Sicherheit für das Obergoms

Die Schnelleinsatzgruppe Goms, bestehend aus Samaritern, rückt bei einem Notfall aus und leistet erste Hilfe. So wird wichtige Zeit eingespart.

Wenn man Pech hat, dauert es mehrere Stunden, bis im Obergoms nach einem Unfall eine Ambulanz kommt. Das Hochtal ist so weitläufig, dass die Notfallversorgung nicht immer rasch funktioniert. Das wollten die Einwohner nicht länger hinnehmen.

Die Samariter-Vereine der zehn Obergommser Dörfer schlossen sich zusammen und bildeten die Schnelleinsatzgruppe Goms (SEG). Diese besteht aus 13 speziell geschul-ten Samaritern, die auf die Dörfer verteilt sind. Bei Notfällen werden sie durch die 144er-Notruf-Zentrale aufgeboten. Das Konzept hat sich bewährt. «Wir mussten schon oft ausrücken», sagt Doris Garbely, welche die Einsätze koordiniert. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der SEG haben alle einen Rucksack mit den wichtigsten Utensilien auf sich. Eine grosse Tasche mit Defibrillator, Sauerstoffflasche und weiterem medizinischen Material soll dereinst in jedem Dorf stationiert sein. Die ersten dieser Taschen hat die Schweizer Berghilfe mitfinanziert und so den Start der SEG ermöglicht.

Text und Bild: Max Hugelshofer

Erschienen im Juni 2013

Das Projekt in Kürze

  • First Responder
  • Erste-Hilfe-Equipment
  • Münster/VS