Erneuerbare Energien im Berggebiet

Erneuerbare Energien im Berggebiet

Unsere diesjährige Sammelkampagne steht im Zeichen erneuerbarer Energien. Die Schweizer Berghilfe fördert die Nutzung erneuerbarer Energien im Berggebiet und trägt damit zur Schaffung von Arbeitsplätzen und einer ökologisch nachhaltigen Entwicklung in den Schweizer Bergen bei.

Energie aus Mist

Wussten Sie, dass in einem einzigen Kuhfladen 0,1 Kilowattstunden Energie stecken? Damit kann ein Laptop drei Stunden oder ein effizienter Kühlschrank sechs Stunden lang betrieben werden. Die Energie von Kuhmist und anderen organischen Reststoffen nutzt zum Beispiel die Agri Bio Val SA im neuenburgischen Val de Travers. Wie genau das funktioniert, erfahren Sie im folgenden Video.

Das Beispiel von Agri Bio Val SA zeigt auf, weshalb sich die Berghilfe im Kontext erneuerbarer Energien engagiert. Die Bedeutung von Energieprojekten fürs Berggebiet ist gross:

  • Die wirtschaftliche Nutzung von lokalen Roh- und Wertstoffen wird ermöglicht.
  • Wichtige Arbeitsplätze in der Region werden geschaffen.
  • Die Wertschöpfung im Berggebiet steigt.

Im Berggebiet werden erneuerbare Energien seit jeher genutzt. Mit der Kraft von Sonne und Wasser, der Energie von Holz und Biomasse können heute auf effiziente Weise Strom und Wärme erzeugt werden.

Sonnenenerige

Viel Sonne, wenig Nebel – die Alpen sind prädestiniert für die Nutzung von Sonnenenergie. Ob Photovoltaik oder Solarthermie: Gebäude können ohne fossile Brennstoffe beheizt und mit sauberem Strom versorgt werden, was für Berglandwirtschaft und Tourismus gleichermassen interessant ist.

Holzenergie

Holz ist eine lokale und nachwachsende Energiequelle, die im Berggebiet reichlich vorhanden ist. Zudem gilt Holz als CO2-neutral, denn die gesamte Menge an Kohlendioxid, die bei der Verbrennung freigesetzt wird, hat der Baum während der Wachstumsphase aus der Atmosphäre gebunden. In Kombination mit einem Fernwärmeverbund liefern Holzschnitzelheizungen Wärme für ganze Dörfer.

Kleinwasserkraft

Mit kleinen Kraftwerken an Bächen lässt sich die Wasserkraft dezentral und ohne ökologische Nachteile nutzen. Die sogenannte
«Kleinwasserkraft» ist für entlegene Alpen besonders wichtig, denn die Grundversorgung mit Strom vereinfacht das Käsen und das Leben auf der Alp massgeblich.

Biogas

Hofdünger, Küchen- und Grünabfälle und selbst Faulschlamm aus Kläranlagen können mittels Vergärung zur Gewinnung von Methan genutzt werden. Dieses treibt Generatoren zur Stromerzeugung an, und bei raffinierten Anlagen wird die dabei entstehende Abwärme zur Aufbereitung von Warmwasser genutzt.

PDF Poster Erneuerbare Energien

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