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Prix Montagne 2017: Sechs Favoriten nominiert

Bern / Adliswil, 12. Juli 2017 – Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) und die Schweizer Berghilfe verleihen zum siebten Mal den Prix Montagne. Die Jury hat sechs Projekte aus dem Berggebiet für den mit 40 000 Franken dotierten Preis nominiert. Den Prix Montagne gewinnen können Projekte und Unternehmen, die einen wichtigen Beitrag zur Wertschöpfung, Beschäftigung und wirtschaftlichen Diversifikation im Berggebiet leisten. Alle sechs nominierten Projekte haben in diesem Jahr zusätzlich die Chance, den mit 20 000 Franken dotierten Publikumspreis Prix Montagne zu gewinnen. Dieser wird von der Mobiliar gestiftet. Der Prix Montagne und der Publikumspreis Prix Montagne werden am 5. September in Bern verliehen.

Die Jury des Prix Montagne unter der Leitung des Jury-Präsidenten Bernhard Russi hat unter den 26 eingereichten Projekten sechs als Favoriten ausgewählt. Der ehemalige Skirennfahrer Bernhard Russi: „Die nominierten Projekte reichen vom bodenständigen Bergbeizli über ein internationales Pfadfinderzentrum bis hin zur Hightechfirma im Bereich Lawinenschutz.“ Die Jury nominiert nur Projekte, die den strengen Kriterien genügen; eines dieser Projekte wird den Prix Montagne gewinnen. „Die hohe Qualität und die Vielfalt der eingereichten Projekte beeindruckt mich jedes Jahr aufs Neue“, ergänzt Russi.

Feierliche Preisverleihung anfangs September in Bern

Jährlich vergeben die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) und die Schweizer Berghilfe den Prix Montagne an wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmen im Berggebiet. Diese Unternehmen sollen dank ihrem Modellcharakter andere Bergler ermutigen, zukunftsweisende Projekte in die Hand zu nehmen. Bernhard Russi: „Die Nominierten beweisen, dass es mit guten Konzepten auch fernab der Zentren möglich ist, wirtschaftlich Erfolg zu haben.“

Erstmalig Publikumspreis in der Höhe von 20 000 Franken

Zum ersten Mal haben die sechs Nominierten in diesem Jahr zusätzlich die Chance, den mit 20 000 Franken dotierten Publikumspreis Prix Montagne zu gewinnen, der von der Mobiliar gestiftet wird. Ab sofort und bis zum 20. August um Mitternacht ist es via Internet oder per Telefon und SMS möglich, unter den Nominierten für sein persönliches Lieblingsprojekt zu stimmen. Das Projekt mit den meisten Stimmen wird den Publikumspreis Prix Montagne erhalten. Beide Preise werden am Dienstag, 5. September in Bern verliehen. 

 

Prix Montagne: Die Nominierten 2017 (alphabetisch)

Buvette des Sattels, Jaun / FR (Projekt 1):
Die Buvette des Sattels befindet sich auf 1375 Meter über Meer, direkt am Fuss der Bergkette der „Gastlosen“ in den Freiburger Voralpen. Dank der Gastfreundschaft und den währschaften Speisen hat sich Ronald Moura mit seinem Team der Buvette des Sattels einen herausragenden Ruf erarbeitet.

HWR AG, St. Stephan / BE (Projekt 2):
Das 50 000 Quadratmeter grosse Areal erblickt man schon von weitem: In St. Stephan, mitten im Obersimmental, steht die HWR AG. Fast 80 Mitarbeiter stellen in diesem Holzverarbeitungs- und Verpackungsbetrieb massgefertigte Produkte her, die von verleimten Chaletdielen bis hin zu komplexen Verpackungen für die Industrie reichen.

Internationales Pfadfinderzentrum, Kandersteg / BE (Projekt 3):
Kandersteg im Berner Oberland wird besonders in den Sommermonaten zum Treffpunkt von jungen Menschen aus aller Welt. Der Grund dafür ist das Internationale Pfadfinderzentrum. Dank ihm bevölkern Tausende junge Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus aller Welt das 1200-Seelen-Dorf und verleihen ihm ein unerwartet internationales Flair.

