210000 Liter Heizöl pro Jahr gespart

Wärme aus Abfallholz – das bringt die neue Fernwärmezentrale am Schwarzsee im Kanton Freiburg.

Wenn etwas der Region ums freiburgische Plaffeien an nicht mangelt, dann ist es Holz. Nur ein kleiner Teil dessen, was in den Wäldern der umliegenden Berge wächst, lässt sich aber zu Bauholz verarbeiten. Das Abfallholz war bis vor einigen Jahren genau das: Abfall. Bis sich Vertreter der Gemeinde, der Forstwirtschaft und des Gewerbes zusammentaten und einen Fernwärmeverbund mit Holzschnitzelheizung gründeten.

Die Erfahrungen waren so positiv, dass der ehemalige Gemeindepräsident Otto Lötscher nicht zweimal nachdenken musste, was die perfekte Lösung wäre, als die ehemalige Kaserne beim Schwarzsee nach einer Umnutzung eine neue Heizung benötigte. «Holzschnitzel sind nicht nur umweltfreundlich, sondern nutzen auch eine lokale Ressource und behalten die Wertschöpfung in der Region.»

Das Projekt in Kürze

  • Wärmeverbund
  • Neubau Heizzentrale
  • Schwarzsee/FR

Auch noch Strom vom Dach

Otto machte sich an die Arbeit, liess seine Beziehungen zum Besitzer der Anlage spielen und konnte schon bald die Holzenergie Schwarzsee AG gründen, deren Präsident er heute ist. Nun liefern die beiden orangefarbenen Öfen im umgebauten Gebäude einer ehemaligen Seilbahnstation pro Jahr 2100 Megawattstunden Energie an die Anlage, die inzwischen Campus Schwarzsee heisst, sowie an ein nahegelegenes Hotel. Das entspricht 210 000 Liter Heizöl. Zusätzlich liefert die grosse Photovoltaikanlage auf dem Dach der Heizzentrale auch noch Elektrizität.

Text und Bilder: Max Hugelshofer

Erschienen im März 2026

Die Unterstützung

Die Holzenergie Schwarzsee AG ist nicht auf Gewinn ausgelegt. Beim Bau der Anlage konnte sie auf die Unterstützung der Schweizer Berghilfe zählen.

Die Schweizer Berghilfe leistet finanzielle Unterstützung, wenn das Geld nicht ausreicht, um ein zukunftsweisendes Projekt zu realisieren.