Tourismus

Tourismus

Die Berghilfe unterstützt touristische Angebote, weil sie Gäste, Arbeitplätze und Wertschöpfung ins Berggebiet bringen.
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Atemberaubende Natur, Ruhe, Bergsport: Das touristische Potenzial unserer Bergregionen ist gross. Damit die Gäste kommen, braucht es aber Übernachtungsmöglichkeiten und andere Angebote.

Ob Berghotel, Bed and Breakfast, Ferien auf dem Bauernhof, Schlafen im Stroh oder Erlebniswege: Wir unterstützen bei der Finanzierung von Projekten, die den naturnahen Tourismus fördern und damit Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Berggebiet schaffen.

Haben Sie Fragen?
Martina Fischli

Gute Chancen

Projekte mit guten Chancen auf Unterstützung

  • generieren eine Wertschöpfungswirkung in der Region und schaffen oder erhalten Arbeitsplätze.
  • machen Bergregionen attraktiver und führen dazu, dass Gäste die Angebote nutzen, länger bleiben und wiederkommen.
  • schliessen mit einer erfolgversprechenden Idee eine Marktlücke.
  • positionieren die Region mit einem typischen Thema und sind regional gut eingebettet.
  • liegen abseits von touristischen Zentren.

Geringe Chancen

Projekte mit geringen Chancen auf Unterstützung

  • zielen darauf ab, laufende Betriebskosten zu decken oder im Marketing Kommunikations- und Distributionsmassnahmen zu finanzieren.
  • sind Beherbergungsbetriebe mit 4- oder 5-Sterne-Klassifikation oder mehr als 50 Zimmern.
  • sind Gruppenunterkünfte, Ferienwohnungen und -häuser mit geringer direkter Wertschöpfung oder mit über 100 Betten.
  • sind Berghütten im Eigentum einer national tätigen Organisation.
  • sind Attraktionen ohne offensichtlichen Bezug zur Natur und Kultur.
  • machen den Umsatz hauptsächlich mit Gästen des alpinen Wintersports.

Gesuch einreichen

Laden Sie das untenstehende Gesuchsformular herunter und schicken Sie es uns ausgefüllt und mit den erforderlichen Beilagen per E-Mail oder Post zu.

Allgemeines Gesuchsformular

Fragekatalog Businessplan

Besteht eine Einkommens- und Vermögenslimite für Gesuchsteller?

Grundsätzlich gibt es keine fixen Limiten und somit kein generelles Kriterium in dieser Hinsicht. Jedoch wird die gesamte finanzielle und betriebliche Situation bei einer Prüfung berücksichtigt. Die Berghilfe unterstützt nur Projekte, bei denen die finanzielle Notwendigkeit einer Unterstützung gegeben ist.

In welchen Fällen leistet die Berghilfe grundsätzlich keine Unterstützung?

Die Schweizer Berghilfe leistet grundsätzlich keine Unterstützung, wenn ein Projekt bereits beendet ist. Solche Projekte werden nur in Ausnahmefällen nach Bau-/Projektabschluss geprüft, wenn eine wesentliche Projektänderung oder Kostenüberschreitung vorliegt sowie bei höherer Gewalt.

Nicht unterstützt werden Projekte, die auf die Deckung laufender Betriebskosten oder eine Schuldensanierung abzielen.

Ebenfalls nicht unterstützt werden Projekte von nationalen Spendenorganisationen oder deren kantonalen Sektionen.

Leistet die Schweizer Berghilfe auch eine Unterstützung in Form eines Darlehens?

Die Schweizer Berghilfe vergibt keine Darlehen, sondern leistet Unterstützung mit A-fonds-perdu-Beiträgen. Landwirtschaftliche Betriebe können sich für Bürgschaften von verzinslichen Darlehen an die Schweizerische Bäuerliche Bürgschaftsgenossenschaft in Brugg wenden. Gewerbliche Betriebe kontaktieren die zuständigen gewerblichen Bürgschaftsgenossenschaften.

Leistet die Schweizer Berghilfe Unterstützung in Fällen ungenügender Grundversorgung im Fernmeldebereich?

Nein, weil die Berghilfe grundsätzlich keine Unterstützung an staatliche Aufgabenbereiche leistet. Die Grundversorgung im Fernmeldebereich beträgt für den Internetzugang 3000/300 kbit/s als eine minimale Übertragungsrate. Die Grundversorgungskonzession verpflichtet die Swisscom diese Leistung für jeden Anschluss zu erbringen.

