«Alles ist jedoch nicht perfekt», wie Käser Sébastien später erzählt, während er und seine beiden Mitarbeiten in den beiden Kessi einlaben, heizen, schneiden, und den Käsebruch schliesslich in die Presse pumpen. «Die Käserei ist alt, nichts entspricht mehr den Normen», erklärt er. Das bedeutet einerseits ständige Probleme, die von Guyère AOP erlassenen Qualitätsrichtlinien einhalten zu können. Andererseits verursacht es sehr viel Mehraufwand. Das Putzen – beim Käsen die halbe Arbeit – ist aufwändig. Und weil sich Produktion und Käsekeller auf zwei unterschiedlichen Etagen befinden, müssen die schweren Laibe kompliziert mit Rollgestellen und einem Lastenkran durch einen engen Schacht hinunterbefördert werden. Bei einer Produktion von 160 Tonnen pro Jahr sind das viele Stunden Zusatzarbeit.