Montagne Alternative, Orsières / VS (Projekt 4):
Nördlich des Grossen St. Bernhards, auf knapp 1500 Meter über Meer, liegt Commeire, ein Weiler oberhalb des Walliser Dorfes Orsières. Die Initianten von Montagne Alternative haben das Potenzial der wunderschönen Landschaft mit ihrer unglaublichen Ruhe erkannt und einen Ort für Erholung und Besinnung geschaffen, der jährlich Hunderte von Gästen anzieht.

Vier-Quellen-Weg im Gotthardmassiv / UR, TI, GR, VS (Projekt 5):
Seit 2012 ist die Region des Gotthardmassivs um ein touristisches Angebot reicher: Der 85 Kilometer lange Vier-Quellen-Weg auf dem Gebiet der vier Kantone Uri, Tessin, Graubünden und Wallis führt an den Quellen der vier Flüsse Rhein, Rhône, Ticino und Reuss vorbei.

Wyssen Avalanche Control AG, Reichenbach / BE (Projekt 6):
Schutz vor Lawinen für Strassen, Eisenbahn und Skipisten gewährleisten: Darum kümmert sich die Wyssen Avalanche Control AG. Mit einem speziellen Mast, der im Gelände verankert ist, werden Lawinen präventiv gesprengt. Dies geschieht ferngesteuert mit Hilfe einer eigens entwickelten Applikation für Tablet Computer und Smartphones. 

https://www.berghilfe.ch/de/prixmontagne/nominierte

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Prix Montagne: Die Kriterien

Für den Prix Montagne nominiert werden Projekte, die im Schweizer Berggebiet ihre Wirkung entfalten. Beurteilt werden die Wettbewerbsprojekte im Wesentlichen danach, ob sie

  • seit mindestens drei Jahren wirtschaftlich erfolgreich sind.
  • einen Beitrag zur Wertschöpfung und Beschäftigung oder zur wirtschaftlichen Vielfalt in einer Bergregion leisten.
  • das Potenzial haben, von Anderen aufgenommen und weiterentwickelt zu werden (Modellcharakter).
 

Prix Montagne: Die Jury

  • Bernhard Russi (Präsident), ehemaliger Skirennfahrer, Berater
  • Jean-Claude Biver, VR-Präsident Hublot SA
  • Hans Rudolf Heinimann, Professor für Forstliches Ingenieurwesen ETH Zürich
  • Peter Niederer, Ressortleiter Regionalentwicklung SAB
  • Jean-François Roth, Präsident Schweiz Tourismus
  • Sandra Weber, Gemeindepräsidentin Hasliberg BE
  • Kurt Zgraggen, Leiter Projekte und Partnerschaften Schweizer Berghilfe


Die Nominierten 2016

Bernatone Alphornbau GmbH, Habkern/BE

Heinz Tschiemer hat mit der Alphornbau Bernatone GmbH die Wertschöpfung vom Tal nach Habkern geholtIm Familienbetrieb von Heinz und Marietta Tschiemer werden Alphörner aus heimischem Holz hergestellt.


Fondazione Alpina per le Scienze della Vita, Olivone/TI

Das Labor des Ausbildungsinstituts ermöglicht jährlich 4000 Schülern und Studenten Weiterbildungen in NaturwissenschaftenHochqualifizierte Arbeitsplätze können auch im Berggebiet geschaffen werden. Das beweist die Fondazione Alpina per le Scienze della Vita (Alpine Stiftung für die Lebenswissenschaften).


Gomina AG, Niederwald/VS

Die Gomina AG, unter der Leitung von Bruno Erzinger (2. von links), ist mit 30 Mitarbeitenden die grösste Ganzjahresarbeitgeberin im Goms.Die Gomina stellt hoch präzise Sägeblätter und Raspeln für die Knochenchirurgie her und bietet in einer Randregion 30 Mitarbeitenden eine Stelle.


