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Olympische Spiele und ein eigener Bauernhof

Die achtköpfige Familie von Siebenthal führt einen Bergbauernhof oberhalb von Lauenen bei Gstaad im Berner Oberland. Auch die 17-jährige Tochter Nathalie hilft auf dem Betrieb mit, wenn sie nicht gerade olympische Ziele verfolgt.

Juli 2011 / 

Nirgends fühlt sich die 17-jährige Nathalie von Siebenthal wohler und glücklicher als auf dem elterlichen Hof in Lauenen. Nur logisch ist es daher, dass sie sich entschloss, eine dreijährige Landwirtschaftslehre zu machen. Das zweite Lehrjahr verbringt sie gegenwärtig im Neuenburger Jura auf einem Hof in La Brévine. Das dritte Lehrjahr wird sie dann zu Hause in Lauenen auf 1350 m ü. M. machen können. Sie freut sich besonders auf die Arbeit im neuen Stall, der im Mai fertig geworden ist. Vorher waren die 20 Milchkühe und 20 Stück Jungvieh in vier verschiedenen, weit verstreuten Ställen untergebracht, was für die Betreuung der Tiere und das Melken sehr viel Zeit erforderte und umständlich war. Nathalies Eltern entschlossen sich vor zwei Jahren, einen neuen Stall zu bauen. Das Projekt konnte nur realisiert werden, weil die achtköpfige Familie Geld von der Schweizer Berghilfe erhielt. Um möglichst kostengünstig bauen zu können, machte der Vater so viel wie möglich selbst. Und die ganze Familie packte mit an. Jetzt sind alle Tiere direkt neben dem Wohnhaus unter einem Dach untergebracht, eine Zeitersparnis von drei Stunden täglich ist das Resultat.

Fernziel Olympia

Eigentlich darf man die Lehre nicht auf dem elterlichen Hof absolvieren. Doch im Fall von Nathalie von Siebental hat die landwirtschaftliche Organisation LOBAG eine Ausnahme gemacht. Die junge Spitzensportlerin gehört nämlich dem Swiss-Ski-Kader in der Disziplin Langlauf an. Im Februar dieses Jahres hat sie an der Jugend-Olympiade im tschechischen Liberec teilgenommen. Sie setzt alles daran, den Sprung in die Nationalmannschaft zu schaffen. Darum trainiert sie wöchentlich acht bis zehn Stunden. Dazu gehören Joggen, Rollski-Fahren und Konditionstraining. Das grosse Ziel ist es, 2018 an den Olympischen Winterspielen teilzunehmen. Dabei gilt es aber, die Arbeit auf dem Bauernhof nicht zu vernachlässigen. Doch die Gefahr ist gering: In etwa 15 Jahren möchte Nathalie den Betrieb sogar übernehmen. Dieser Plan gefällt auch ihren Eltern. Mit dem neuen Stall ist für die Zukunft des Hofes eine gute Basis gelegt.

 

Kommentare

dubois jean-pierre | 6. März 2017 - 6:30
Mach weiter so. Deine besten Tage kommen noch! Es grüsst ein grosser Fan
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