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Der Hofladen im Bahnhof

Im alten Wartsaal des Bahnhofs Trubschachen verkaufen Bauernfamilien aus der Umgebung Hand- und Hausgemachtes aus eigener Produktion.

März 2015 / 
In Trub im Emmental stellen die Bergbauern viele einzigartige Produkte her. Doch die Vermarktung ist schwierig: Für Hofläden fehlt oft die Kundschaft, die Bauernhöfe sind nur schwer erreichbar und liegen weit auseinander. Was tun? Kommt der Kunde nicht zum Hof, muss der Hof zum Kunden, sagten sich fünf Bauernfamilien. Sie machten sich auf die Suche nach einem zentralen Ort, um dort einen Laden zu eröffnen und ihre vielfältigen Produkte anzubieten. 
Im alten Wartsaal des Bahnhofs Trubschachen wurden sie fündig. «Wir haben neu gestrichen, Möbel aus der Brockenstube besorgt und den Raum richtig gemütlich und liebevoll eingerichtet», erzählt Vereinspräsident Raphael Gross stolz. Trotz viel Eigenleistung reichte das Geld für die Realisierung des «BahnHofLadens» aber nicht ganz. Nur dank einem Zustupf der Schweizer Berghilfe konnte das Projekt doch noch umgesetzt werden. Mittlerweile bieten zwölf Betriebe Hand- und Hausgemachtes aus eigener Produktion: feine Spezialitäten, aber auch selbst produzierte Kosmetika, Näh- und Strickarbeiten sowie Blumengestecke. «Unser Laden läuft schon richtig gut», freut sich Gross. An Kundschaft mangelt es nicht: Im «BahnHofLaden» kaufen nicht nur Einheimische ein, sondern auch zahlreiche Touristen, welche die nahe Kambly-Fabrik besuchen.

http://www.bahnhofladen.ch/

 

 

Kommentare

Heidi Misteli | 19. August 2015 - 14:26
Hoi zusammen Ziemlich regelmässig informiere ich mich bei der Schweizer Berghilfe über Projekte. Der Artikel über den Hofladen in Trubschachen hat mich sehr "glustig" gemacht und ich werde ganz sicher, wenn ich vorbeikomme, bei Euch mit dem grossen Portemonnaie einkaufen um Euch auf diesem Weg eine Unterstützung zu geben. Danke für Eure harte Arbeit und die guten Ideen. Liebe Grüsse Heidi
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IG SZU | 25. Juli 2016 - 13:23
Danke, dass ihr für euren Bahnhof kämpft und viel Erfolg mit eurem Hofladen. Auch wir in Langnau-Gattikon setzen uns für eine Weiterführung unseres Banhofes ein, siehe http://igszu.wordpress.ch
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Franziska Probst näht Znüniseckli. Ein Nebenerwerb, der Spass macht und Abwechslung ins Leben bringt.
Verkauft werden ihre Produkte im „BahnHofLaden“ im Bahnhofsgebäude von Trubschachen.
Dieser Laden ist sozusagen ein zentral gelegener Hofladen von vielen Bauernhöfen.
Im Trub liegen die Höfe weit verstreut, sind teils schlecht zugänglich. Da gibt es keine Laufkundschaft. Wenn die Kundschaft also nicht zum Hof kommt, dann muss der Hof zum Kunden.
Eine Gruppe von Bäuerinnen und Bauern tat sich zusammen und suchte nach einem geeigneten Ladenlokal. Im Bahnhofsgebäude von Trubschachen wurden sie fündig.
Das Angebot ist bereits wenige Monate nach Eröffnung schon sehr breit. Es gibt viel Kunsthandwerkliches, aber natürlich auch ganz viele Spezialitäten zum essen und trinken.
Der Laden ist mit viel Liebe eingerichtet worden.
An Kundschaft mangelt es nicht. Am Bahnhof Trubschachen steigen viele Touristen aus, welche die nahe Kambly-Fabrik besuchen.
Raphael Gross ist Präsident des Vereins „BahnHofLaden“, gehört aber auch zu den Produzenten.
Gross liefert neue Teesäckchen und schaut dabei auch gleich noch im Laden zum Rechten. So ist oft jemand vor Ort, beim Bezahlen setzen die Betreiber aber auf die Ehrlichkeit der Kundschaft.

Fotogalerie: Bilder zum Projekt Trubschachen/BE