«Hier», sagt Jean-Maurice Rasper und deutet aus dem Autofenster. «Genau hier fängt für mich das Val-de-Travers an.» Nach der letzten Rechtskurve hat sich in der Ferne zum ersten Mal der Creux du Van gezeigt, bald verschwindet die Strasse in einem langen Tunnel. «Früher kannte ich das Tal praktisch nicht, heute fühle ich mich schon fast ein bisschen daheim, wenn ich hierherkomme.»
Jean-Maurice ist seit sechs Jahren ehrenamtlicher Experte bei der Schweizer Berghilfe. Das heisst: Er ist derjenige, der ins Auto steigt, sobald Gesuche aus dem Neuenburger Jura eingegangen und auf der Geschäftsstelle in Adliswil auf ihre grundsätzliche Unterstützungsfähigkeit überprüft worden sind.
Dann begibt er sich vor Ort, spricht mit den Gesuchstellerinnen und Gesuchstellern, schaut sich den betreffenden Betrieb oder den Bauernhof an und schreibt einen Bericht, in dem er eine Empfehlung abgibt, ob und mit wie viel Geld das Projekt unterstützt werden soll. Dabei stützt er sich auf das, was er vor Ort sieht, aber auch auf viele Zahlen. «Wer von der Schweizer Berghilfe Geld will, muss in finanzieller Hinsicht die Hosen runterlassen», sagt er. Steuererklärungen, Buchhaltung, Business-Plan, alles sieht er sich genau an.