieb der Ausbau des bestehenden Stalls. Sinnvoll ist, auch gleich von Anbinde- zu Freilaufstall umzustellen. Das verbessert nicht nur das Tierwohl, auch die Arbeitsabläufe werden einfacher, und die Arbeit körperlich weniger streng. So wird Loïc einst mit dem gleichen Arbeitsaufwand deutlich mehr Milch produzieren können. Wenn sie bauen, kommen Sprungers um einen neuen Miststock nicht herum, da der jetzige den Gewässerschutzvorschriften nicht mehr entspricht. Das alles kostet Geld. Mehr Geld, als Sprungers haben. Trotz Einsatz des gesamten Ersparten, trotz neuer Hypotheken und viel Eigenleistung fehlten 93 000 Franken. Als die Schweizer Berghilfe ihre Unterstützung zusagte, fiel den Bergbauern ein Stein vom Herzen. Sobald der Schnee geschmolzen ist und der Frühling kommt, sollen die Bagger vorfahren.  Helfen Sie mit, den fehlenden Betrag zu sammeln und sichern Sie die Zukunft von Le Gros Bois Derrière, dem Hof hinter dem grossen Wald.