Die Seilbahn auf die ruhige Seite der Rigi

Oberhalb von Gersau versteckt sich ein kleines Juwel. Burggeist nennt sich die ruhige Seite der Rigi, die mit einem kleinen Seilbähnli erreichbar ist. Allerdings entspricht dieses nicht mehr den Vorschriften. Damit es für den sanften Tourismus und für die Landwirtschaft erhalten werden kann, muss es aufwändig saniert werden.

«Hier oben kommt man noch ins Gespräch mit den Leuten. Das gefällt mir», sagt Walti Camenzind. Der Pensionär verdient sich ein, zwei Mal pro Woche ein Sackgeld zur Rente dazu, indem er die Seilbahn Burggeist bedient und zum Rechten schaut. Nächstes Jahr wird er viel weniger im Einsatz stehen. Dann soll die Bahn nämlich vollautomatisch fahren können, rund um die Uhr und in Selbstbedienung. Dennoch freut sich Walti auf die anstehende Sanierung der Seilbahn: «Es ist schon gut, dass etwas unternommen wird. Nur so kann die Bahn erhalten werden.»

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Der Bruggeist ist ein markanter Nagelfluhfelsen, der ein bisschen «gfürchig» aussah. Er hat dem Gebiet seinen Namen gegeben und ist heute das Naherholungsgebiet von Gersau am Vierwaldstättersee. Aber auch eine Gegend, in der Land- und Alpwirtschaft betrieben wird und wo einige private Ferienhäuser stehen. Seit 65 Jahren ist dieser ruhige und ursprüngliche Teil der Rigi mit der kleinen Achter-Gondel erschlossen.

Technisch wurde in dieser Zeit kaum etwas modernisiert. Im kommenden Herbst nun läuft die Betriebsbewilligung aus, und ohne Totalsanierung kann sie nicht erneuert werden. Die Sanierung steht im nächsten Frühling an. Dabei soll der Charakter des kleinen Bähnli erhalten bleiben. «Die neue Bahn hat die genau gleiche Streckenführung und ebenfalls zwei Achterkabinen», sagt Markus Camenzind vom Verwaltungsrat. «Eigentlich bleibt bis auf den möglichen Selbstbedienungsbetrieb alles gleich – einfach technisch auf der Höhe der Zeit und zukunftssicher.»

Trotzdem ist das Projekt ein ziemlicher Hosenlupf für die Burggeist AG. Ihr gehören nicht nur die Bahn und das Restaurant oben bei der Bergstation. Sie unterhält auch die Wanderwege und betreibt im Winter ein ganz kleines Skigebiet für Familien. Mit eigenen Mitteln ist die Investition für die AG, die nicht gewinnorientiert ist und deren Verwaltungsräte alle unentgeltlich arbeiten, nicht zu stemmen.

Die Schweizer Berghilfe hat deshalb Unterstützung in der Höhe von 120 000 Franken zugesagt. 100 000 Franken haben wir bereits. Helfen Sie mit, die fehlenden 20 000 Franken zu sammeln.

 

Text und Video: Max Hugelshofer
Bilder: Max Hugelshofer und Karin Kupper

Erschienen im Juni 2026