Marode Käserei gefährdet Zukunft

Marode Käserei gefährdet Zukunft

Die Alpgenossenschaft Hinter Trüttlisberg- und Frischenwertalp muss ihre Käserei modernisieren und die Alphütte sanieren. Doch sie verfügt wegen vorgängiger Investitionen nur über wenig Reserven. Es braucht Hilfe von aussen.


Die schöne Genossenschaftsalp auf dem Gemeindegebiet von Lauenen erstreckt sich über zwei Stafel zwischen 1600 bis auf 2000 Meter über Meer. Sechs Älpler-Familien bestossen sie aktuell, den unteren Stafel auf der Alp Hinter Trüttlisberg jeweils zu Beginn und gegen Ende der Alpsaison. Sie verarbeiten dann während fünf Wochen die Milch von rund 45 Kühen vor Ort zu feinem Alpkäse AOP und Hobelkäse AOP.

Sowohl die Alphütte wie die Käserei auf dem Unterstafel sind sehr alt und in einem schlechten Zustand. Die Laube ist starker Witterung ausgesetzt und morsch. Das Käsekessi ist längst zu klein und die Feuerung zu schwach. Aktuell müssen in der Alpsaison darum täglich bis zu 100 Liter Milch ins Tal geführt werden. Zudem sind die Arbeitsabläufe für die Alpkäser sehr anstrengend, weil die Hütte nicht ans Stromnetz angeschlossen ist. Und die Produktions- und Lagerräume entsprechen nicht mehr den Anforderungen des Lebensmittelgesetzes.

Das Projekt in Kürze

  • Alpgenossenschaft
  • Hüttensanierung
  • Lauenen/BE

Damit die seit 1917 bestossene Alp weiter betrieben werden darf, braucht es rasch ein grösseres Käsekessi und einen Ersatz für die morsche Laube. Zudem muss das Hüttendach abgedichtet werden. Im Rahmen der Sanierungsarbeiten soll auch eine Selbsttränke für die Tiere im Stall installiert werden. Die Genossenschafter haben sich damit für die minimalste Lösung entschieden, mit der sie die Alp wirtschaftlich weiter betreiben können. Doch vor einigen Jahren mussten sie bereits ihre Alphütte auf dem Oberstafel erneuern und verfügen darum nur über wenig Reserven. In dieser Situation haben sie die Schweizer Berghilfe um Unterstützung gebeten.