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Kurzinformation über den Prix Montagne

Der Preis der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) und der Schweizer Berghilfe

Hintergrund und Ziel
Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) und die Schweizer Berghilfe vergeben seit 2011 jährlich den Prix Montagne. Mit dem Preis soll jeweils ein Projekt aus dem Schweizer Berggebiet ausgezeichnet werden, welches direkt oder durch seinen Modellcharakter in idealer Art zur Wertschöpfung und Beschäftigungsentwicklung im Berggebiet oder zur Diversifikation der Wirtschaftsstrukturen beiträgt. Entsprechend werden mit dem Prix Montagne primär Wertschöpfungs- und Diversifikationsprojekte ausgezeichnet. Studien, Konzepte und Infrastrukturprojekte kommen dagegen als Preisträger nicht in Frage. Ebenso wenig geht es um einen Innovationspreis, sondern um einen Preis für funktionierende, praktikable Projekte, welche Modellcharakter haben. Als Grundlage für die Projektnominierung und die Bestimmung des Preisträgers existiert ein kriterienbasiertes Beurteilungssystem für die eingereichten Projekte.
 
Ablauf der Projektnominierung und der Preisvergabe
  1. Der Prozess für die Projektnominierung und die Preisvergabe gliedert sich in folgende Schritte: 
  2. Einreichung der Projekte durch die Projektträger auf der Geschäftsstelle der SAB in Bern. Die elektronischen Formulare zur Einreichung sind hier erhältlich.
  3. Eingangsprüfung aller eingereichten Projekte anhand formaler Kriterien.
  4. Nominierung der Projekte für den Prix Montagne und Bestimmung des Preisträgers durch die Jury.
  5. Kommunikative Aufbereitung der nominierten Projekte und Kommunikation dieser Projekte durch die SAB und die Berghilfe.
  6. Verleihung der Auszeichnung an das Siegerprojekt anlässlich einer Preisverleihung.
  7. Kommunikation des Preisträgers.
Formale Kriterien für die Beurteilung 
Projekte, welche für das Verfahren zum Prix Montagne akzeptiert werden, müssen verschiedene formale Kriterien erfüllen:
 
  • Die Wirkung des Projekts fällt im Berggebiet an, der Projektträger muss dagegen nicht zwingend aus dem Berggebiet kommen. Für die Abgrenzung des Berggebiets wird auf den Perimeter der Ende 2007 ausgelaufenen Investitionshilfegesetzgebung des Bundes inkl. der beiden Regionen Oberengadin und Landschaft Davos abgestellt (IHG-Regionen). Die genaue Einteilung findet sich unter folgendem Link ab S. 8: https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19970122/200209010000/901.1.pdf
     
  • Das eingereichte Projekt ist vollständig dokumentiert. Zwingende Inhalte des Dossiers sind:
- Eine vollständig ausgefüllte Projekterfassungsmaske gemäss den Vorgaben in der Rubrik „Prix Montagne“ auf www.berghilfe.ch.
- Eine qualitative Selbstbeurteilung der Wirkungen des Projekts.
 
Diese Formulare sind zusätzlich in elektronischer Form an die Adresse info@sab.ch zu senden.
 
Weitere ergänzende Unterlagen als Beleg für die Infos im Projektbeschrieb (z.B. Jahresbericht oder Informationen zum Umsetzungsstand, Flyer) sind erwünscht und können bzw. sollen ebenfalls eingereicht werden.
 
Der Projektträger erklärt sich mit der Eingabe einverstanden, dass mit der Nominierung seines Projekts für den Prix Montagne alle Angaben aus dem Projektbeschrieb und aus der Selbstbeurteilung der Projektwirkungen für die Kommunikation verwendet werden dürfen und dass das Projekt automatisch auf www.berghilfe.ch und www.sab.ch dokumentiert wird.
 
Inhaltliche Kriterien für die Beurteilung durch die Jury des Prix Montagne
Das übergeordnete Ziel des Prix Montagne ist, die Lebensqualität der Bevölkerung im Berggebiet durch eine wirtschaftliche Stärkung und durch die Verbesserung der sozialen und kulturellen Situation zu erhalten respektive zu erhöhen (übergeordnete Ziele der SAB und der Berghilfe).
 
Die inhaltlichen Beurteilungskriterien gliedern sich in zwei wichtige Bereiche:
 
  1. Funktionierendes, praktikables Projekt mit Modellcharakter
  • Funktionierend: Das Projekt befindet sich in der operativen Umsetzung und wichtige, mit dem Projekt angestrebte Ziele sind erreicht oder deren Erreichung zeichnet sich ab.
  • Praktikabel: Das Projekt ist nachweisbar seit mindestens drei Jahren wirtschaftlich erfolgreich.
  • Modellcharakter: Die dem Projekt zugrunde liegende Idee respektive das Produkt weist ein hohes Potenzial auf, von anderen Unternehmern multipliziert oder effizient weiterentwickelt zu werden.
  1. Gewährleistung der sozialen und ökologischen Verträglichkeit (als Minimalanforderungen)
    • Die Qualität der sozialen Systeme wie regionale Netzwerke und die kulturelle Identität bleiben durch das Projekt erhalten oder werden gestärkt.
    • Die Umweltqualität bleibt durch das Projekt erhalten oder wird erhöht.
Der Anspruch an die übergeordnete Zielsetzung des Prix Montagne ist, dass das ausgezeichnete Projekt direkt oder durch seinen Modellcharakter zur Wertschöpfung und Beschäftigung im Berggebiet oder zur Diversifikation der Wirtschaftsstrukturen beitragen soll. Die ausgezeichneten Projekte sollen insofern auch relevant sein, als sie in einer Region oder einer Branche im Berggebiet zur Wertschöpfung und insbesondere zur Beschäftigung beitragen oder durch ihren Modellcharakter diese Wirkung im Berggebiet haben oder – wenn sie oft „kopiert“, sprich multipliziert, würden – haben könnten.

Die Kriterien auf einen Blick:

Für den Prix Montagne können Projekte eingereicht werden, die im Schweizer Berggebiet ihre Wirkung entfalten. Beurteilt werden die Wettbewerbsprojekte im Wesentlichen danach, ob sie
  • seit mindestens drei Jahren wirtschaftlich erfolgreich sind.
  • einen Beitrag zur Wertschöpfung und Beschäftigung oder zur wirtschaftlichen Vielfalt in einer Bergregion leisten.
  • das Potenzial haben, von Anderen aufgenommen und weiterentwickelt zu werden (Modellcharakter).