Endlich ein Dach über dem Kopf beim Arbeiten

Aus dem Jahre 1903 stammt die Sägerei von Marcus Dalbert in Luven in der Surselva. Eine Renovation ist dringend nötig. Vor allem, weil an allen Ecken und Enden Platz fehlt. Die Produktion von Zaunpfählen findet draussen unter freiem Himmel statt. Und im Winter steht eine Zwangspause an.

«Es ist schon seit Jahrzehnten mein Traum, hier endlich umbauen zu können», sagt Marcus Dalbert. «Ein ewiges Hin und Her» sei es gewesen. Schon zu Zeiten, als noch sein Vater die Sägerei geführt hatte. Verschiedene Projekte wurden ausgearbeitet, aber wenn sie nicht schon an der Beschaffung der nötigen Bewilligungen scheiterten, machten ihnen die Finanzen den Garaus. Jetzt sieht es zum ersten Mal richtig gut aus. Im Sommer sollen die Bagger auffahren.

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Wenn es endlich soweit ist, kann Marcus aufatmen. Denn die engen Platzverhältnisse sorgen für Mehrarbeit und zwingen ihn zu vielen Kompromissen. Überdacht sind bisher nur die eigentliche Säge, sowie ein kleiner Kellerraum, in dem die Sägeblätter aufbewahrt und geschärft werden. Nicht mal ein WC oder einen kleinen Pausenraum gibt es. Und wenn es frisch geschneit hat, macht Marcus nicht viel mehr, als Schnee zu schaufeln. Deshalb musste er bisher im Winter den Betrieb während dreier Monate herunterfahren. Seine Tochter Keissy, die seit einigen Jahren ebenfalls in der Familiensägerei arbeitet, musste sich dann jeweils eine andere Stelle suchen.

Zu tun hätten Vater und Tochter Dalbert eigentlich genug. Die Balken und Bretter, die sie aus dem Holz der umliegenden Wälder fertigen, sind gefragt. Und auch ihre Zaunpfähle, die sie zwischendurch aus Anschnitten produzieren, finden bei Bauern und Älplern aus der Region Anklang. Rund 20 000 Stück stellen Marcus und Keissy jedes Jahr her. Bisher aus Platzgründen immer draussen. «Wenn wie heute die Sonne scheint, macht das richtig Spass», sagt die 25-Jährige, während sie im Affentempo Zaunpfähle produziert. «Wenn es aber regnet oder gar schneit, dann sieht die Sache anders aus.»

Ab nächstem Jahr werden sie und ihr Vater das ganze Jahr durcharbeiten können. Und das erst noch viel effizienter als bisher. Weil sie in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet hatten, können sie die Kosten für die Renovation fast allein stemmen. Ganz reicht es jedoch nicht. Die Schweizer Berghilfe hat Unterstützung in der Höhe von 120 000 Franken zugesagt. 110 000 Franken haben wir bereits. Helfen Sie mit, die fehlenden 10 000 Franken zu sammeln.

Text und Video: Max Hugelshofer
Bilder: Max Hugelshofer und Nadine Felix

Erschienen im März 2026