Ried–Mörel–Belalp–Riederalp

Ried–Mörel–Belalp–Riederalp

Von oben, von unten, von der Seite: Bei diesen Ausblicken auf den Aletschgletscher sollte man keine Höhenangst haben.

Bloggerin: Martina Fischli

Der wortwörtliche Höhepunkt ist gleich zu Beginn eingeplant: Ein Tandem-Gleitschirmflug über den Aletschgletscher. Drei Stunden An- und eine Luftreise später ist klar: Da geht noch mehr. Wir nutzen den Energiekick aus, um spontan nach Blatten zu wandern. Also geht’s vom Fluglandeplatz in Mörel mit der Seilbahn hoch nach Ried-Mörel.

Entlang der Riederi-Suone öffnet sich der Blick ins Simplongebirge. Später führt der Weg durch die Massaschlucht. Ausgesetzte Stellen sind gut mit einer Kette im Fels gesichert. Insgesamt gibt es so nur wenige heikle Stellen. Dann folgt ein kleiner Auf- und Abstieg durch den Wald, bevor man in Blatten bei Naters mit seinem sehenswerten, alten Dorfkern ankommt. Genug gelaufen, entscheiden wir. Und nehmen die Gondelbahn hinauf zur Belalp. Zwei flache Kilometer trennen uns noch vom historischen Hotel Belalp – und von ihm… einige Meter vom Hotel und leicht erhöht, eröffnet sich uns ein phänomenaler Blick auf den König der Schweizer Gletscher. Zusammen mit den Wolken über dem Aletschgletscher wirkt die Szenerie wie ein Gemälde. Erst rund 100 Fotos später meldet sich unser Durst und wir entscheiden uns für den Apéro auf der Terrasse. Denn bei klarer Sicht ist von hier gar der König der Berge gut zu erkennen – das Matterhorn.

Steckbrief

  • Kanton VS
  • Sprachregion Deutsch
  • Projekt Hotel Belalp
  • Kategorie Wanderung
  • Schwierigkeitsgrad Mittel

Am Gletscher haben wir uns noch nicht sattgesehen. Und so soll auch unser zweiter Wandertag an ihn heranführen. Nur wenige Gehminuten hinter dem Hotel folgt ein steiler Abstieg, die sogenannte «Steigle» hinab ins «Aletschji». Der Weg hat den Namen «UNESCO Panoramaweg» mehr als verdient, denn immer wieder eröffnet sich uns der Gletscher von seiner schönsten Seite. Dann erreichen wir eine imposante Hängebrücke: 124 Meter lang, führt sie über die 80 Meter tiefe Massaschlucht – nichts für schwache Nerven und Höhenangst. Einmal überquert, gelangt man in Kürze zum biotopartigen Grünsee, der mitten im Naturschutzgebiet liegt. Dort gönnen wir uns eine kurze Verschnaufpause und beobachten die vielen kleinen schwarzen Molche im Gewässer. Über den «Teiffe Wald» steigen wir hoch zur die Riederfurka. Der Weg ist ziemlich steil und die Schweissperlen laufen mir über die Stirn. Dann die Belohnung: der letzte Wegabschnitt verläuft durch einen feenhaften, lichten Wald mit einer eindrücklichen Artenvielfalt. Und zuoberst wartet ein feines Stück frisch gebackener Aprikosenwähe. Natürlich mit Walliser Aprikosen.

Hotel Belalp
Es liegt auf einer einmaligen Aussichtskanzel auf 2137m ü.M, inmitten des UNESCO-Weltnaturerbes Jungfrau-Aletsch: Vom 160-jährigen Hotel Belalp hat man einen atemberaubenden Ausblick auf den Grossen Aletschgletscher und über das Rhonetal bis hin zum Matterhorn.
Zum Hotel

Tourenkarte Tag 1

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Tourenkarte Tag 2

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