Mit dem Ausbau kam der Erfolg

Mit dem Ausbau kam der Erfolg

Vor 10 Jahren konnte die Bergkäserei Aschwanden dank der Berghilfe ausbauen. Das ist daraus geworden.

80 Tonnen Käse produziere er pro Jahr, sagte Hans Aschwanden im Jahr 2004 im Artikel in der «Berghilf Ziitig». «Was? Nur so wenig war das damals?», fragt er heute. Ein Blick auf die Statistik am Computer zeigt: Tatsächlich, die Zahl stimmt. Heute sind es mehr als 120 Tonnen pro Jahr. Und für die Zukunft deuten die Zeiger weiterhin nach oben. Die Bergkäserei Aschwanden in Seelisberg ist eine Erfolgsgeschichte. Doch seine eigene Leistung stellt Hans in den Hintergrund. «Wir profitieren vom Gegentrend zur Globalisierung: dem Bedürfnis nach ehrlichen und natürlichen Lebensmitteln aus lokaler Produktion», sagt er bescheiden. Doch ohne viel harte Arbeit, einer feinen Nase für den Geschmack des Käses und den der Kunden, sowie ein Flair für unkonventionelles Marketing wäre dieses Wachstum kaum möglich gewesen.

Auch nicht ohne die Unterstützung der Schweizer Berghilfe. Sie hat den Familienbetrieb 2004 beim Ausbau der Käserei unterstützt. «Das war eine unverzichtbare Starthilfe für mich, als ich die Käserei von meinem Vater übernahm», so Hans. Doch das Ziel war klar: Der Betrieb sollte rasch selbsttragend werden und mittelfristig auch genügend Gewinn abwerfen, um Reserven für anfallende Investitionen zu bilden. Dies hat funktioniert. Vor Kurzem konnte der 45-Jährige neue Reifungsräume in Betrieb nehmen – finanziert ohne weitere Berghilfe-Unterstützung. Die beiden Räume haben für deutlich höhere Kapazitäten gesorgt. Somit steht einem weiteren Wachstum in den kommenden Jahren nichts mehr im Wege. Hans: «Vorher sind wir an die Kapazitätsgrenzen gestossen. Doch jetzt können wir mit betrieblichen Optimierungen und kleinen Verbesserungen der Infrastruktur noch deutlich mehr rausholen.» Vom Erfolg der Käserei profitiert die ganze Region. Gut zehn Personen sind bei der Bergkäserei Aschwanden angestellt. Insgesamt sind es sieben Vollzeitstellen, und auch ein Lehrling wird ausgebildet. Und die Milch der lokalen Bauern ist gefragt, Hans Aschwanden zahlt ihnen einen deutlich besseren Literpreis als die Industrie. «Ich mache dies nicht aus Grosszügigkeit, sondern weil ich auf verlässliche Lieferanten aus der Region angewiesen bin.»

bergkaese.ch

Text und Bilder: Max Hugelshofer

Erschienen im März 2015

Das Projekt in Kürze

  • Bergkäserei
  • Ausbau der Käserei
  • Seelisberg/UR