Sollen Gesuche bei mehreren Hilfswerken eingereicht werden, die sich für die Berggebiete einsetzen?

Nein. Es ist nicht sinnvoll, wenn mehrere gemeinnützige Organisationen einen Prüfungsaufwand für das gleiche Projekt betreiben. Deshalb sprechen sich die Patenschaft für Berggemeinden, die Coop Patenschaft für Berggebiete und die Schweizer Berghilfe bei Mehrfacheinreichungen untereinander ab, welche Organisation die Anfrage prüfen soll. Darüber hinaus macht es auch Sinn, bei Folgeinvestitionen oder Kostenüberschreitungen wieder auf die gleiche Organisation zuzugehen, da diese den jeweiligen Betrieb und die Vorgeschichte bereits kennt.

Unterstützt die Schweizer Berghilfe bei der Vermarktung agrotouristischer Angebote?

Die Schweizer Berghilfe berichtet auf ihren Kommunikationskanälen über ausgewählte agrotouristische Projekte, die sie finanziell unterstützt hat. Darüber hinaus trägt sie jedoch nicht zu Marketing-, Kommunikations- und Distributionsmassnahmen bei und vermittelt auch keine Kunden an agrotouristische Angebote. Ansprechpartner für solche Anliegen ist Agrotourismus Schweiz: myfarm.ch/de/kontakt.

Unterstützt die Schweizer Berghilfe Wohnbauprojekte?

Die Schweizer Berghilfe unterstützt ausschliesslich Investitionen in kostengünstigen, landwirtschaftlich betriebsnotwendigen Wohnraum.

Warum verlangt die Schweizer Berghilfe einen Businessplan?

Businesspläne haben das Ziel, die Geschäftsidee vorzustellen, um beispielsweise die Finanzierung zu sichern. Sie sind für die Schweizer Berghilfe eine wichtige Grundlage für die Beurteilung des Vorhabens. Mit dem Businessplan beweisen Sie als Projektträger, dass Sie die Kompetenz besitzen, die geplante Geschäftstätigkeit erfolgreich umzusetzen. Der Businessplan klärt dabei umfassend zentrale Aspekte des Projekts und zeigt damit die Projektperspektiven für die nächsten drei bis fünf Jahre auf.

Die Berghilfe verlangt für Projekte ab einem Investitionsvolumen von 75'000 Franken zwingend einen Businessplan, oder im Fall von landwirtschaftlichen Projekten einen Betriebsvoranschlag. Bezüglich Form des Businessplan macht die Berghilfe keine Vorgaben. Im Fragenkatalog Businessplan haben wir Fragen zusammengestellt, die wir für zentral erachten und die Ihnen als Vorlage dienen können.

Falls Sie fachliche Unterstützung bei der Erstellung eines Businessplans benötigen, können wir Ihnen eine Fachkraft unserer Partnerorganisation Adlatus vermitteln.

Was ist die Grundvoraussetzung, damit ein Unterstützungsgesuch eingereicht werden kann?

Das Projekt muss im Schweizer Berggebiet liegen, das heisst, in einer der Bergzonen 1-4 oder im Sömmerungsgebiet, gemäss der Definition des Bundesamtes für Landwirtschaft.

Wer hat gute Chancen auf Unterstützung?

Die Schweizer Berghilfe hilft privatwirtschaftlichen Initiativen im Berggebiet, die etwas bewegen und die Wertschöpfung steigern wollen. Wir unterstützen Klein- und Kleinstunternehmen, also solche mit weniger als 50 Vollzeitäquivalenten.

Wie hoch fällt der Berghilfe-Beitrag aus?

Dazu gibt es keine allgemeingültige Regel, weil die Berghilfe bedarfsgerecht unterstützt. Besteht nach Einbringen von Eigenleistung (Eigenmittel, Arbeit, Material) sowie Ausschöpfen einer tragbaren Fremdfinanzierung (öffentliche Investitionshilfen, Bank- und weitere Darlehen) ein Fehlbetrag, so prüft die Berghilfe die Übernahme dieser Restkosten.

Wie hoch müssen die vom Gesuchsteller eingesetzten Eigenmittel sein?

Das finanzielle Engagement der Projektträgerschaft ist zwingend, weil die Berghilfe die Spendengelder bedarfsgerecht einsetzt. Wie hoch der Eigenmittelbeitrag im Einzelfall ist, hängt vom jeweiligen Projekt sowie der betrieblichen Situation und finanziellen Ausgangslage der Projektträgerschaft ab.