«Ohne WLAN geht es nicht mehr»

«Ohne WLAN geht es nicht mehr»

Die Schweizer Berghilfe lanciert ein Förderprogramm zur Einrichtung und Verbesserung von WLAN in kleinen Hotels, Gasthäusern und Pensionen in den Bergen. Zum Beispiel im Hotel Helvetia in Müstair.

Die Schweizer Berghilfe lanciert ein Förderprogramm zur Einrichtung und Verbesserung von WLAN in kleinen Hotels, Gasthäusern und Pensionen in den Bergen. Zum Beispiel im Hotel Helvetia in Müstair.

Es gibt eine Frage, die Anita Grond von ihren Gästen mit Abstand am meisten zu hören bekommt, wenn diese ins Hotel Helvetia im Münstertal einchecken. Es ist nicht die nach den schönsten Ausflügen, nach dem besten Hofladen oder der
eindrücklichsten Wanderung. Es ist die nach den Zugangsdaten zum WLAN. «Ohne WLAN geht es heutzutage einfach nicht mehr», sagt die Gastgeberin. Sie steht mit dieser Erkenntnis nicht allein. Gerade Besucher aus dem Ausland machen die Verfügbarkeit eines freien Internetzugangs je länger je mehr zur Voraussetzung für eine Buchung. Seit Beginn des Jahres gehört ein Gäste-WLAN sogar offiziell zu den Mindestanforderungen für eine Sternebewertung. Auch ein Ein-Sterne-Hotel kommt dann nicht mehrdarum herum, seinen Gästen diesen Service zu bieten.

Wer konkurrenzfähig bleiben will, muss also jetzt investieren. Für viele Betriebe, gerade in eher strukturschwachen Gegenden abseits der grossen Touristenströme, sind diese Kosten aber nur schwer zu stemmen. Besonders mitten in der Coronakrise. Also hat die Schweizer Berghilfe beschlossen, unkompliziert Hilfe zu leisten. Sie fördert den Auf- und Ausbau von Gäste-WLAN mit 50 Prozent der anfallenden Kosten, bis maximal 10 000 Franken pro Betrieb. Dies gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2020.

Diese Unterstützung in Anspruch genommen hat auch das Hotel Helvetia. Zwar gibt es dort schon seit mehreren Jahren ein Gäste-WLAN. Aber das System war in die Jahre gekommen und fiel immer öfter aus. Eine Investition in der Höhe von mehreren Tausend Franken war unumgänglich. Anita Grond: «Wir sind sehr froh, dass wir diese Kosten nicht alleine tragen
mussten.»

Text und Bilder: Max Hugelshofer

Erschienen im März 2021
 Anita Grond vom Hotel Helvetia
Anita Grond