Im Stroh wohnen

Im Stroh wohnen

Unterstützen Sie jetzt Familie Buchli in Safien Platz/GR.

Im 350-jährigen Bauernhaus von Familie Buchli ist es im Winter so kalt, dass es am Morgen in den Schlafzimmern Eisblumen an den Fenstern hat. Gerade mit kleinen Kindern ist das nicht sehr angenehm. Abhilfe verspricht ein moderner Anbau in einer aussergewöhnlichen Bauweise.

Sie habe sich damals nach ihrem Einzug in Simons Elternhaus schnell an die Kälte gewöhnt, sagt Anita Buchli. Doch mit der Geburt von Tochter Lara änderte sich alles. «Bei sich selbst redet man es sich als Beitrag zur Abhärtung schön, wenn man sich im Bad den Hintern abfriert oder wenn es nachts dermassen durchs Schlafzimmer zieht, dass an den Fenstern Eisblumen wachsen. Aber für die Kinder will man so etwas nicht.» Also schaltete Anita immer öfter ein Elektro-Öfeli an, um der gröbsten Kälte entgegenzuwirken. Und die Praktikanten aus dem Unterland taten es ihr in ihren kaum isolierten Zimmern natürlich gleich. Mit dem Resultat, dass die Stromkosten durch die Decke gingen. Nicht nur ein ökologischer Unsinn, sondern auch finanziell belastend für die Bergbauernfamilie. Sie hält Spiegelschafe, eine Pro-Specie-Rara-Rasse, und vermarktet das Bio-Fleisch ihrer Lämmer direkt.

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Das 350-jährige Walserhaus abzureissen oder komplett zu sanieren, kam für Buchlis nicht in Frage. Zu viele Erinnerungen hängen daran, zu viel Geschichte. Aber aus dem ehemaligen Schweinestall, der ans Haus angebaut ist, aus dem könnte man doch etwas machen. Lange haben Buchlis überlegt, sich schlau gemacht, Ideen gesponnen und wieder verworfen. Herausgekommen ist der Plan, den Anbau abzureissen und durch ein Strohballenhaus zu ersetzen. Bei dieser Bauweise wird das Haus mit grossen Strohquadern rundum eingepackt, was eine sehr gute Wärmedämmung ermöglicht. Im neuen Bereich werden künftig die warmen Räume für Essen, Wohnen und Kochen untergebracht sein. Im alten Gebäude können dann die mit dem Kachelofen heizbaren Räume fürs Schlafen genutzt werden. Teil des Projekts ist eine Photovoltaikanlage an und auf dem Schafstall. «Damit können wir den Strom, den wir auf dem Hof und im Haus brauchen, komplett selbst herstellen», so Simon Buchli.

Gebaut werden soll im kommenden Frühling, sobald der Schnee weg ist. Ganz reichten die Mittel von Familie Buchli nicht. Die Schweizer Berghilfe hat Unterstützung im Umfang von 40’000 Franken zugesichert. 30’000 Franken fehlen noch. Helfen Sie mit, diesen Betrag zu sammeln.

Mehr Infos: bio-lammfleisch.ch

Text: Max Hugelshofer

Bilder und Video: Max Hugelshofer

Erschienen im
 Der kleine Noah hilft im Garten mit