Frischer Wind in altem Gemäuer

Das Gästehaus «Steppenblüte» auf der Grimmialp ist ein wichtiger Faktor für Gewerbe und Tourismus in der Region. Allerdings standen wichtige Renovationen an.

1993 übernahm die Steppenblüte Communität, eine vierköpfige Schwesternschaft, das geschichtsträchtige Haus auf 1200 m.ü.M. und weckte es aus dem Dornröschenschlaf. Seither wird die «Steppenblüte» als schlichtes Gästehaus für Einzelpersonen, Familien und Gruppen geführt, die Besinnlichkeit, Ruhe oder aktive Erholung in der Natur suchen. Mit rund 6’000 Übernachtungen pro Jahr ist die «Steppenblüte» ein bedeutender touristischer Faktor im Diemtigtal. Davon profitiert etwa das nahe gelegene Wander- und Skigebiet. Und die «Steppenblüte» bringt auch Beschäftigung: Nebst den vier Schwestern, dem Koch und den Mitarbeiterinnen in Administration und Betrieb arbeiten rund ein Dutzend Bauernfrauen aus der Umgebung im Reinigungsdienst. Zudem liefern Bergbauern aus der Region Milch, Eier, Käse und Fleisch für die Küche und öffnen interessierten Feriengästen auch Hof und Stall für einen Einblick in ihren strengen Alltag.

Ohne Renovation ist Weiterführung unmöglich

Das über 100-jährige Haus erfuhr im Laufe der Zeit zwar einige Modernisierungsschritte. Doch ohne grössere, fachmännische Sanierungsarbeiten, welche die finanziellen Möglichkeiten der Schwesternschaft sprengen, kann der Betrieb auf der Grimmialp nicht weitergeführt werden. «Die Steppenblüte’ ist für den naturnahen Tourismus und das lokale Gewerbe sehr wichtig», erklärt Ursula Thomet, die für die Schweizer Berghilfe als ehrenamtliche Expertin tätig ist. Die Schweizer Berghilfe ermöglicht deshalb die Erneuerung der veralteten Liftanlage, des maroden Balkons sowie vorschriftsgemässe elektrische Installationen und Beleuchtungen. «Diese Unterstützung ist für uns entscheidend. Wir sind sehr dankbar», sagt Betriebsleiterin Schwester Anni. Kontakt: Tel. 033 684 80 00

Erschienen im August 2008

Das Projekt in Kürze

  • Schwenden/BE
Die Schweizer Berghilfe leistet finanzielle Unterstützung, wenn das Geld nicht ausreicht, um ein zukunftsweisendes Projekt zu realisieren.