Von Allmen Mürren
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Alles Heu auf der gleichen Bühne

In Mürren gibt es nicht nur das Schilthorn und Tausende Touristen aus Asien, sondern auch den höchstgelegenen Ganzjahresbetrieb im Kanton Bern.

November 2017 / 

1800 Meter über Meer. So hoch liegt der Bergbauernbetrieb von Ruedi und Cornelia von Allmen. Erreichbar ist der Betrieb nur per Luftseilbahn. Im Winter, wenn Piste und Schlittelweg zwischen Wohnhaus und Stall hindurchführen, dienen Ski als Transportmittel. Oder der Hornschlitten. Mit diesem mussten Ruedi und Cornelia bisher die Heuballen, die in verschiedenen verstreut gelegenen Schobern untergebracht waren, durch den Schnee zum Stall ziehen, damit das Vieh genug zu Fressen hatte.

Kommenden Winter wird diese strenge und zeitraubende Arbeit erstmals nicht mehr nötig sein. Von Allmens konnten diesen Sommer ihren Stall aufstocken, um darüber mehr Lagerfläche für Heu und Stroh zu bekommen. «Wir konnten uns den Bau nur dank der Unterstützung der Berghilfe leisten», sagt Cornelia. Profitiert haben sie bereits diesen Sommer davon. «Wir müssen keine Ballen mehr pressen. Und weil man den neuen Heustock nun auch zeitgemäss belüften kann, können wir Gras einbringen, das noch nicht zu 100 Prozent trocken ist», so Ruedi. «Früher sind mir manchmal fast die Tränen gekommen, wenn das mühsam geerntete, zu Ballen verarbeitete und zig Mal umgeladene Heu trotz aller Sorgfalt verschimmelte.»
 

 
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Das ist der höchstgelegene Ganzjahres-Bauernbetrieb im Kanton Bern.  Er liegt auf 1800 Meter, oberhalb von Mürren.
Hier betreiben Cornelia und Ruedi von Allmen Rinderaufzucht.
Als Ruedi den Betrieb vor knapp zwei Jahren von seinen Eltern übernahm, reduzierte er als Erstes den Viehbestand. Jetzt kann er seine Tiere mit dem Futter versorgen, das sein Land hergibt und muss kein teures Kraftfutter mehr zukaufen.
Doch auch das eigene Heu machte ihm Sorgen. Verteilt auf verschiedene kleine Schober machte das Füttern im Winter viel unnötige Arbeit. Mit Unterstützung der Schweizer Berghilfe konnte er seinen Stall aufstocken und einen genug grossen, belüfteten Heuboden einrichten.
Gefüllt bis unters Dach ist nun alles Heu an einem Ort. Und die 25 Kühe und ihre Kälber haben den ganzen langen Winter genug zu Fressen.
«Die Kälber sind ein bisschen mein Kinder-Ersatz», lacht Corinne.
Auch Ruedi nimmt sich immer wieder Zeit, um den Kühen ein paar Streicheleinheiten zukommen zu lassen.

Fotogalerie: Von Allmen, Mürren