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Käserei als Existenzgrundlage

Der Neubau der Käserei Stofel war eine wichtige Investition in die Zukunft: Sie bietet der Familie Stadelmann und fünf Angestellten eine Existenzgrundlage und ermöglicht 17 regionalen Bauern, dass sie auch künftig ihre Milch verkaufen können.

November 2008 / 

Der mit Holz verkleidete Neubau der Käserei Stofel liegt direkt an der Hauptstrasse zwischen Alt St. Johann und Unterwasser. Die Käserei und das helle, einladende Verkaufslokal sind seit März 2008 in Betrieb – und das mit Erfolg: Täglich liefern 17 Bauern aus der Region Kuh-, Schaf- und Ziegenmilch ab. «Im Jahr verarbeite ich über eine Million Liter frische, naturbelassene Rohmilch», erzählt der 36-jährige Käser Thomas Stadelmann. Zusammen mit seiner Frau Marianne, seinen Eltern und fünf Angestellten stellt er über 20 Käsesorten, Joghurt, Rahm, Quark und eine eigene Fondue-Mischung her. Mit dem neuen Laden ist die Kundschaft stark angewachsen.Solch gute Zeiten sind für die Käserei Stofel keine Selbstverständlichkeit. Im Jahr 2006 waren die Zukunftsaussichten düster. Die in die Jahre gekommene Käserei genügte den Hygienevorschriften nur noch knapp und die Räumlichkeiten waren zu klein. Die Behörden machten die Auflage, die Produktion stark zu senken. Das traf den Lebensnerv der Käserfamilie Stadelmann. «Es hätte bedeutet, die Angestellten entlassen zu müssen und nur noch Milch von ein paar wenigen Bauern verarbeiten zu können», macht Stadelmann klar. Diesem Schicksal wollten sich Thomas Stadelmann und seine Frau jedoch nicht tatenlos fügen. Sie entschlossen sich, die Käserei zu modernisieren, was jedoch finanziell fast nicht machbar war: «Der Beitrag der Schweizer Berghilfe ermöglichte uns den Neubau.»

Milchwirtschaft bleibt in der Region verankert

Dank dieser Unterstützung haben nun sowohl Stadelmanns als auch die Obertoggenburger Bauern weiterhin eine solide Existenzgrundlage – und zudem sind die Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Käserei gesichert. «Damit bleibt die Milchwirtschaft in unserer Region verankert. Dafür sind wir den Spendern der Schweizer Berghilfe sehr dankbar», sagt Stadelmann und ergänzt: «Die neuen Rahmenbedingungen motivieren uns weiterhin zu Höchstleistungen.» Das heisst, auch künftig innovative, neue Käsesorten herzustellen. Damit hatte der junge Käser schon in der Vergangenheit Erfolg, wie zahlreiche Auszeichnungen belegen. «Die Weichen wurden richtig gestellt», freut sich Stadelmann. «Nun haben auch unsere Söhne später die Möglichkeit, das Unternehmen weiter zu entwickeln.»


http://www.kaesereistofel.ch/

 
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