Nebeneinkünfte mit Gästezimmer

Mit einem professionellen agrotouristischen Angebot sichert die Waadtländer Bäuerin Armelle Morier die Zukunft ihres Hofs.

Der Hof der Moriers wirft nicht genug ab für eine fünfköpfige Familie. Um Zusatzeinkünfte zu erzielen, war Armelle Morier lange in der Hotellerie tätig. «Eines Tages sagte ich mir: Jetzt habe ich genug auswärts gearbeitet. Ich will selbst etwas aufziehen», erzählt die initiative Bergbäuerin aus dem Waadtland. Ziel war, den Familienbetrieb mit einem zweiten Standbein langfristig zu sichern. Wenn der heute 19-jährige Sohn Mathieu, ein ausgebildeter Landwirt, einmal den Hof übernimmt, müssen die Eltern ein eigenes Einkommen haben. Mit vereinten Kräften baute die Familie vor zwei Jahren den alten Stall zu Gästezimmern um.

Produkte vom eigenen Hof

Moriers nahmen ihr agrotouristisches Projekt mit der nötigen Professionalität an die Hand - auch dank dem Know-how der Bäuerin, einer gelernten Hotelfachfrau. Jedes der fünf Zimmer ist nach einem Thema eingerichtet, z.B. Alp, Garten oder Blumen. Die Gäste schätzen die individuelle Zimmergestaltung. Gut kommen auch die hofeigenen Produkte an, die aufgetischt werden: Gemüse, Fleisch, Milch, Konfitüre, Alpkäse und selbstgemachtes Brot. «Ich höre oft, unser Fleisch sei viel besser als das aus dem Grossverteiler. So kommen wir jeweils auch auf unseren Hof zu reden, für den die Gäste sich meist interessieren», erzählt Armelle Morier und bilanziert: «Unser Angebot hat sich sehr gut entwickelt. Ohne das Engagement der Schweizer Berghilfe wäre dieses Projekt jedoch nicht möglich gewesen.» Dafür, dass sich die Investition langfristig auszahlt, geben Moriers alles: «Wir arbeiten hart, damit die Gäste auch in Zukunft kommen.» Kontakt: Tel. 026 924 72 44, jjmorier@freesurf.ch

Erschienen im März 2009

Das Projekt in Kürze

  • Château-d'Oex/VD