Alpensonne strahlt für Öko-Strom

Die Gemeinden im Goms werden mit Solaranlagen ausgestattet.

Nicht nur die Sonne, auch andere erneuerbare Energien sollen schon in naher Zukunft den Gommer Strommix ausmachen. Für die Platzierung von Solaranlagen und damit einen gelungenen Start der Initative «energieregionGOMS» waren Vorarbeiten notwendig, welche die Schweizer Berghilfe ermöglicht hat.

Die Kraft der Sonne für den eigenen Energiebedarf einsetzen dieses umweltfreundliche Ziel hat sich die Walliser Bergregion Goms gesetzt. Nicht von ungefähr: Die Sonneneinstrahlung ist hier bis zu 30 Prozent höher als im Mittelland. Nebst der Sonne will das Goms auch weitere erneuerbare Energiequellen wie Holz, Biogas, Wind oder Wasser nutzen, um bis im Jahr 2030 eine möglichst unabhängige Energieversorgung zu erreichen. Die 13 Gommer Gemeinden, lokale Unternehmen und Privatpersonen treiben die Initiative «energieregionGOMS» voran. Beim Projekt «Alpensonne» sind bereits handfeste Ergebnisse zu sehen: Auf grossen Gebäudedächern an drei Orten konnten die ersten Solaranlagen installiert werden, die aus «Alpensonne» Strom produzieren. Im Feriendorf Fiesch etwa ging letztes Jahr die grösste Solarstromanlage im Kanton Wallis in Betrieb. Allein die von ihr gelieferte Energie reicht aus, um 36 Haushalte zu versorgen.

Weitere Solaranlagen geplant

Bis der Absatz des neuen Stroms im Goms selber möglich ist, wird die Öko-Energie vorderhand ans Elektrizitätswerk Zürich verkauft. In diesem Jahr sollen weitere drei bis vier Solaranlagen hinzukommen, erklärt Projektleiter Dionys Hallenbarter. Doch bevor der erste Solarstrom fliessen konnte, mussten Eignung und Wirtschaftlichkeit der Standorte für die Sonnendächer sorgfältig abgeklärt werden. Die Schweizer Berghilfe hat diese Vorarbeiten ermöglicht. «Wir sind sehr dankbar dafür, denn ohne diese Grundlage hätten wir gar nicht starten können», betont Hallenbarter.

Erschienen im April 2010

Das Projekt in Kürze

  • Münster/VS