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Ohne Bienenstiche geht es nicht

Noch halten die Nidwalder Bienen Winterruhe. Schon bald werden sie sich aber schon wieder auf die Suche nach wertvollem Nektar machen. Einige davon auch von Bienenkästen aus, die im neuen Lehrbienenstand des Bienenzüchtervereins Nidwalden stehen.

März 2017 / 

Oberrickenbach im Kanton Nidwalden. Hier überwintern die 35 Bienenvölker von Brigitta und Charly Burch. Eigentlich hätten sie jetzt Winterruhe. Eigentlich, denn einmal pro Winter muss jeder Imker seine Bienen stören, um sie mit Oxalsäure, die von Natur aus zum Beispiel im Rhabarber enthalten ist, zu behandeln. Nur so lässt sich vermeiden, dass die Bienenstöcke im Sommer von der Varroa-Milbe befallen werden.

Auch wenn es zu ihrem eigenen Wohl ist, erfreut sind die Bienen nicht über die Störung. Charly, der die Waben aus dem Kasten herauszieht, während seine Frau Brigitta die Säure versprüht, hat einige Stiche davongetragen. «Damit muss man als Imker leben können», sagt er. Aber so richtig gewöhnt habe ich mich an die Stiche nie. Sie tun immer noch gleich weh wie am Anfang.»

Burchs halten seit Jahrzehnten Bienen – eine Leidenschaft, die sie von Brigittas Vater geerbt haben. Um ihr Wissen über die Imkerei weitergeben zu können und sich selbst immer auf dem Laufenden zu halten, sind die beiden Mitglieder beim Bienenzüchterverein Nidwalden. Dessen Weiterbildungen und Kurse haben bisher immer bei verschiedenen Mitgliedern stattgefunden. Was mehr schlecht als recht funktioniert hat. «Wir hatten immer zu wenig Platz, und man sah kaum etwas, wenn man nicht gerade zu den drei Personen gehörte, die zuvorderst standen. Ich fand es auch immer etwas unangenehm, mit den Bienen eines Kollegen zu hantieren und zu üben.» Darum hat sich der Verein schon lange einen eigenen Lehrbienenstand gewünscht.

Als dann in Wolfenschiessen in einem ehemaligen Pferdestall der Armee Platz frei wurde, ergriffen die Nidwalder Imker die Chance. Sie beschlossen, die Vereinskasse zu plündern und Nägel mit Köpfen zu machen. Auch verschiedene Gönner unterstützten das Projekt. Dennoch reichte es nicht ganz. Erst mit Unterstützung der Schweizer Berghilfe konnten sie sich an den geplanten Ausbau machen. Charly hat ehrenamtlich die Bauleitung übernommen und im Herbst und Winter viel Zeit auf der Baustelle verbracht. Er ist sehr zufrieden mit dem Resultat. Zwei verschiedene Arten von Bienenkästen sind je mit einer Glaswand ausgestattet und so eingebaut, dass die Imker in ihren künftigen Weiterbildungen trocken und mit guter Sicht arbeiten können. Es gibt sogar eine Trennwand mit grossen Fenstern, damit bei Führungen oder Besuchen vom Schulklassen die Zuschauer von den Bienen getrennt ist. Schliesslich reicht es ja, wenn die Imker verstochen werden. 

http://www.natuerlichnidwalden.ch/natuerlichnidwalden/index.php?option=com_content&view=article&id=121

 

 

 
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Brigitta und Charly Burch sind Imker aus Leidenschaft.
Hier in Oberrickenbach/NW halten sie 35 Bienenvölker.
In der kalten Jahreszeit halten die Bienen eigentlich Winterruhe.
Einmal pro Winter muss aber jeder Imker seine  Bienen stören, um sie mit Oxalsäure, die von Natur aus zum Beispiel im Rhabarber enthalten ist,  zu behandeln. Nur so lässt sich vermeiden, dass  die Bienenstöcke im Sommer von der Varroa-Milbe befallen werden.
Ansonsten gibt es im Winter bei den Bienen nicht  viel zu tun, und es bleibt Zeit fürs Abfüllen des  Honigs.
Eine spezielle Maschine sorgt nicht nur dafür,  dass es zügig vorwärts geht. Sie verhindert auch,  dass sich der Verarbeitungsraum in eine einzige  Leimfalle verwandelt.
Noch die Etikette drauf, und fertig ist der Honig.
Charly verkauft ihn direkt an Hotel und Restaurants in der Region.
Brigitta und Charly sind Mitglieder beim Bienenzüchterverein Nidwalden. Hier in diesem ehemaligen Pferdestall der Armee in Wolfenschiessen  konnte der Verein mit Unterstützung der Schweizer Berghilfe einen eigenen Lehrbienenstand  einrichten.
Die Bienenkästen sind hinter Glas gelegen, damit  die Zuschauer und Gäste sicher keine Bienenstiche abbekommen.
Charly hat ehrenamtlich die Bauleitung übernommen und auch selbst mit angepackt.
Eine letzte Putzaktion, und der Raum ist bereit  für den ersten Weiterbildungskurs. Hinten links  sieht man die verschiedenen Bienenkästen. Sie  stehen direkt an der Aussenwand, damit die  Bienen...
...durch einen Schlitz im Holz rein- und rausfliegen können.

Fotogalerie: Bilder zum Projekt Oberrickenbach

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