113 478 Schritte für die Bergbevölkerung

Für sein Abschlussprojekt der Sekundarschule wanderte Julian Stäuble einen Teil der ViaRhenana. Pro erwanderten Schritt spendeten seine Sponsoren einen Betrag an die Schweizer Berghilfe. Zudem erhielt er prominente Unterstützung von Nik Hartmann als Wanderexperte.

Zum Abschluss der Sekundarschule machen Schüler häufig eine Projektarbeit, deren Thema sie frei wählen können. Für den 15-jährigen Julian Stäuble war klar: Sein Projekt sollte etwas mit der Natur zu tun haben und zugleich die Schweizer Berghilfe unterstützen. Denn mit seiner Familie verbringt er viel Zeit in den Bergen, sei es im Winter mit Skifahren oder im Sommer mit Wandern und Mountainbiken. Den Bergen fühlt er sich sehr verbunden. Ebenso nahe ist ihm der Rhein. Denn er ist direkt neben ihm aufgewachsen. Die Idee einer mehrtägigen Wanderung entlang des längsten Flusses der Schweiz lag daher nahe.

Von der Schule erhielten die Schüler den Auftrag, einen Experten zu suchen, der sie bei ihrer Arbeit unterstützt. Wer könnte beim Thema Wandern besser passen als Nik Hartmann? Dieser ist nicht nur ein bekannter TV-Wanderexperte, sondern zugleich auch Botschafter der Schweizer Berghilfe. Julian kontaktierte Nik, welcher sofort begeistert reagierte und ihn mit wertvollen Tipps für seinen Fussmarsch unterstützte – für Julian ein absolutes Highlight.

Während vier Tagen wanderte Julian einen Teil der ViaRhenana entlang, begleitet von seinem Cousin. Von Kreuzlingen am Bodensee dem Rhein entlang bis nach Eglisau. Seine Reise dokumentierte er auf seinem Instagram-Kanal «rhein_walk». Rasch gewann er Follower und Followerinnen, die ihn anspornten und virtuell begleiteten. Darunter war natürlich auch Nik Hartmann, der ihm sogar eine persönliche und motivierende Video-Botschaft hinterliess.

Für Julian besonders herausfordernd war die Organisation und Logistik im Vorfeld: Sponsoren kontaktieren, Route planen, Übernachtungsgelegenheiten suchen, Verpflegung einberechnen. Wer meint, man könne einfach draufloslaufen – weit gefehlt, es braucht so einiges an wohlüberlegter Vorbereitung.

Die Wanderung selbst verlief gut: Die Planung ging auf, das Wetter war perfekt. Es sei zwar anstrengend gewesen, aber Blasen hätte er sich keine geholt, lacht Julian. Für ihn war es das erste Mal, dass er so lange ohne seine Eltern unterwegs war. Umso schöner war dann das Nachhausekommen in Eglisau: Seine Familie bereitete ihm und seinem Cousin einen tollen Empfang mit Grillfest im Garten.

In den vier Tagen, die er unterwegs war, erwanderte Julian 113 478 Schritte. Seine Smartwatch hat das genau gemessen. Dank seines beherzten Engagements und seinen Sponsoren sind CHF 1100.– zusammengekommen, die der Schweizer Berghilfe zugutekommen.

Text: Nicole Lutz

Bilder: Alexandra Rozkosny, Julian Stäuble

Erschienen im Juni 2024
 Julian und sein Cousin halten stolz ein Schild mit der Anzahl ihrer Schritte in den Händen.