Unterstützung für Treuhand-Dienstleistungen

Viele Klein- und Kleinstbetriebe im Berggebiet sind hart durch die Coronakrise getroffen worden. Um diese finanziell zu entlasten, ist die Schweizer Berghilfe bereit, einen Teil der angefallenen ausserordentlichen Treuhandkosten zu übernehmen.

Führen Sie ein Kleinunternehmen im Berggebiet und haben wegen der Coronakrise Dienstleistungen Ihres Treuhandbüros in Anspruch genommen? Oder sind Sie Treuhänderin oder Treuhänder und haben ein Klein- oder Kleinstbetrieb im Berggebiet wegen der Coronakrise beraten?

Um diese Betriebe zu entlasten, übernimmt die Schweizer Berghilfe 50 Prozent der coronabedingten, bereits erfolgten Leistungen durch Treuhänderinnen und Treuhänder bis zu einer maximalen Unterstützung von CHF 5’000.-.

Sofern bereits erfolgt, werden beispielsweise folgende Leistungen von der Schweizer Berghilfe unterstützt:

  • Analyse der IST-Situation (Berechnung des wirtschaftlichen Schadens)
  • Erstellung von Planungsdokumenten (z.B. Liquiditätsplanung)
  • Unterstützung bei der Beantragung von staatlichen Hilfen

Die Unterstützung kommt direkt den Bergbetrieben zu Gute. Das Gesuch kann jedoch nur durch das Treuhandbüro des betroffenen Unternehmens eingereicht werden. Der Bergbetrieb muss folgende Kriterien erfüllen:

Haben Sie Fragen?
 Michelle Bürgi, Berghilfe Mitarbeiterin
Michelle Bürgi

Grösse und Lage

  • Der Betrieb hat zwischen einem und 50 Vollzeitäquivalenten und ist somit ein Kleinunternehmen.
  • Das Kleinunternehmen befindet sich in den Bergzonen 2, 3, 4 oder im Sömmerungsgebiet (gemäss Landwirtschaftlicher Zonen-Verordnung des Bundes).
Bergzonen
Als Richtlinie gelten die vom Bundesamt für Landwirtschaft definierten Landwirtschaftlichen Zonengrenzen. Hier finden Sie die Bergzonenkarte der gesamten Schweiz.
Karte
In welcher Bergzone liegt das Unternehmen?

Unterstützte Branchen

Diese Unterstützung konzentriert sich auf das verarbeitende Gewerbe und das Gastgewerbe (NOGA-Codes C und I gemäss Bundesamt für Statistik):

Branche C: Verarbeitendes Gewerbe / Herstellung von Waren (Käserei, Bäckerei, Schreinerei, etc.)

Branche I: Beherbergung und Gastronomie

Ausgenommen in der Branche I sind:

  • Betriebe, die den Umsatz hauptsächlich mit Gästen des alpinen Wintersports erreichen.
  • Beherbergungsbetriebe mit mehr als 50 Zimmern und
  • solche mit 4- oder 5-Sterne-Klassifikation.

Andere Branchen, welche die restlichen Kriterien erfüllen: Kontaktieren Sie die Berghilfe direkt.

Finanzielle Situation

  • Das Unternehmen wies im Jahr 2019 einen positiven operativen Cashflow aus.
  • Das Unternehmen war per 31.12.2019 nicht überschuldet (gemäss Art. 725 Abs. 2 OR).
  • Die Ertragseinbusse (Umsatz minus variable Kosten), die durch die Coronakrise verursacht wurde, beträgt über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten 20 Prozent oder mehr im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode. In begründeten Ausnahmefällen kann auch ein anderes Jahr als Referenz dienen.

Eine allfällige Unterstützung durch die Schweizer Berghilfe wäre für den Betrieb eine finanzielle Erleichterung. Die Unternehmerin oder der Unternehmer ist sich bewusst, dass es sich um Spendengelder handelt.

Möchten Sie ein Gesuch einreichen?

Sind Sie Treuhänder/Treuhänderin und haben einen Bergbetrieb aufgrund der Coronakrise unterstützt? Erfüllt der Betrieb alle unsere Kriterien? Dann füllen Sie das Formular aus und senden es an nothilfe@berghilfe.ch.

Häufige Fragen

Welcher Zeitraum gilt für die Berechnung der Ertragseinbussen?

Der Zeitraum kann frei gewählt werden und muss mindestens 6 Monate betragen. Der früheste Startzeitpunkt ist aber der 1. März 2020.

Beispiel: Das fiktive Restaurant Edelweiss musste - wie andere Betriebe während des Lockdowns - am Anfang der Frühlingssaison schliessen. Da es an einem beliebten Ausflugsziel liegt, konnte es die Ertragseinbussen im Sommer jedoch wieder Wett machen. Während des gewählten Zeitraums von 6 Monaten ab 1. März ergibt sich somit nur noch eine Ertragseinbusse von 10% im Vergleich zum Vorjahr. Das Restaurant erfüllt damit die Kriterien nicht.

Welcher Jahresabschluss muss eingereicht werden, wenn die Rechnungsperiode nicht Ende Jahr abschliesst?

Der letzte verfügbare Jahresabschluss und idealerweise ein provisorischer Abschluss per 31.12.2019.

Ist ein besonders geschädigtes Unternehmen ausserhalb der definierten Branchen auch unterstützungsfähig?

Bitte kontaktieren Sie uns für weitere Abklärungen unter michelle.buergi@berghilfe.ch.

Welche ausserordentlichen Dienstleistungen sind anrechenbar?

  • Analyse der IST-Situation (Berechnung wirtschaftlicher Schaden)
  • Erstellung von Planungsdokumenten (z.B. Liquiditätsplanung)
  • Massnahmen zu Kosteneinsparungen
  • Unterstützung bei der Beantragung von staatlichen Hilfen
  • Strategische Beratungen (z.B. neue Positionierung, Markterschliessung etc.)
  • Dienstleistungen in Zusammenhang mit stillen Sanierungen (z.B. Verhandlungen mit Gläubigern)

​Wie lange gilt diese ausserordentliche Unterstützung an Treuhandkosten?

Das Angebot läuft voraussichtlich bis Mitte 2021.