Hotel Piz Linard, Lavin/GR

Der Gastgeber Hans Schmid gönnt sich nur selten eine Pause und kennt seine Gäste.jpgIm Unterengadiner Dorf Lavin liegt das Hotel und Restaurant Piz Linard. Es hebt sich mit seinem speziellen Konzept, dem Einbezug lokaler Produzenten und seiner Rolle als Pulsader des 200-Seelen Dorfs von anderen Hotels ab.


Partnerschaft Belalp Bahnen AG, Gemeinde und Burgerschaft Naters, Naters/VS

Haben zusammengespannt - Thomas Schmid von der Burgerschaft Naters (links), Klaus Zurschmitten von den Belalp Bahnen und Manfred Holzer von der Gemeinde NatersIn der Feriendestination Blatten-Belalp oberhalb von Naters im Kanton Wallis läuft es. Dank der privat-öffentlichen Partnerschaft zwischen der Belalp Bahnen AG, der Gemeinde und der Burgerschaft Naters.


WarmesBett, Ilanz/GR

Die beiden Initianten von WarmesBett, Claudio Quinter (links) und Gian Derungs, konnten in Lumbrein den ersten Zweitwohnungseigentümer von ihrer Idee überzeugenWarme Betten sind das Ziel jeder Tourismusregion. In der Bündner Surselva, wo viele leerstehende Zweitwohnungen die Dorfbilder prägen, bietet die Plattform WarmesBett über 80 Wohungen und Häuser zur Miete an.

Kontakt

Schweizer Berghilfe
Anja Hammerich
Telefon 044 712 60 74
Prix Montange 2016 Alphornbläser.
Preisverleihung des Prix Montagne 2016.
Prix Montagne Jury-Präsident und Moderator der Preisverleihung Bernhard Russi.
Willy Gehriger, Stiftungsratspräsident der Schweizer Berghilfe, bei seiner Ansprache bei der Preisverleihung des Prix Montagne 2016.
Präsentation der Nominierten-Videos bei der Preisverleihung des Prix Montagne 2016.
Prix Montagne Jury-Mitglied Hans Rudolf Heinimann hält seine Laudatio.
Prix Montagne Jury-Mitglied Jean-François Roth hält seine Laudatio.
Prix Montagne Jury-Mitglied Kurt Zgraggen hält seine Laudatio.
Prix Montagne Jury-Mitglied Peter Niederer hält seine Laudatio.
Prix Montagne Jury-Mitglied Viola Amherd hält ihre Laudatio.
Publikum bei der Preisverleihung des Prix Montagne 2016.
Prix Montagne Jury-Präsident Bernhard Russi (links) und Willy Gehriger, Stiftungsratspräsident der Schweizer Berghilfe, enthüllen den Preisträger des Prix Montagne 2016.
Freude bei Prix Montagne Gewinner Bruno Erzinger (rechts) von der Gomina AG und seinem Sohn.
Prix Montagne Gewinner Bruno Erzinger von der Gomina AG.
Prix Montagne Gewinner Bruno Erzinger (rechts) und Urs Mutter (Mitte) von der Gomina AG mit Jury-Präsident Bernhard Russi.
Die Preisskulptur des Prix Montagne 2016 ist ein Abbild des Wildhuser Schafberg.
Prix Montagne Gewinner Gomina AG.
Prix Montagne Nominierte der Bernatone Alphornbau GmbH.
Prix Montagne Nominierte der Fondazione Alpina per le Science della Vita
Prix Montagne Nominierte des Hotels Piz Linard.
Prix Montagne Nominierte der Prix Montagne Nominierte Partnerschaft Belalp Bahnen, Gemeinde und Burgerschaft Naters.
Prix Montagne Nominierte von WarmesBett.
Prix Montagne Jury (von links): Kurt Zgraggen, Jean-François Roth, Peter Niederer, Viola Amherd, Bernhard Russi, Hans Rudolf Heinimann (nicht im Bild: Jean-Claude Biver).
Thomas Egger, Direktor der SAB, und Regula Straub, Geschäftsleiterin der Schweizer Berghilfe, bei der Preisverleihung des Prix Montagne 2016.
Prix Montagne Gewinner Bruno Erzinger von der Gomina AG im Fokus der Medien.

Fotogalerie: Preisverleihung Prix Montagne 2016