Grand Tour Etappe 4: Pragelpass–Mettmen

Grand Tour Etappe 4: Pragelpass–Mettmen

Mehr hinunter als hinauf: Diese Etappe lässt einem Zeit, den schroffen Charme des Glarnerlands zu geniessen.

Bloggerin: Regula Straub

Wir wissen: Heute gibt es endlich einen anderen Start. Heute geht es vor allem abwärts. Nach dem Z’morge schwingen wir uns aufs Velo und fahren die Strecke vom Pragelpass gemütlich (Nicole) bis rasant (Peter) hinunter. Ohne jegliche Anstrengung erreichen wir den Klöntalersee. Dessen Südufer ragt mehr als 2000 Höhenmeter hinauf bis zum Gipfel des Glärnisch. Schlicht beeindruckend. Unterhalb des Klöntalersees folgen wir der Löntsch ins Tal. Wer nicht zu rasant fährt, sieht vielleicht die Busstation «Löntschtobel», wo ein kleines Weglein nur wenige Meter nach rechts zu einer alten Brücke führt. Ein lohnender Zwischenhalt. Denn von da aus sieht man weit hinunter in das Tobel.

In Riedern, und damit in der Zivilisation angelangt, geht es über Glarus nach Ennenda. Einem Abstecher zum Fabrikladen des Schoggiproduzenten Läderach können wir nicht widerstehen. Aus gutem Grund: Ab Schwanden wird es anstrengend. Wir folgen den Schildern «Mettmen» – Seilbahn. Die Strasse steigt auf 6 Kilometern um 500 Höhenmeter in einer kontinuierlichen, grad noch angenehmen Steigung. Die letzten 600 Höhenmeter zu unserem Hotel auf der Mettmenalp können wir zum Glück mit der Seilbahn überwinden.

Steckbrief

  • Kanton GL
  • Sprachregion Deutsch
  • Projekt Alpwirtschaft Mettmen
  • Kategorie Velo
  • Schwierigkeit Mittel

Tipp

Einen Tag mehr für eine Wanderung einplanen. Zum Beispiel für eine Rundwanderung zur Chärpfbrugg. Dies ist eine zur Tektonikarena Sardona gehörenden Gesteinsformation, bei der älteres Gestein auf jüngerem liegt. Etwa in der Mitte der Wanderung trifft man dabei auf die eindrückliche Höhle bei Chärpfbrugg. Die Wanderung lässt sich beliebig verkürzen. Karte siehe unten.

Im Berghotel Mettmen werden wir von Sara und Roman und ihren Mitarbeitenden herzlich in Empfang genommen und zwei Tage lang verwöhnt. Wir geniessen nicht nur hervorragende Z’morge und Nachtessen – lokale Produkte werden ungewohnt kombiniert und wunderschön angerichtet – auch das Zvieri ist immer besonders originell. Jedes noch so kleine Stückli ist ein Festschmaus für Gaumen und Augen. Besonders überrascht hat uns aber, dass unsere verschwitzten Velokleider spontan gratis gewaschen worden sind.
Berghotel Mettmen
Herzlich, einfach, gepflegt: Seit 2016 steht auf dem Platz eines alten Gasthauses ein modernes, aber doch bodenständiges und unkompliziertes Haus mit gutem Essen und Angenehmem wie Sauna, Whirlpool und der gemütlichen Hotellounge.
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