Die Schreinerei bleibt faszinierend

In der kleinen Schreinerei von Stefan Trepp scheint die Zeit stillgestanden zu sein. Nur die grösseren Kinder verraten, dass zehn Jahre vergangen sind. Die Arbeit ist die gleiche geblieben. Und der damals angeschaffte Kran immer noch unverzichtbar.

«Die drei von der Schreinerei», titelte die «Berghilf-Ziitig» im Sommer 2015. Das Bild dazu zeigte Stefan Trepp, zusammen mit seinem Vater Ludwig und Sohn Elia, der auf einem grossen Baumstamm sitzt, einen kleinen Besen in der Hand. Zehn Jahre später wird das Bild nachgestellt. Ludwig ist inzwischen schon 87 Jahre alt, hilft aber immer noch regelmässig in der Schreinerei aus.

Elia schnappt sich den Besen, den es immer noch gibt, und klettert aufden Stamm. Ist dieser so viel kleiner als der von vor zehn Jahren, oder wirkt es nur so, weil Elia so viel grösser ist? Der 14-Jährige hat nicht viel Zeit. Er will gleich los, einem benachbarten Bauern beim Reparieren seines Transporters helfen. Aber auch in der Schreinerwerkstatt seines Vaters, in der er als kleiner Bub Stunden damit verbrachte, das Sägemehl wegzuschaufeln, ist er noch oft anzutreffen. «Inzwischen ist er eine richtige Hilfe», lobt Vater Stefan.

Das Projekt in Kürze

  • Schreinerei
  • Neuer Kran
  • Nufenen/GR

Dieser geniesst es, Gesellschaft zu haben. Ausser der Tatsache, dass alle älter geworden sind, habe sich nicht viel verändert in seiner «Buda», sagt Stefan. Im Winter stehen Schreinerarbeiten an: Täfern, Böden legen, ab und zu einen Tisch oder eine Eckbank herstellen. Im Sommer wird zusätzlich gesägt. Egal, welche Arbeiten anstehen – ohne Kran geht nichts. Derjenige, den Stefan vor zehn Jahren mit Unterstützung der Schweizer Berghilfe anschaffen konnte, verrichtet seinen Dienst immer noch tadellos.

schreinereitrepp.ch

Text: Max Hugelshofer
Bilder: Yannick Andrea und Max Hugelshofer

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Die Schweizer Berghilfe leistet finanzielle Unterstützung, wenn das Geld nicht ausreicht, um ein zukunftsweisendes Projekt zu realisieren.