Wir haben keinen Architekten, und Bauführung machen wir selbst. Das spart einerseits Kosten, aber vor allem ermöglicht es uns, auf unsere Art beim Umbau vorzugehen. Karin und ich, wir sind beide überzeugt: Das muss entstehen und wachsen. Wir haben keine fixen Pläne bereit, weder Böden noch Farben standen am Anfang fest. Das kommt Zimmer für Zimmer. Jedes wird ein anderes Thema haben, andere Farben, eventuell sogar andere Böden. Karin hat ein sehr gutes Gespür dafür und entscheidet vieles. Ich übernehme Administration, Bauleitung und Finanzierung. Ganz klar: Das Projekt geht nur gemeinsam.
Vorher war ich etwa 50 Prozent als Spengler angestellt, arbeitete im Winter noch als Skilehrer und wir führten einen Schafbetrieb. 1999 konnte ich einen zweiten Stall dazu pachten und die Herde vergrössern. Ich lernte zugleich viel über Direktvermarktung. Um 2005 kam ich mit Karin zusammen, sie ist gelernte Köchin. Sie brachte viele Ideen aus der Gastronomie ein. Eine Zeitlang bewirteten wir auf dem Hof regelmässig etwa acht Gäste auf Anmeldung. Seit 2017 hatten wir auch Übernachtungsgäste und von 2019 an führen wir den bedienten Kiosk beim Autoverlad an der Haltestelle Goppenstein. All das hat uns Erfahrung mit Gästen und viele Begegnungen ermöglicht. So ist die Idee, weg von der Landwirtschaft zu gehen und etwas ganz Neues im Tourismus aufzubauen, gar nicht so weit weg von unserem vorherigen Leben.»
Text: Alexandra Rozkosny
Bilder: Max Hugelshofer und Archiv Hotel Zeitlos
Erschienen im
August 2026