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Kräuterfrauen setzen auf Qualität

Mit dem Vertrieb ihrer beliebten Teemischungen haben die «Kräuterfrauen» bereits viel Erfahrung gesammelt. Um das Sortiment zu erweitern und quer durchs Jahr ein Einkommen zu erzielen, haben sie neu Trockengemüse in ihr Sortiment aufgenommen. «Nun sind wir in der Lage, auch im Winter vollen Einsatz zu geben», freut sich Birgit Kratt.

März 2011 / 

Die «Kräuterfrauen» investieren viel Zeit und Fleiss, um ein Sortiment von fast 60 unterschiedlichen Zutaten für Tees und Gewürze rund um die eigenen Höfe im Toggenburg heranwachsen zu lassen. Die Tatsache, dass sie fast die ganze schweisstreibende Arbeit von Hand erledigen, macht sich in der Qualität der Tees und Kräuter bemerkbar. Zu den Spitzenzeiten im August brauchen die «Kräuterfrauen» dringend zusätzliche Hände, die beim Pflücken von Birkenblättern, Holunder oder Rosenblüten mithelfen. In den Wintermonaten aber, wenn die grossen Kisten mit fertigem Blüemli-, Winterzauber- oder Höhenfeuertee prall gefüllt sind, bleibt neben dem Verpacken und Verschicken noch Zeit, für zusätzliche Wertschöpfung zu sorgen. So entstand die Idee, das Angebot auf Trockengemüse auszuweiten.

Voller Einsatz jetzt auch im Winter

Auch hier ist jede Menge Handarbeit gefragt, um die Rüebli, den Sellerie und den Lauch erst in Scheibchen oder kleine Stücke zu schneiden, bevor sie auf Blechen in den neuen Trocknungsschrank wandern. Bald ist dem Gemüse das Wasser entzogen – nicht aber die Natürlichkeit. «Unser Trockengemüse ist für die schnelle Zubereitung von Suppen gedacht», sagt Gisela Seiler. «Das passt bestens in die heutige Zeit, in der man sich trotz Alltagshektik etwas Gesundes und Gutes gönnen möchte.»Im Nebenraum, wo Yvon Mutzner und Renate Krautkrämer den Versand vorbereiten, gesellen sich zu den typischen roten Säckchen mit Tee- und Kräutermischungen nun also die bunten Farben des Trockengemüses und der Dörrbohnen. Werden die Kräuter-frauen aus dem Toggenburg nun allmählich zu «Gemüsefrauen»? Birgit Kratt schmunzelt: «Wir sind und bleiben die Toggenburger Kräuterfrauen. Aber das Trockengemüse ist für uns eine wichtige Ergänzung, die wir mit der Unterstützung der Schweizer Berghilfe in Angriff nehmen konnten», sagt sie. «Dank dem neuen Trocknungsschrank sind wir in der Lage, auch im Winter vollen Einsatz zu geben.»

http://www.kraeuterfrauen.com/index.php

Fakten-Check

Mit Raphael Jaquet,
Projektleiter Gewerbe,
Schweizer Berghilfe

 

 

Was hat Sie persönlich an diesem Projekt überzeugt?

Raphael Jaquet: Dank den Toggenburger Kräuterfrauen kann man nun in vielen Läden Dörrgemüse aus dem Schweizer Berggebiet kaufen. Vorher wurde dieses Produkt aus China importiert.

Wie haben die Gesuchstellerinnen abgeklärt, ob ein Markt für ihre Produkte besteht?

Die Kräuterfrauen haben bereits zehn Jahre vor der Investition in den Gemüsetrockner mit dem Anbau und Verkauf von Kräutern begonnen und dabei eine Marktnische besetzt. Die bisherigen Abnehmer bekundeten allesamt Interesse an zusätzlichen Produkten.

Wie setzte sich die Finanzierung des Projekts zusammen?

  • Eigene Barmittel: 73 Prozent
  • Beitrag Schweizer Berghilfe: 27 Prozent

Läuft der Betrieb heute so wie vorgesehen?

Die Investition in die Trocknungsanlage hat sich ausbezahlt. Das Team der Toggenburger Kräuterfrauen konnte erweitert werden, und die Frauen pflanzen und verarbeiten heute mehr Kräuter und Gemüse als je zuvor.

 

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