Internationales Pfadfinderzentrum Kandersteg
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Es gibt keine Verlierer

Die Jury des Prix Montagne nominiert nur preiswürdige Projekte. Sie alle hätten es verdient, den Preis zu gewinnen, denn sie zeigen, wie vielfältig man die Authentizität und Stärken des Berggebiets nutzen kann, um die wirtschaftlichen Lebensgrundlagen zu verbessern. Das Projekt, das durch seinen Modellcharakter und durch seinen Beitrag zur wirtschaftlichen Vielfalt am meisten überzeugt, gewinnt am Ende den Preis.

Nominierte 2013


Bergkräutertee Al Canton, Le Prese / GR

Auf der Azienda agricola biologica Al Canton im Puschlav produzieren Claudia Lazzarini und Elmo Zanetti biologische Kräutertees. Aus über 30 verschiedenen Pflanzen entstehen jährlich mehr als eine Million Beutel Tee, die an Kunden aus der ganzen Schweiz verkauft werden.
 


Schafwollladen Butia da besch, Ardez / GR

In der „Butia da besch“, im Kern des Unterengadiner Dorfes Ardez, verarbeiten und verkaufen zehn Frauen liebevoll gearbeitete Kunsthandwerke aus Schafwolle einheimischer Bauern. Dadurch trägt die Wolle wieder dazu bei, dass sich die Handwerkerinnen einen wichtigen Zusatzverdienst erwirtschaften können.
 


Center da Capricorns, Wergenstein / GR

Im Center da Capricorns in Wergenstein vereinen sich Gasthaus, Forschungsstelle und Naturpark. Durch diese Zusammenarbeit konnten sieben Arbeitsplätze im Hotel und Restaurant sowie elf Stellen für hochqualifizierte Fachkräfte erhalten und neu geschaffen werden. Das Capricorns fördert die Vernetzung regionaler und überregionaler Akteure und initiiert viele neue Projekte in der abgelegenen Gegend.
 


Festival Musikdorf Ernen, Ernen / VS

Das Festival Musikdorf Ernen ist in den letzten 40 Jahren zu einem Treffpunkt von Künstlern und Musikliebhabern aus aller Welt geworden. Während sechs Wochen finden jeweils musikalische und literarische Veranstaltungen wie die Barockwoche unter der künstlerischen Leitung von Ada Pesch oder das Schreibseminar von Donna Leon statt. Die Gäste geniessen ihren Aufenthalt im charmanten Walliser Bergdorf; letztes Jahr wurden weit über 5000 Eintrittskarten verkauft.
 


Schlitzholz-Isolationssystem Gisler, Ganterschwil / SG

Hans Gisler entwickelte in seiner Firma Gisler Holzbau in Ganterschwil im Toggenburg ein Isolationssystem aus nur einem Rohstoff – Holz. In seinem Schlitzholzsystem dient die Masse des Holzes als Wärmespeicher, während die eingeschlossene Luft isoliert. Aus einer lokalen und nachwachsenden Ressource entsteht so ein angenehmes Wohnklima.
 


Alpkäsereigenossenschaft L’Etivaz, L’Etivaz / VD

In verschiedenen Alphütten stellen die rund 70 Produzenten der Alpkäsereigenossenschaft in L’Etivaz Käse her, der mittlerweile in der ganzen Welt bekannt ist. Liebhaber des „L’Etivaz AOP“ finden sich nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Frankreich und Deutschland oder sogar in Japan.
 


Agrotourismus Familie Morier, Château-d’Oex / VD

Um die Existenz ihrer Familie in Château-d’Oex zu sichern, haben Armelle und Jean-Jacques Morier ihren Schweinestall in fünf gemütliche Gästezimmer umgebaut. Der kleine Agrotourismusbetrieb läuft gut, mittlerweile stammt die Hälfte des Einkommens aus diesem Betriebszweig. Vergangenes Jahr zählten Moriers über 1000 Übernachtungen. Der Erfolg liegt auch an der gelungenen Verbindung von Landwirtschaft und Herberge.
 


Novena Frischprodukte, Ulrichen / VS

Die Firma Novena in Ulrichen im Obergoms produziert Frischteigwaren in hoher Bio-Qualität. Dabei legen Inhaber Roman Bernegger und seine 17 Mitarbeitenden besonderen Wert auf regionale und saisonale Produkte. Die Pastaproduktion generiert von den Rohstoffen über die Produktion bis zum Verkauf Mehrwert im Berggebiet.
 


Metzgerei und Laden für Safier Produkte, Safien / GR

Die Kette vom Landwirt zum Besucher zu schliessen, das war das Ziel der Metzgerei und des Ladens im Safiental. Die 2008 eröffnete Metzgerei verarbeitet heute etwa ein Drittel des Fleisches aus der Region. Mit der Spensa entstand in Safien ein Laden, in dem Metzgerei und Bauern ihre Produkte anbieten können. So werden die Transportwege kürzer und die einheimischen Produkte können zentral im Dorf vermarktet werden.