Das war vor 15 Jahren. Inzwischen importiert der 49-Jährige Kaffeebohnen nicht nur aus Uganda, sondern auch aus den umliegenden afrikanischen Ländern. Immer fair eingekauft bei Genossenschaften lokaler Landwirte. Die Zahl der Abnehmer wuchs in dieser Zeit. Besonders Firmen und Restaurants im Tessin darf Jean-Claude beliefern. Mit der Zeit konnte er Mitarbeiter einstellen und immer mehr Kaffee einführen. Mit dem Wachstum stieg allerdings auch der Platzbedarf, und irgendwann ging es in den alten Räumlichkeiten im nahegelegenen Savosa nicht mehr. Weil auch das Rösten bei verschiedenen kleinen Röstereien in der Schweiz mit der gestiegenen Vielfalt des Angebots immer komplizierter wurde, suchte Jean-Claude nach einer Möglichkeit für einen Neustart. In einem ehemaligen Recyclingcenter in Bironico wurde er fündig. Er installierte eine professionelle Röstanlage und baute Büroräume in den offenen Raum ein. Aber auch eine professionelle Küche und ein Schulungszimmer. Diese will er für Weiterbildungen und Kurse extern vermieten, um den Teilnehmerinnen und Teilnehmern jeweils Degustationen anzubieten und den Betrieb zu zeigen. Besonders, wenn die Rösterei in Betrieb ist: Ein Erlebnis für die Sinne. Denn der intensive Geruch nach Kaffee macht nicht nur Lust auf eine Tasse davon, er macht es auch einfacher, zumindest in Gedanken diesem trüben Wintertag zu entfliehen.
masabacoffee.ch
Text: Max Hugelshofer
Bilder: Yannick Andrea
Video: Markus Zurmühle
Erschienen im
Oktober 2026