1778 gebaut, diente das Hotel zunächst als wichtiger Rastpunkt für Händler und Reisende und als Pferdewechselstelle. Denn die Grenze zu Frankreich liegt quasi um die Ecke. Eines der wichtigsten Handelsgüter jener Zeit war der Emmentaler Käse. Begehrt auf dem französischen Markt wurden die rund 30 kg schweren Laibe, von den Berner Alpen hinunter, dann von Neuchâtel in Transportkutschen hochgezogen und an Couvet vorbeitransportiert.
Genau die Anfangszeit des Hotels fällt auch die Erfindung des Absinths. Der Sage soll der Absinth-Schnaps aus Wermutkraut, Anis, Fenchel und weiteren Kräutern, seinen Sprung von einer Arztnei zum beliebten Schnaps genau hier, neben dem Hotel, geschafft haben. Im Nachbarhaus wohnte der Arzt Pierre Ordinaire. Er habe, so geht die Sage, um 1770 so lange an der Rezeptur getüftelt, bis seine damaligen Gäste so richtig auf den Geschmack gekommen waren. Gut vorstellbar, dass die Käsehändler also auch noch ein paar Kisten voll des begehrten Kräuterschnapses mit aufluden. Aus dieser Zeit stammt auch der Name des Hotels. Verbrieft ist er als «L’aigle noir» – als schwarzer Adler. Dieser galt damals als Schutz- und Schirmsymbol. Weil viele Menschen nicht lesen konnten, sollte ihnen das Bild des Adlers anzeigen, dass sie und ihre Gespanne hier sicher ruhen konnten. «Die Pferdeställe haben wir beim Kauf 1980 noch teilweise vorgefunden», sagt Matthias von Wyss.