Berggastaus Forelle
Sie sind hier

Forelle ganz frisch

Aufwachen mit Blick auf den Säntis und den wunderschönen Seealpsee – im Gasthaus Forelle ist dieses Erlebnis bereits seit 1935 möglich. Zum Generationenwechsel haben Vater Rony und Sohn Daniel Fritsche das Gasthaus totalsaniert.

September 2017 / 

Ein Rundgang durch die neue «Forelle» mit Rony Fritsche dauert. Nicht, weil das Gasthaus am Seealpsee im Alpstein besonders gross wäre. Nein, Rony ist einfach begeistert vom Ergebnis des Umbaus. Und seine Begeisterung ist ansteckend. Zu jedem neuen Gerät in der Küche kann er eine Anekdote erzählen, jedes Detail der Schreinerarbeiten hat seine Geschichte, jedes Zimmer seine ganz spezielle Besonderheit. Die «Forelle» und Rony, das gehört seit 58 Jahren zusammen. Seit Ronys Geburt. Seine Eltern führten damals das 1935 eröffnete Restaurant mit einigen «Fremdenzimmern», und Rony wuchs zwischen Küche, Sonnenterrasse und Alpweiden auf. Nach der Kochlehre zog es ihn direkt zurück in den elterlichen Betrieb, den er später übernahm und bis heute führt. Jetzt steht die «Forelle» wieder vor einem Generationenwechsel. Sohn Daniel mit Ehefrau Anita steht in den Startlöchern. Sie arbeiten schon seit Längerem im Betrieb mit, übernehmen je länger je mehr Verantwortung. Die offizielle Stabübergabe steht kurz bevor.

Rony wollte seinem Sohn die «Forelle» ohne Investitionsbedarf übergeben. Aber Investitionen waren dringend nötig. Einerseits waren die Zimmer mit Etagenduschen und das Matratzenlager nicht mehr zeitgemäss und liessen sich immer schlechter vermieten, andererseits hätte auch die Feuerpolizei nicht mehr lange ein Auge zugedrückt. Und die Betriebsabläufe waren alles andere als effizient. So gab es im Restaurant zwei Buffets. Eines für drinnen, ein zweites im Keller für draussen. Beide mussten bedient sein, beide verlangten nach separaten Service-Angestellten. Dadurch gingen in den letzten Jahren die Personalkosten stetig steil nach oben – und sorgten trotz ebenfalls steigendem Umsatz dafür, dass kaum noch Gewinn übrig blieb. «Ohne Sanierung hätten wir in ein paar Jahren nur noch rote Zahlen geschrieben», sagt Rony.
In der neuen «Forelle» läuft alles viel effizienter, die zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben mehr Zeit für die Gäste. In der Küche erlauben es Rony und Daniel neue Geräte wie ein Schockfroster, in flauen Zeiten vieles vorzubereiten, ohne Qualitätsverlust zu «schocken» und in strengen Phasen wieder aufzuwärmen. «Wir müssen nicht immer alles einzeln zubereiten. Aber alles besteht aus lokalen Produkten, alles ist frisch, alles ist hausgemacht», schwärmt Rony.

Nach der Sanierung ist im ganzen Haus nun alles exakt so, wie es sich Rony immer gewünscht hat. Es brauchte den Einsatz aller verfügbaren Mittel, viel Eigenleistung, eine kräftige Erhöhung der Hypotheken und nicht zuletzt die Unterstützung durch die Schweizer Berghilfe, um das Bauprojekt zu stemmen. Zwei Winter am Stück standen Rony und Daniel jeden Tag auf der Baustelle, arbeiteten fast rund um die Uhr. Und pünktlich auf die Eröffnung der diesjährigen Sommersaison war alles fertig. Da war viel Fleiss, aber auch Glück im Spiel. Rony: «Wenn die letzten beiden Winter nicht so mild gewesen wären, hätten wir es nie rechtzeitig geschafft.»

www.gasthausforelle.ch

 

Kommentare

Eva Amsler | 21. September 2017 - 23:18
Freue mich sehr, diesen Artikle zu lesen und zu hoeren, dass die Forelle so toll restauriert wurde und in die Zukunft geht! Alles Gute!
DoubleOptIn-URL: 
3a6158284644677aa54844f1b2821ec5

Rosmarie Manser | 22. September 2017 - 17:36
Die Forelle sieht innen wie aussen super aus! Das Essen ist einfach vorzüglich!
DoubleOptIn-URL: 
ffbea6b76f1030d76deffe1ae059b752
Neuen Kommentar schreiben
Die Schweizer Berghilfe behält sich vor, Kommentare zu löschen. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende Kommentare. Über die Entscheide wird weder Rechenschaft abgelegt, noch Korrespondenz geführt.
▴ Seitenanfang
Das Berggasthaus Forelle ist ein Generationenbetrieb. Vater Rony Fritsche, Sohn Daniel und Schwiegertochter Anita teilen sich die Arbeit. Immer dabei: die kleine Lina.
Zwei Winter lang haben Fritsches am Umbau der «Forelle» garbeitet.
Von der alten Fassade ist nichts übrig geblieben.
Seit diesem Frühsommer ist endlich alles fertig, und das Berggasthaus strahlt in neuem Glanz.
Was geblieben ist: die einmalige Aussicht direkt von der Sonnenterrasse auf den Appenzeller Seealpsee.
Was geblieben ist: die einmalige Aussicht direkt von der Sonnenterrasse auf den Appenzeller Seealpsee.
...und die Zimmer. Überall wurde viel lokales Holz verbaut.
Nun, nach erfolgreichem Umbau, steht der offizielle Generationenwechsel an. Im Alltag arbeiten Rony und Sohn Daniel schon seit Jahren zusammen.
Auch Daniels Frau Anita gehört zum Team.

Fotogalerie: Berggasthaus Forelle